Was ist Bewusstsein?

Was ist Bewusstsein? Eine Frage, die nach wie vor ungeklärt ist.
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Jörn P Budesheim
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Do 8. Jan 2026, 14:01

Burkart hat geschrieben :
Mi 7. Jan 2026, 21:27
Ich meinte die Klarheit es Begriffes "Bewusstsein". Musik kann ich mit Ohren hören, Farben mit Augen sehen usw., aber Bewusstsein? Ich kann es nicht "anfassen".
Ich kann zwar auch fühlen, aber ist das gerade das Bewusstsein?
Ja, etwas fühlen, ist ein Beispiel für Bewusstsein. Ebenfalls: Musik hören und Farben sehen. Du kannst das Bewusstsein nicht anfassen, aber der Umstand, dass du etwas anfassen kannst und es sich dabei so und so anfühlt, dass es „also irgendwie ist“, es anzufassen, das ist Bewusstsein.



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Do 8. Jan 2026, 17:24

Burkart hat geschrieben :
Mi 7. Jan 2026, 21:27
Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Mi 7. Jan 2026, 08:17
Was könnte klarer „greifbarer“ sein als Bewusstsein? Du erlebst es tagein, tagaus selbst. Was sollte für uns greifbarer sein als der Umstand, dass wir alles Mögliche – Freude, Schmerz, Farben, Musik ... – erleben?
Ich meinte die Klarheit es Begriffes "Bewusstsein". Musik kann ich mit Ohren hören, Farben mit Augen sehen usw., aber Bewusstsein? Ich kann es nicht "anfassen".
Ich kann zwar auch fühlen, aber ist das gerade das Bewusstsein?
Lebewesen mit phänomenalem Bewusstsein haben ein subjektives Innenleben in Gestalt von Empfindungen, Spürungen, Fühlungen, Stimmungen, Vorstellungen, Einbildungen oder Denkungen (inneren Sprechungen) – von "Impressionen" oder "Ideen" (David Hume).
Mein subjektives Innenleben ist für mich unmittelbar innerlich "greifbar" oder wahrnehmbar – dank meiner Fähigkeit zur Introspektion.
"Die Perzeptionen des menschlichen Geistes zerfallen in zwei Arten, die ich bzw. als Eindrücke [impressions] und Vorstellungen [ideas] bezeichne. Der Unterschied zwischen ihnen besteht in dem Grade der Stärke und Lebhaftigkeit, mit welcher sie dem Geist sich aufdrängen und in unser Denken oder Bewußtsein eingehen. Diejenigen Perzeptionen, welche mit größter Stärke und Heftigkeit auftreten, nennen wir Eindrücke. Unter diesem Namen fasse ich alle unsere Sinnesempfindungen, Affekte und Gefühlserregungen, so wie sie bei ihrem erstmaligen Auftreten in der Seele sich darstellen, zusammen. Unter Vorstellungen dagegen verstehe ich die schwachen Abbilder derselben, wie sie in unser Denken und Urteilen eingehen[.]"

(Hume, David. Traktat über die menschliche Natur. [1739-40.] Teilband 1, Buch I: Über den Verstand. Übers. v. Theodor Lipps, hrsg. v. Horst D. Brandt. Hamburg: Meiner, 2013. S. 11)



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Do 8. Jan 2026, 17:42

Burkart hat geschrieben :
Mi 7. Jan 2026, 21:47
Consul hat geschrieben :
Mi 7. Jan 2026, 20:51
Der Unterschied zwischen bewusster Wahrnehmung und unbewusster Wahrnehmung besteht darin, dass erstere empfindungshaltig ist und somit subjektiv erlebt wird, während letztere nicht empfindungshaltig ist und somit nicht subjektiv erlebt wird.
Unter bewusste Wahrnehmung verstehe ich etwas bewusst (im aktuellen Danken) wahrzunehmen und zu verarbeiten, unbewusste Wahrnehmung, dass etwas nur am Rande wahrgenommen wird und vielleicht ins Bewusstsein "reinsickert".
Unser subjektives Wahrnehmungsfeld hat ein Zentrum und eine Peripherie. Der Grad der Aufmerksamkeit bestimmt, wo etwas Wahrgenommenes darin erscheint. Unter unbewusster Wahrnehmung verstehe ich nicht schwache, beiläufige empfindungshaltige Wahrnehmung am Aufmerksamkeitsrand, sondern empfindungslose Wahrnehmung.



