Kunst und Kultur

Architektur, Malerei, Graphik, Design ...
Quk

Mo 26. Mai 2025, 12:00

Wenn die Beule unter der Decke Füße sind, dann ist diese Person wohl ein Kind, weil das Bett viel zu lang ist.

Wenn die Beule unter der Decke Knie sind, dann ist diese Person ganz schön schlank.

Vielleicht sind das weder Füße noch Knie, sondern es ist ein ... Schelm.




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Friederike
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Mo 26. Mai 2025, 13:03

Quk hat geschrieben :
Mo 26. Mai 2025, 12:00
Wenn die Beule unter der Decke Füße sind, dann ist diese Person wohl ein Kind, weil das Bett viel zu lang ist.
Wenn die Beule unter der Decke Knie sind, dann ist diese Person ganz schön schlank.
Vielleicht sind das weder Füße noch Knie, sondern es ist ein ... Schelm.
Unter der Beule der akkurat glattgezogenen Decke sehe ich die Fußspitzen und ja, das Bett ist lang. Es soll ein typisches "Schlafgemach" der damaligen Zeit sein, wie ich las. Also wohl auch ein typisches Bett. Was mich mehr verwundert hat, das ist der zweite Schlafplatz neben Ursula. Sie war noch nicht verheiratet, als sie als Märtyrerin starb. So geht die Legende ...




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Stefanie
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Mo 26. Mai 2025, 13:06

Sie dürfte klein gewesen, wenn sie denn wirklich gelebt hätte. Die Menschen waren sowohl in der Zeit in der das Bild gemalt wurde, wie auch zu der Zeit, in der die Legende der heiligen Ursula spielt, wesentlich kleiner als heute. Sehr viel kleiner. Das sieht man auch, wenn man in Kommern ist oder die Betten im Goethe wie auch Schiller Haus in Weimar sieht. Da passe ich noch nicht mal rein.

Interessant an dem Bild finde ich auch die Größenverhältnisse. Ein sehr hoher Betthimmel, eine noch höhere Decke, alles sehr hoch. Und dazu diese kleine Gestalt im Bett. Selbst der Engel ist im Vergleich zum Raum klein, auch wenn dieser wesentlich "wuchtiger" daher kommt, als die Gestalt im Bett.

Es ist unklar, ob das in Rom oder in Köln ist, nach den Pflanzen dürfte es mehr Rom gewesen sein, und zu diesem Zeitpunkt war sie verlobt, wenn überhaupt. Wie gesagt, es ist eine Legende. Es gibt keine Beweise, dass sie gelebt hat.
Was die Kölner aber nie davon abgehalten hat, mit ihrer Geschichte und den 11.000 Jungfrauen und wie diese damit auch Köln gerettet hatten, schön "Werbung" und damit Geld zu verdienen.



Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
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Quk

Mo 26. Mai 2025, 14:14

Friederike hat geschrieben :
Mo 26. Mai 2025, 13:03
Unter der Beule der akkurat glattgezogenen Decke sehe ich die Fußspitzen und ja, das Bett ist lang.
So seyen dy Fiß das witzisch Eynzelteyl, holde Friederike?




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Friederike
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Mo 26. Mai 2025, 16:33

Quk hat geschrieben :
Mo 26. Mai 2025, 14:14
So seyen dy Fiß das witzisch Eynzelteyl, holde Friederike?
omeingott, ist das Frühneuhochdeutsch oder Schwäbisch? Ja, wenn Du die aufgestellten Fußspützen allerdings für 'ne Beule ansiehst, dann ist der Gag natürlich hin.

Aber die Anrede gefällt mir!




Quk

Mo 26. Mai 2025, 18:03

Das sollte eigentlich das Mitteldeutsch des 15. Jahrhunderts sein, in der Hanover Region, werte Burgfrau.

Hingegen Älbler schwäbisch: "Also seiet dia Fiaß des witzige Oinzeldoil, holdes Friederickle?"
Stuttgarter schwäbisch: "Also send die Fieß des witzige Detail, holde Friederike?"

Das "sch" wird von Nichtschwaben oft missverstanden. Es ist schlichtweg nur ein "scht" für "st". Die Hochdeutschen sagen auch "scht" für "st". Schtraße, Schtuhl etc., sofern das "st" am Wortanfang schteht. Der Unterschied zum Schwäbischen ist einfach nur der, dass die das bei jedem "st" tun und nicht nur am Wortanfang.

Beispiel: Stehpfosten
Hochdeutsche Aussprache: Schtehpfosten
Schwäbische Aussprache: Schtehpfoschten

Ein einzelnes "s" wird nie zum "sch". Nur beim "st". Alles andere, wie k, g, z etc. wird auch nicht zum "sch".




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Friederike
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Mo 26. Mai 2025, 18:25

Quk hat geschrieben :
Mo 26. Mai 2025, 18:03
Schwäbische Aussprache: Schtehpfoschten
An diesem nur bin ich hängengeblieben, denn es scheint mir unbequem für die Mundwerkzeuge zu artikulieren.

Übrigens spricht man in der Region um Bremen herum das "st" als "s-t" und zwar sowohl am Wortanfang als auch in der Wortmitte.




