Eine ideologisch einflussreiche Person, die in diesem Zusammenhang erwähnt werden sollte, ist der rechtslibertäre deutsche Theoretiker
Hans-Hermann Hoppe (*1949). Habt ihr schon von ihm gehört?
Er ist seit vielen Jahren ein eifriger Brückenbauer zwischen den libertären Kreisen und den reaktionären Kreisen (insbesondere der sogenannten
Alt-Right). Aufsehen erregte er vor allem mit seinem Buch
Democracy: The God That Failed (2001) [
Demokratie: Der Gott, der keiner ist (2003)].
Hoppe promovierte 1974 in Frankfurt bei Jürgen Habermas (!), wurde danach aber kein Anhänger der linken Kritischen Theorie, sondern zu einem Schüler, Mitarbeiter und intellektuellen Erben des Anarchokapitalisten
Murray Rothbard (1926–1995). Rothbard,
Lew Rockwell und Hoppe sind rechtslibertäre Denker, die einen rechtsradikalen
"Paläolibertarismus" begründeten. Der Paläolibertarismus ist eine Verschmelzung des
(Rechts-)Libertarismus mit dem
Paläokonservatismus.
"Jede realistische libertäre Strategie für Veränderungen muss eine populistische Strategie sein. Das heißt, Libertäre müssen die dominanten intellektuellen Eliten umgehen und sich direkt an die Massen wenden, um ihre Empörung und Verachtung für die herrschenden Eliten zu wecken." [Google Translate]
(Hoppe, Hans-Hermann. Getting Libertarianism Right. Auburn, AL: Mises Institute, 2018. p. 89)
"Nun folgen wir unseren Hinweisen von der Buchanan-, der Paul- und der Trump-Bewegung und kommen zu den Einzelheiten einer populistischen Strategie für libertären Wandel, in keiner bestimmten Reihenfolge außer der allerersten, die derzeit in der öffentlichen Meinung die größte Dringlichkeit angenommen hat.
Eins: Stoppen Sie die Masseneinwanderung.
…
Zwei: Hören Sie auf, Menschen in fremden Ländern anzugreifen, zu töten und zu bombardieren.
…
Drei: Entziehen Sie den herrschenden Eliten und ihren intellektuellen Leibwächtern die Mittel.
…
Vier: Beenden Sie die FED und alle Zentralbanken.
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Fünf: Schaffen Sie alle Gesetze und Vorschriften zur „positiven Diskriminierung“ und „Nichtdiskriminierung“ ab.
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Sechs: Zerschlagen Sie den „antifaschistischen“ Mob.
…
Sieben: Zerschlagen Sie die Straßenkriminellen und Banden.
…
Acht: Alle Sozialschmarotzer und Penner loswerden.
…
Neun: Den Staat aus dem Bildungswesen heraushalten.
…
Zehn: Vertraue nicht der Politik oder politischen Parteien." [Google Translate]
(Hoppe, Hans-Hermann. Getting Libertarianism Right. Auburn, AL: Mises Institute, 2018. pp. 90-7)
"Eine Gesellschaft, in der das Recht auf Exklusion für die Eigentümer von Privateigentum vollständig wiederhergestellt wird, wäre zutiefst ungleich, intolerant und diskriminierend. Es gäbe kaum oder gar keine Toleranz und Offenheit mehr, die den Linkslibertären so wichtig sind. Man wäre jedoch auf dem richtigen Weg zur Wiederherstellung der Vereinigungsfreiheit und des Ausschlussrechts, die der Institution des Privateigentum innewohnen, wenn Städte und Dörfer nur das täten, was in Europa und den Vereinigten Staaten bis weit ins 19. Jahrhundert hinein selbstverständlich war. Es gäbe Schilder mit den Zutrittsbestimmungen für die Stadt und, innerhalb der Stadt, Bestimmungen für den Zutritt zu bestimmten Grundstücken (zum Beispiel keine Bettler, Landstreicher oder Obdachlose, aber auch keine Homosexuellen, Drogenkonsumenten, Juden, Muslime, Deutsche oder Zulus), und diejenigen, die diese Zutrittsbestimmungen nicht erfüllten, würden als Hausfriedensbrecher des Grundstücks verwiesen. Fast augenblicklich würde sich die kulturelle und moralische Normalität wiederherstellen." [Google Translate]
(Hoppe, Hans-Hermann. Democracy: The God That Failed. New Brunswick, NJ: Transaction Publishers, 2001. p. 211)
"Libertäre müssen in ihrem Bestreben, eine freie, natürliche Gesellschaftsordnung zu errichten, dem Staat das im Privateigentum inhärente Recht auf Exklusion entreißen. Doch noch bevor sie dies erreichen und um ein solches Ziel überhaupt erst zu ermöglichen, können Libertäre nicht früh genug damit beginnen, ihr Recht auf Exklusion im Alltag – soweit es die Situation noch zulässt – wieder geltend zu machen und auszuüben. Libertäre müssen sich von anderen abgrenzen, indem sie die extremste Form der Intoleranz und Diskriminierung gegenüber Egalitären, Demokraten, Sozialisten, Kommunisten, Multikulturalisten, Umweltschützern, schlechten Manieren, Fehlverhalten, Inkompetenz, Unhöflichkeit, Vulgarität und Obszönität praktizieren (und befürworten). Wie wahre Konservative, die sich vom falschen sozialistischen Konservatismus der Buchananiten und Neokonservativen distanzieren müssen, müssen sich wahre Libertäre sichtbar und demonstrativ vom falschen multikulturellen und antiautoritären, egalitären, linkslibertären Betrügern distanzieren." [Google Translate]
(Hoppe, Hans-Hermann. Democracy: The God That Failed. New Brunswick, NJ: Transaction Publishers, 2001. p. 219)
"Der Paläolibertarismus ist eine rechtslibertäre politische Strategie und Ideologie, die darauf abzielt, libertäre Wirtschaftsansichten mit paläokonservativen kulturellen Werten zu verbinden. Er entstand in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren in den USA und wurde maßgeblich von den anarchokapitalistischen Theoretikern Murray Rothbard und Lew Rockwell entwickelt.