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Jörn P Budesheim
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Fr 9. Jan 2026, 17:49

Burkart hat geschrieben :
Di 6. Jan 2026, 20:34
die reale Welt über Sinne/Sensoren erkunden
Wenn ich ein Selfie mit meinem Handy mache (Gott bewahre!) hat mich das Handy dann wahrgenommen, erkundet es mich?
Burkart hat geschrieben :
Di 6. Jan 2026, 20:34
Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Eigentlich müsstest du mittlerweile schreiben: KI ist Ausgangspunkt aller Philosophie. Denn es gibt ja kaum noch einen Beitrag, wo du nicht versuchst, die conditia humana auf KI-niveau herunterzuschrauben. Ich habe das Gefühl, das wird immer schlimmer – jetzt "erkunden" KI bei dir sogar schon die Realität. Krass!



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Fr 9. Jan 2026, 23:41

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Do 8. Jan 2026, 14:01
Burkart hat geschrieben :
Mi 7. Jan 2026, 21:27
Ich meinte die Klarheit es Begriffes "Bewusstsein". Musik kann ich mit Ohren hören, Farben mit Augen sehen usw., aber Bewusstsein? Ich kann es nicht "anfassen".
Ich kann zwar auch fühlen, aber ist das gerade das Bewusstsein?
Ja, etwas fühlen, ist ein Beispiel für Bewusstsein. Ebenfalls: Musik hören und Farben sehen. Du kannst das Bewusstsein nicht anfassen, aber der Umstand, dass du etwas anfassen kannst und es sich dabei so und so anfühlt, dass es „also irgendwie ist“, es anzufassen, das ist Bewusstsein.
Ich sehe nicht, dass ein KI-Roboter nicht auch ähnlich erfassen können soll, wenn er mal einen ähnlich guten Tastsinn wie wir haben.



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Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

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Fr 9. Jan 2026, 23:50

Consul hat geschrieben :
Do 8. Jan 2026, 17:42
Burkart hat geschrieben :
Mi 7. Jan 2026, 21:47
Consul hat geschrieben :
Mi 7. Jan 2026, 20:51
Der Unterschied zwischen bewusster Wahrnehmung und unbewusster Wahrnehmung besteht darin, dass erstere empfindungshaltig ist und somit subjektiv erlebt wird, während letztere nicht empfindungshaltig ist und somit nicht subjektiv erlebt wird.
Unter bewusste Wahrnehmung verstehe ich etwas bewusst (im aktuellen Danken) wahrzunehmen und zu verarbeiten, unbewusste Wahrnehmung, dass etwas nur am Rande wahrgenommen wird und vielleicht ins Bewusstsein "reinsickert".
Unser subjektives Wahrnehmungsfeld hat ein Zentrum und eine Peripherie. Der Grad der Aufmerksamkeit bestimmt, wo etwas Wahrgenommenes darin erscheint. Unter unbewusster Wahrnehmung verstehe ich nicht schwache, beiläufige empfindungshaltige Wahrnehmung am Aufmerksamkeitsrand, sondern empfindungslose Wahrnehmung.
Tja, da geht unsere Begrifflichkeit wohl auseinander, aber das scheint mir nicht so wichtig. Hauptsache, die unbewusste Wahrnehmung kann Einfluss auf unser Bewusstsein bekommen, z.B. durch einen (z.B. Überlebens-)Reflex o.ä.