Quk

Mo 26. Mai 2025, 22:14

Ich dachte, Helmut Schmidt war der letzte, der den "s-pitzen S-tein" sachte. Oder ist das nur in Hamburch ausges-torben, aber nich in Bremen?




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Friederike
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Di 27. Mai 2025, 08:49

Das Burgfräulein hat den s-pitzen S-tein nicht -mehr- kennengelernt, obwohl es in HH vor vielen Jahren geboren wurde. Ich kann mich nur erinnern, es sehr gelegentlich einmal gehört zu haben.

Auf Bremen bin ich nur gekommen, weil eine Freundin meiner Mutter, die dort aufgewachsen ist, davon nicht abließ (Frühs-tück sagte sie öfter, es ging mir quer). Vor kurzem ist mit 100 Jahren gestorben (meine Mutter wird im September 103 Jahre).




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Stefanie
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Di 27. Mai 2025, 09:11

Friederike
meine Mutter wird im September 103 Jahre
Wow. Neben dem wichtigen, dass es Deine Mutter ist, ist sie auch eine Jahrhundertzeitzeugin.
Meine Mutter mit ihren 81 Jahren könnte rein rechnerisch die Tochter Deiner Mutter sein.



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Quk

Di 27. Mai 2025, 12:11

Friederike hat geschrieben :
Di 27. Mai 2025, 08:49
Das Burgfräulein hat den s-pitzen S-tein nicht -mehr- kennengelernt, obwohl es in HH vor vielen Jahren geboren wurde.
Als Hamburger Innensenator hast Du Helmut Schmidt nicht mehr kennengelernt? Oder als Bundeskanzler? Hmm, als Bundeskanzler endete er 1982; da war Deine Mutter 61. Also Hamburger Innensenator wahrscheinlich.

Mein Vater ist übrigens auch Jahrgang 1922 (er starb im Alter von 73).




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Friederike
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Di 27. Mai 2025, 15:39

Ich würde Dir gerne antworten und merke, daß ich zunehmend von der "Kunst und Kultur" wegdrifte ... in persönliche Erinnerungen. Vielleicht verziehe ich mich an einen anderen Ort.




Quk

Di 27. Mai 2025, 15:52

Ins Kaffeestübchen?




Quk

Mi 28. Mai 2025, 23:46

Als ein Werk aus "Kunst und Kultur" könnte man auch diesen Faden per se betrachten; das mache ich gerade und mir fällt auf, Jörn, dass der Kopf in Deinem neuen Avatar sich vom Textkörper abwendet, während er sich im vorigen Avatar dem Text zuwendete, als wollte er lesen, was die Leute schreiben. Ist die Kopfrichtung bewusst gewählt, oder vielleicht eher unbewusst, oder ist sie Dir egal und zufällig entstanden? Als alter Perfektionist und Gestalter muss ich leider solche Fragen stellen.




Quk

Do 29. Mai 2025, 00:43

Apropos Körperrichtung: Das hier hatte ich mal für eine Autorin gemalt und beim Malen im Zeitraffer aufgezeichnet. Das Model weist hier in zwei Richtungen zugleich: Mit dem Kopf nach rechts und mit dem Rumpf nach links.

(Wenn man mit der rechten Maustaste ins Bild klickt, erscheint ein Menü, und da kann man unter "Geschwindigkeit" eine noch höhere wählen.)




Jörn Budesheim

Do 29. Mai 2025, 07:53

Quk hat geschrieben :
Mi 28. Mai 2025, 23:46
Als ein Werk aus "Kunst und Kultur" könnte man auch diesen Faden per se betrachten; das mache ich gerade und mir fällt auf, Jörn, dass der Kopf in Deinem neuen Avatar sich vom Textkörper abwendet, während er sich im vorigen Avatar dem Text zuwendete, als wollte er lesen, was die Leute schreiben. Ist die Kopfrichtung bewusst gewählt, oder vielleicht eher unbewusst, oder ist sie Dir egal und zufällig entstanden? Als alter Perfektionist und Gestalter muss ich leider solche Fragen stellen.
Das Foto ist entstanden, weil ein Veranstalter ein Bild von mir wollte. Und als aktuelles Bild habe ich es dann an verschiedenen Stellen verwendet. Die Bewegung ist eigentlich so, dass sich mein Kopf Richtung Betrachter wendet.




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Ottington
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Do 29. Mai 2025, 16:43

Das hing echt in einem Museum.
20250529_144751.jpg
20250529_144751.jpg (1.24 MiB) 2696 mal betrachtet




Jörn Budesheim

Do 29. Mai 2025, 18:29

Findest du es so schrecklich? Sieht im übrigen so aus als sei es unvollendet.




Jörn Budesheim

Do 29. Mai 2025, 19:33

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Der Weg einer Zeichnung :)




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Friederike
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Fr 30. Mai 2025, 10:14

Ottington, stand der Name des Künstlers/der Künstlerin dabei? Unten die Signatur sieht krakelig aus -und meine Idee zu dem Bild ist, daß es sich um eine Karikatur handelt. Die Karikatur einer mittelalterlichen Lesestube (Bibliothek). Im Hintergrund auf der Wand, was wohl aussehen soll wie Höhlenmalerei, die Gesichter sehen nicht europäisch aus. Ein Hinweis darauf, daß an allen Orten der Erde geforscht worden ist?




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