Kernkonzepte:
* Strategische Allianz: Das Hauptziel war es, eine Koalition zwischen Anhängern des Libertarismus und des Paläokonservatismus zu schmieden, um eine breitere Basis für die Opposition gegen staatliche Eingriffe zu schaffen.
* Wirtschaftlicher Libertarismus: Paläolibertäre befürworten strikte freie Märkte, die Abschaffung des Wohlfahrtsstaates und lehnen Zentralbanken sowie interventionistische Außenpolitik ab.
* Kultureller Konservatismus: Im Gegensatz zum Mainstream-Libertarismus integriert der Paläolibertarismus traditionelle Werte, Moralvorstellungen und soziale Normen, die oft mit dem Konservatismus assoziiert werden, wie zum Beispiel die Betonung von Familie, Religion und kultureller Homogenität.
* Ablehnung des Staates: Der Staat wird als die größte Bedrohung für Freiheit und Eigentumsrechte angesehen, und es besteht eine starke Opposition gegen staatliche Aggression in privaten und öffentlichen Angelegenheiten.
* "Alte Rechte" (Old Right): Die Bewegung sah sich in der Tradition des amerikanischen klassischen Liberalismus und der "Alten Rechten" der Vorkriegszeit, die Isolationismus und eine Abneigung gegen den New Deal teilten.
Wichtige Vertreter und Institutionen:
Bekannte Vertreter des Paläolibertarismus sind neben Murray Rothbard und Lew Rockwell auch Persönlichkeiten wie Ron Paul und Hans-Hermann Hoppe. Das Ludwig von Mises Institute in Alabama gilt als ein bedeutendes Zentrum dieser Ideologie.
Der Paläolibertarismus unterscheidet sich von anderen libertären Strömungen durch seine Betonung kultureller Aspekte und seine Bereitschaft, populistische Rhetorik zu nutzen, um die Mittelschicht und Arbeiterklasse gegen den Staat zu radikalisieren. Diese Verbindung von libertären Wirtschafts- und konservativen Kulturpositionen beeinflusst auch moderne politische Strömungen, wie etwa Teile der Unterstützung für Persönlichkeiten wie Donald Trump."
Quelle: Google KI-Suche
"Der Paläokonservatismus (von griechisch palaiós, „alt“) ist eine Strömung des US-amerikanischen Konservatismus, die sich durch eine Rückbesinnung auf traditionelle Werte, Isolationismus und eine starke Ablehnung des modernen Staates auszeichnet. Er versteht sich als Gegenbewegung zum Neokonservatismus und zum progressiven Liberalismus.
Zentrale Merkmale:
* Isolationismus und Außenpolitik: Paläokonservative lehnen militärische Interventionen zur Verbreitung der Demokratie (Nation-Building) strikt ab. Sie fordern eine „America First“-Politik und eine Rückkehr zu einer pragmatischen Nichteinmischung in fremde Konflikte.
* Wirtschaftlicher Nationalismus: Im Gegensatz zum klassischen Wirtschaftsliberalismus befürworten sie oft Protektionismus, Handelszölle und Maßnahmen gegen die wirtschaftliche Globalisierung, um die heimische Industrie zu schützen.
* Gesellschaftliche Tradition: Die Ideologie betont christliche Ethik, traditionelle Familienbilder und gewachsene soziale Hierarchien. Sie lehnt Multikulturalismus und progressive Identitätspolitik ab.
* Strikt begrenzte Einwanderung: Paläokonservative fordern eine massive Beschränkung der Immigration, um die nationale Identität und die kulturelle Homogenität zu bewahren.
* Dezentralisierung: Sie streben einen radikalen Rückbau der Bundesregierung und des Wohlfahrtsstaates zugunsten regionaler Autonomie und lokaler Gemeinschaften an.
Historischer Kontext:
Der Paläokonservatismus versteht sich als Erbe der „Old Right“ (Alten Rechten) der 1930er und 40er Jahre und grenzt sich scharf vom Neokonservatismus ab, dem er Interventionismus und eine zu große Akzeptanz des Sozialstaates vorwirft. Der Begriff wurde in den 1980er Jahren geprägt, um sich von den Neokonservativen abzugrenzen, denen vorgeworfen wurde, das konservative Erbe durch eine aggressive Außenpolitik und Akzeptanz des Sozialstaates verraten zu haben. Prominente Vordenker und Vertreter sind beispielsweise Paul Gottfried oder Patrick Buchanan. In den letzten Jahren haben paläokonservative Ideen, insbesondere durch Bewegungen wie die Alt-Right und die Präsidentschaft von Donald Trump, wieder an öffentlicher Aufmerksamkeit gewonnen. Viele Positionen dieser Strömung finden sich im modernen Rechtspopulismus wieder."
Quelle: Google KI-Suche