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Fr 9. Jan 2026, 23:53

Consul hat geschrieben :
Do 8. Jan 2026, 17:24
Burkart hat geschrieben :
Mi 7. Jan 2026, 21:27
Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Mi 7. Jan 2026, 08:17
Was könnte klarer „greifbarer“ sein als Bewusstsein? Du erlebst es tagein, tagaus selbst. Was sollte für uns greifbarer sein als der Umstand, dass wir alles Mögliche – Freude, Schmerz, Farben, Musik ... – erleben?
Ich meinte die Klarheit es Begriffes "Bewusstsein". Musik kann ich mit Ohren hören, Farben mit Augen sehen usw., aber Bewusstsein? Ich kann es nicht "anfassen".
Ich kann zwar auch fühlen, aber ist das gerade das Bewusstsein?
Lebewesen mit phänomenalem Bewusstsein haben ein subjektives Innenleben in Gestalt von Empfindungen, Spürungen, Fühlungen, Stimmungen, Vorstellungen, Einbildungen oder Denkungen (inneren Sprechungen) – von "Impressionen" oder "Ideen" (David Hume).
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Und das (fett markierte) erwarte ich auch einmal von starker KI, wenn sie selbst aus unserer physischen Realität gelernt, sie verarbeitet, bewertet, gewichtet usw. hat.



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Sa 10. Jan 2026, 00:03

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Fr 9. Jan 2026, 17:49
Burkart hat geschrieben :
Di 6. Jan 2026, 20:34
die reale Welt über Sinne/Sensoren erkunden
Wenn ich ein Selfie mit meinem Handy mache (Gott bewahre!) hat mich das Handy dann wahrgenommen, erkundet es mich?
Na, ich hoffe doch nicht, dass dein Handy diese (KI-)Fähigkeit schon hat.
Burkart hat geschrieben :
Di 6. Jan 2026, 20:34
Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Eigentlich müsstest du mittlerweile schreiben: KI ist Ausgangspunkt aller Philosophie. Denn es gibt ja kaum noch einen Beitrag, wo du nicht versuchst, die conditia humana auf KI-niveau herunterzuschrauben. Ich habe das Gefühl, das wird immer schlimmer – jetzt "erkunden" KI bei dir sogar schon die Realität. Krass!
Letzteres: Natürlich soll starke KI einmal in Roboterform auch die Realität erkunden können, wie soll sie sie denn sonst richtig verstehen lernen?

Nein, der Mensch ist Ausgangspunkt aller (unserer) Philosophie, weil wir es sind, die (für uns) philosophieren. Wenn KI es mal unter sich tut, mag es ihre KI-Philosophie sein.
Wenn KI und Mensch gemeinsam philosophieren, sollte es auch unsere Philosophie bleiben: Einerseits sollten wir die Diskussionen führen, ihre Ziele setzen. Andererseits soll die KI grundsätzlich uns dienen; "für Mensch" als ihre Grundlage ist für sie ja mein Ausgangspunkt. (Hm, vielleicht sollte man das sogar gesetzlich verpflichtend festlegen...)
Zuletzt geändert von Burkart am Sa 10. Jan 2026, 00:40, insgesamt 1-mal geändert.



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Sa 10. Jan 2026, 00:06

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Fr 9. Jan 2026, 17:49
Wenn ich ein Selfie mit meinem Handy mache (Gott bewahre!)
By the way: Ich habe mich auch lange dagegen gewehrt, aber sporadisch mache ich mal eines mit mir in meiner Umgebung, um auch mal ein Bild zu haben, bei denen nicht nur Andere drauf sind - auch wenn es selten ist.



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Sa 10. Jan 2026, 18:27

Burkart hat geschrieben :
Fr 9. Jan 2026, 23:50
Tja, da geht unsere Begrifflichkeit wohl auseinander, aber das scheint mir nicht so wichtig.
Doch, es ist sehr wichtig, die Bedeutungen der in diesem Zusammenhang verwendeten Hauptbegriffe (wie Bewusstsein und Wahrnehmung) zu klären.



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Jörn P Budesheim
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Sa 10. Jan 2026, 19:05

Consul hat geschrieben :
Sa 10. Jan 2026, 18:27
Burkart hat geschrieben :
Fr 9. Jan 2026, 23:50
Tja, da geht unsere Begrifflichkeit wohl auseinander, aber das scheint mir nicht so wichtig.
Doch, es ist sehr wichtig, die Bedeutungen der in diesem Zusammenhang verwendeten Hauptbegriffe (wie Bewusstsein und Wahrnehmung) zu klären.
Ja, das sehe ich genauso, denn bei den Unterschieden der Begriffe geht es um Unterschiede der Sache nach.



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Jörn P Budesheim
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Sa 10. Jan 2026, 19:18

Ich schaue mir gerade in der ARD Mediathek einen Film über das Bewusstsein an, in dem unter anderem Christof Koch, der Leiter eines großen Forschungsinstituts ist, eine Rolle spielt. (Ihr erinnert euch: Integrierte Informationstheorie!) In einer Szene erklärt er, dass sich in einem 1 x 1 x 1 mm großen Stück Gehirn ca. 50.000 Zellen mit einigen Kilometern Verknüpfung befinden; unsere Gehirne gehören zu den komplexesten Dingen des bekannten Universums, erläutert er.

Bei der Frage, ob man das Bewusstsein im Gehirn sehen kann, bringt Koch die berühmte Mühlen Metapher von Leibniz. In seinem Buch "Bewusstsein, Warum es weit verbreitet ist, aber nicht digitalisiert werden kann" beschreibt er es so:

"Leibniz' Mühlenbeispiel im 21. Jahrhundert: Vor mehr als 300 Jahren wies Leibniz darauf hin, dass wir noch so weit in den Körper vordringen könnten (als Vergleich zog er die modernste Technik seiner Zeit heran, Windmühlen), wir würden doch niemals Erleben finden, sondern nur Hebel, Zahnräder, Achsen und weitere Mechanismen. Mit heutigen Apparaten können wir tatsächlich die kleinsten Organellen im Gehirn betrachten, die Synapsen [...] Doch wo verbirgt sich das Erleben?"



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Sa 10. Jan 2026, 22:41

Consul hat geschrieben :
Do 8. Jan 2026, 17:42
Unter unbewusster Wahrnehmung verstehe ich nicht schwache, beiläufige empfindungshaltige Wahrnehmung am Aufmerksamkeitsrand, sondern empfindungslose Wahrnehmung.
"Komplexes, flexibles sensomotorisches Verhalten beim Menschen kann von unbewussten Wahrnehmungen gesteuert werden. Die Tatsache, dass beispielsweise Wespen ihre Bewegungsabläufe detailliert an die Wahrnehmungsbereitstellungen [perceptual affordances] ihrer Umgebung anpassen, beweist also nicht, dass ihre Wahrnehmungszustände sich für sie irgendwie anfühlen oder ihnen dabei irgendwie zumute ist [that their perceptual states have feel or are like something to undergo]. Dasselbe gilt für Emotionen und Affekte. Wir wissen, dass es vielfältige Bewertungsformen und affektive Zustände gibt, die beim Menschen unbewusst bleiben (…). Die Tatsache, dass Nacktschnecken zu evaluativem Lernen fähig sind, beweist also nicht, dass ihre affektiven Zustände phänomenal bewusst sind." [Google + Consul Translate]

(Carruthers, Peter. Human and Animal Minds: The Consciousness Questions Laid to Rest. New York: Oxford University Press, 2019. p. 68)
"Die meisten Forscher akzeptieren, dass selbst recht komplexe Wahrnehmungs-, Kognitions- und Handlungssteuerungsprozesse völlig ‚im Dunkeln‘ ablaufen können." [Google Translate]

(Godfrey-Smith, Peter. "The Evolution of Consciousness in Phylogenetic Context." In The Routledge Handbook of Philosophy of Animal Minds, edited by Kristin Andrews and Jacob Beck, 216-226. London: Routledge, 2018. p. 220)



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Sa 10. Jan 2026, 22:54

Burkart hat geschrieben :
Fr 9. Jan 2026, 23:53
Consul hat geschrieben :
Do 8. Jan 2026, 17:24
Mein subjektives Innenleben ist für mich unmittelbar innerlich "greifbar" oder wahrnehmbar – dank meiner Fähigkeit zur Introspektion.
Und das (fett markierte) erwarte ich auch einmal von starker KI, wenn sie selbst aus unserer physischen Realität gelernt, sie verarbeitet, bewertet, gewichtet usw. hat.
"Introspection is a self-scanning process in the brain."

(Armstrong, D. M. A Materialist Theory of the Mind. London: Routledge & Kegan Paul, 1968. p. 324)
Es ist sicher technologisch möglich, eine KI-Maschine mit der Fähigkeit auszustatten, ihre eigenen inneren Zustände zu "scannen" und so Informationen darüber zu gewinnen; doch die Gegenstände eines solchen "Selbstabtastungsvorgangs" müssen keine Zustände des phänomenalen Bewusstseins sein.



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Sa 10. Jan 2026, 23:28

"In der Philosophie bezeichnet Intentionalität die Fähigkeit des Geistes und geistiger Zustände, sich auf Dinge, Eigenschaften und Sachverhalte zu beziehen, diese zu repräsentieren oder für sie zu stehen. Wenn man von den geistigen Zuständen eines Individuums sagt, dass sie Intentionalität besitzen, bedeutet das, dass sie mentale Repräsentationen sind oder dass sie Inhalte haben." [Google + Consul Translate]

Quelle: https://plato.stanford.edu/entries/intentionality/
Die Gelehrten streiten sich darüber, ob Repräsentationen des Wahrgenommenen Teil des Wesens der (Sinnes-)Wahrnehmung sind. Falls nicht, dann sind repräsentationslose Wahrnehmungen (Wahrnehmungsvorgänge/-zustände) auch frei von Intentionalität.
"Wenn wir uns von der Kognition der Wahrnehmung zuwenden, tauchen ähnliche Probleme auf. Zunächst besteht eine grundlegende Kluft zwischen repräsentationalistischen und antirepräsentationalistischen Auffassungen der Wahrnehmung. Repräsentationalisten gehen davon aus, dass die Wahrnehmung von Objekten und ihren Eigenschaften deren Repräsentation beinhaltet; sie behaupten beispielsweise, dass das Sehen einer roten Kugel auf einem weißen Würfel die visuelle Repräsentation der Existenz einer roten Kugel auf einem weißen Würfel impliziert. Antirepräsentationalisten hingegen lehnen dieses Bild ab und schlagen vor, die Wahrnehmung zu analysieren, ohne auf den Begriff der Repräsentation zurückzugreifen. Darüber hinaus bieten Repräsentationalisten und Antirepräsentationalisten auch sehr unterschiedliche Erklärungen für das Verhältnis zwischen Wahrnehmung und Handlung. Während Repräsentationalisten typischerweise akzeptieren, dass Wahrnehmung und Handlung aufgrund des komplexen Zusammenspiels von perzeptuellen und handlungsorientierten Repräsentationen eng miteinander verknüpft sind, gehen viele Antirepräsentationalisten noch weiter und argumentieren, dass die ständige Interaktion zwischen Wahrnehmendem und Umwelt Erklärungsansätze durch interne Repräsentationen überflüssig macht.

Es bestehen jedoch nicht nur tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten zwischen diesen beiden Lagern, sondern auch innerhalb dieser Lager erhebliche Meinungsverschiedenheiten. Verschiedene Vertreter des Repräsentationalismus bieten sehr unterschiedliche Erklärungen dafür, wie sich Wahrnehmung (a) von anderen Formen der Repräsentation (vor allem von Überzeugungen und Wünschen) einerseits und (b) von nicht-repräsentationalen Formen der Sinnesverarbeitung andererseits unterscheidet. Die Vertreter des Anti-Repräsentationalismus hingegen vertreten unterschiedliche Ansichten darüber, was das repräsentationalistische Paradigma ersetzen sollte und wie das Verhältnis zwischen Wahrnehmung und Handlung zu deuten ist. Diese Fragen nach dem Wesen der Wahrnehmung sind eng mit der Frage verknüpft, ob Pflanzen über Wahrnehmung verfügen. Pflanzen reagieren eindeutig auf zahlreiche Umweltreize (Lichtintensität, spektrale Zusammensetzung des Lichts, flüchtige Moleküle in der Luft, Salzgehalt, Luftfeuchtigkeit, Nährstoffe im Boden, Schwerkraft usw.) und passen sich diesen an. Fraglich ist jedoch, ob diese Sinnesprozesse adäquat als perzeptuell charakterisiert werden können." [Google Translate]

(Ferretti, Gabriele, Peter Schulte, & Markus Wild, eds. Philosophy of Plant Cognition: Interdisciplinary Perspectives. New York: Routledge, 2025. pp. 4-5)



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Burkart
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So 11. Jan 2026, 00:59

Consul hat geschrieben :
Sa 10. Jan 2026, 18:27
Burkart hat geschrieben :
Fr 9. Jan 2026, 23:50
Tja, da geht unsere Begrifflichkeit wohl auseinander, aber das scheint mir nicht so wichtig.
Doch, es ist sehr wichtig, die Bedeutungen der in diesem Zusammenhang verwendeten Hauptbegriffe (wie Bewusstsein und Wahrnehmung) zu klären.
Ohne Bezug auf meinen darauf wichtigen Satz ("Hauptsache...") ist das Zitat von mir aus dem Zusammenhang gerissen und insofern verfälscht und gibt somit nicht meinen Punkt wider.



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So 11. Jan 2026, 07:51

Consul hat geschrieben :
Sa 10. Jan 2026, 23:28
Die Gelehrten streiten sich darüber, ob Repräsentationen des Wahrgenommenen Teil des Wesens der (Sinnes-)Wahrnehmung sind. Falls nicht, dann sind repräsentationslose Wahrnehmungen (Wahrnehmungsvorgänge/-zustände) auch frei von Intentionalität.
Warum? Wenn ich die Lampe links von mir direkt wahrnehme, ohne internen Vermittler, dann ist meine Warnung intentional auf einen Gegenstand gerichtet.



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So 11. Jan 2026, 11:42

Consul hat geschrieben :
Sa 10. Jan 2026, 22:54
Burkart hat geschrieben :
Fr 9. Jan 2026, 23:53
Consul hat geschrieben :
Do 8. Jan 2026, 17:24
Mein subjektives Innenleben ist für mich unmittelbar innerlich "greifbar" oder wahrnehmbar – dank meiner Fähigkeit zur Introspektion.
Und das (fett markierte) erwarte ich auch einmal von starker KI, wenn sie selbst aus unserer physischen Realität gelernt, sie verarbeitet, bewertet, gewichtet usw. hat.
"Introspection is a self-scanning process in the brain."

(Armstrong, D. M. A Materialist Theory of the Mind. London: Routledge & Kegan Paul, 1968. p. 324)
Es ist sicher technologisch möglich, eine KI-Maschine mit der Fähigkeit auszustatten, ihre eigenen inneren Zustände zu "scannen" und so Informationen darüber zu gewinnen; doch die Gegenstände eines solchen "Selbstabtastungsvorgangs" müssen keine Zustände des phänomenalen Bewusstseins sein.
Ich bin mir nicht sicher, ob wir nicht unterschiedliche Ebenen beim "subjektiven Innenleben" meinen bzw. ansprechen. Es kann kaum darum gehen, (s)ein Gehirn o.ä. technisch abzuscannen; vielmehr sollte es um ein Nachdenken über Einstellungen, Wissen, Erfahrungen usw. gehen.



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So 11. Jan 2026, 18:23

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
So 11. Jan 2026, 07:51
Consul hat geschrieben :
Sa 10. Jan 2026, 23:28
Die Gelehrten streiten sich darüber, ob Repräsentationen des Wahrgenommenen Teil des Wesens der (Sinnes-)Wahrnehmung sind. Falls nicht, dann sind repräsentationslose Wahrnehmungen (Wahrnehmungsvorgänge/-zustände) auch frei von Intentionalität.
Warum? Wenn ich die Lampe links von mir direkt wahrnehme, ohne internen Vermittler, dann ist meine Warnung intentional auf einen Gegenstand gerichtet.
Im Fall bewusster Wahrnehmung repräsentieren Sinneserscheinungen Sachen oder Sachverhalte, sodass man von phänomenaler Intentionalität sprechen kann.
Im Fall repräsentationsloser unbewusster Wahrnehmung ist keine Intentionalität im Spiel, sondern ein rein kausaler Reizempfang-Reizantwort-Mechanismus, d.i. ein repräsentationsfreier sensomotorischer Prozess.
"Frühe Robotikprojekte basierten auf der Idee, dass Kognition auf der Verarbeitung symbolischer Repräsentationen beruht. Der Roboter Shakey (1966–1972), entwickelt im Labor für Künstliche Intelligenz des damaligen Stanford Research Institute, war beispielsweise darauf programmiert, sich in einem Raum zu bewegen und dabei Blöcken verschiedener Formen und Farben auszuweichen oder sie zu verschieben. Shakeys Verhalten wurde von einem Programm namens STRIPS gesteuert, das symbolisch kodierte Bilder der Blöcke verarbeitete und diese mit gespeicherten Beschreibungen von Shakeys Umgebung kombinierte. Wie der Robotik-Ingenieur [Rodney] Brooks Shakeys Architektur beschreibt, durchläuft sie iterative Abfolgen von Sensorik, Model, Plan und Aktion (Brooks 1991a). Eine Kamera erfasst die Umgebung, ein Computer erstellt aus den Kamerabildern ein symbolisches Modell der Umgebung, das STRIPS-Programm kombiniert dieses Modell mit gespeicherten symbolischen Beschreibungen der Umgebung und erstellt so Handlungspläne. Shakeys Fortschritte waren langsam – manche Aufgaben dauerten Tage – und stark von einer sorgfältig strukturierten Umgebung abhängig, die die Bildverarbeitung erleichterte.

Brooks' Ansatz in der Robotik verwirft die Rechenprinzipien, auf denen Shakey basierte, und setzt stattdessen auf eine von [James] Gibson inspirierte Architektur. Das Ergebnis sind Roboter, die deutlich vielseitiger sind als Shakey jemals war – Roboter, die sich in unübersichtlichen Umgebungen bewegen, Hindernissen ausweichen, sich selbstständig Ziele setzen, Getränkedosen zum Recycling sammeln und vieles mehr. Brooks' „Creatures“ basieren auf einer sogenannten Subsumptionsarchitektur. Anstatt die üblichen Zyklusabläufe aus Sensorik, Model, Plan und Aktion zu durchlaufen, verfügen die Creatures über Sensoren, die direkt mit verhaltensgenerierenden Mechanismen verbunden sind. Beispielsweise waren die Sensoren von Brooks' Roboter Allen direkt mit drei verschiedenen Arten von Verhaltensgeneratoren verbunden: Vermeiden, Umhergehen und Erkunden. Sobald die Sensoren ein Objekt in Allens Weg erkannten, bewirkte der Vermeidungsmechanismus, dass Allen seine Vorwärtsbewegung anhielt, sich umdrehte und dann fortfuhr. Der Umhergehen-Generator schickte Allen einfach in eine zufällige Richtung, während der Erkunden-Generator Allen zu einem ausgewählten Ziel lenkte. Die drei von Brooks so genannten Aktivitätsebene stehen in ständigem Wettbewerb zueinander. Stößt Allen beispielsweise auf ein Hindernis, greift die Vermeidungsebene ein und verhindert eine Kollision. Die Erkundungsebene kann die Aktivität der Umhergehensebene hemmen, um Allen auf Kurs zu seinem Ziel zu halten. Aus dem Zusammenspiel dieser drei Ebenen entsteht unerwartet flexibles und scheinbar zielgerichtetes Verhalten.

Laut Brooks benötigen seine Roboter keine Repräsentationen. In Anlehnung an eine Idee der ökologischen Psychologie erklärt Brooks, dass die Aktivitätsebenen seiner Roboter „Wahrnehmung und Handlung direkt verbinden“ (1991b, 144). Ein so konstruierter Roboter muss die Welt nicht repräsentieren, da er sie „als sein eigenes Modell nutzen“ kann (1991b, 139). Das Verhalten des Roboters entwickelt sich in einem kontinuierlichen Kreislauf: Der Körper bewegt sich, wodurch sich die Reize seiner Sensoren verändern, was wiederum neue Bewegungen auslöst usw. Da nichts „zwischen“ den sensorischen Signalen und dem Verhalten des Roboters steht, ist keine Zwischenfunktion in Form eines Repräsentationszustands erforderlich. Der Roboter benötigt beispielsweise kein Modell seiner Umgebung, um sich in Fluren zu bewegen. Der Bewegungs-Wahrnehmungs-Kreislauf funktioniert auch ohne ein solches Modell." [Google + Consul Translate]

Quelle: https://plato.stanford.edu/entries/embodied-cognition/



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So 11. Jan 2026, 19:03

Burkart hat geschrieben :
So 11. Jan 2026, 11:42
Ich bin mir nicht sicher, ob wir nicht unterschiedliche Ebenen beim "subjektiven Innenleben" meinen bzw. ansprechen. Es kann kaum darum gehen, (s)ein Gehirn o.ä. technisch abzuscannen; vielmehr sollte es um ein Nachdenken über Einstellungen, Wissen, Erfahrungen usw. gehen.
In der Psychologie bedeutet "Introspektion" die innere Wahrnehmung oder Beobachtung des eigenen (bewussten) Geistes. John Locke verwendet das Wort "Reflexion" ("reflection") dafür; aber er meint damit kein (sprachliches) Nachdenken über den eigenen Geist oder etwas anderes, sondern die Introspektion als "die Wahrnehmung der Vorgänge unseres eigenen Geistes in uns" ("the perception of the operations of our own mind within us").

Ich bin übrigens der Meinung, dass ausschließlich Bewusstseinsinhalte (subjektive Erfahrungen) mögliche (unmittelbare) Gegenstände der Introspektion sind, wozu geistige Einstellungen (propositional attitudes) wie Glauben und Wissen nicht zählen. Bewusste Denkungen von Sätzen der Form "Ich glaube/weiß, dass…" können (direkte) Introspektionsobjekte sein, aber entsprechende Glaubungen/Wissungen selbst nicht, weil diese keine subjektiven Erfahrungen sind.

David Armstrong spricht von introspektivem Gewahrsein als einem "self-scanning process", und Ned Block spricht ähnlich von "monitoring-consciousness".
"Monitoring-Bewusstsein nimmt viele Formen an. (…) Eine Form ist das ‚interne Scannen‘: doch es wäre ein Fehler, internes Scannen mit phänomenalem Bewusstsein gleichzusetzen. Wie [Georges] Rey (1983) anmerkt, sind gewöhnliche Laptops zum internen Scannen fähig; aber es wäre absurd, einen Laptop als bewusst zu betrachten. Rey plädiert dafür anzunehmen, dass internes Scannen für Bewusstsein ausreicht, sofern es so etwas gibt, und schließt daraus, dass Bewusstsein ein Begriff ist, der das Bewusstsein von Laptop-Computern sowohl einschließt als auch ausschließt, und dass der Begriff des Bewusstseins somit inkohärent ist. Doch selbst wenn wir ‚internes Scanning-Bewusstsein‘ anerkennen, sollten wir die Vorstellung aufgeben, dass internes Scannen für phänomenales Bewusstsein ausreicht, und somit ergibt sich keine Inkohärenz." [Google + Consul Translate]

(Block, Ned. "Consciousness." In Blackwell Companion to the Philosophy of Mind, edited by Samuel Guttenplan, 210-219. Oxford: Blackwell, 1994. p. 213)



"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding

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