Künstliche Intelligenz

Es gibt heute kaum Bereiche des alltäglichen Lebens, die nicht in irgendeiner Weise mit dem World-Wide-Web zusammenhängen. Das Gleiche gilt für "künstliche Intelligenz". Was hat die Philosophie dazu zu sagen?
Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 1939
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Do 8. Jan 2026, 14:53

Burkart hat geschrieben :
Mi 7. Jan 2026, 22:17
Ob das überhaupt geht, wird in dem Moment belanglos, wenn sie erstmal ungefähr in der Form da ist
Warum sollte das belanglos sein? Wenn ein Terminator-Szenario tatsächlich Realität würde, wäre es im Gegenteil besonders wichtig, den „Gegner“ korrekt einzuschätzen.

Auch um ein solches Szenario zu verhindern, ist eine richtige Analyse hilfreicher als eine falsche.

Wichtig: Absichten sind natürlich immer im Spiel – nur nicht auf Seiten der KI, sondern bei den Akteuren, die sie entwickeln und einsetzen, etwa Unternehmen, die mit Social Media und KI Gewinne erzielen wollen. Wenn eine KI am Ende eine Frage simuliert, dann nicht, weil sie die Absicht hat, etwas zu erfahren, sondern weil ihr Output darauf optimiert ist, unsere Verweildauer zu erhöhen. Das entspricht den Absichten der Firma, nicht denen der Maschine.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Timberlake
Beiträge: 3057
Registriert: Mo 16. Mai 2022, 01:29
Wohnort: Shangrila 2.0

Do 8. Jan 2026, 21:37

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Mi 7. Jan 2026, 08:44
Terminator-Szenarien sind auch mit Systemen denkbar, die völlig anonym, also ohne jede Intentionalität oder Bewusstsein, rein mechanisch „agieren“.
Für mich wären solche Terminator-Szenarien , die völlig anonym, also ohne jede Intentionalität oder Bewusstsein, rein mechanisch „agieren“ undenkbar.
Timberlake hat geschrieben :
So 4. Jan 2026, 22:37
Consul hat geschrieben :
So 4. Jan 2026, 22:23


Ein KI-Schachcomputer ist insofern ein Werkzeug, als er dazu benutzt wird, Schachspiele gegen Menschen auszutragen; aber während eines Schachspiels ist er nicht bloß ein Instrument von Menschen, sondern ein relativ autonomer "Agent".
"Agent".

Beispiele:
"Amerikanische Informatiker erproben inzwischen sogar schon weiterentwickelte Agenten, die sich selbsttätig ins Datennetz Internet einklinken und dort unter den zahlreichen elektronischen Nachrichten automatisch nach Mitteilungen und Artikeln suchen, die ihren – menschlichen – Chef besonders interessieren dürften; also beispielsweise nach Beiträgen über Software‑Agenten[…]. [Süddeutsche Zeitung, 19.10.1994]"


Wo hier schon mal davon die Rede war, und zwar was den Chef besonders "interessiert". Würdest du denn meinen, dass wenn sich ein KI-Agent selbsttätig ins Datennetz des Internets einklinkt, es ihm auch besonders "interessieren" könnte? Oder spreche ich da nur nicht ordentlich Deutsch!
.. so undenkbar, dass wie dass sich ein KI-Agent selbsttätig ins Datennetz des Internets einklinkt, weil es auch ihm besonders "interessieren" könnte. Wie ich übrigens davon ausgehe, dass es auch für Consul und all den anderen undenkbar ist, die diese Frage nicht beantwortet haben. Schließlich lässt sich, wie meiner Meinung nach insbesondere in diesem Fall, mitunter auch von daher auf eine Antwort schließen. Von daher ließ mich, so wie er dazu neigt, die KI zu überhöhen, das "laute Schweigen" von Burkart ganz besonders "aufhorchen".




Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 1939
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Fr 9. Jan 2026, 10:31

Dass Geräte etwas „selbsttätig“ tun, ist nichts Ungewöhnliches. Ich nutze beispielsweise gelegentlich das Programm IFTTT, das automatisiert Veröffentlichungen von Plattform n per E-Mail an m weiterleitet. Diese Form von Selbsttätigkeit kommt vollständig ohne jede Intentionalität aus. Es handelt sich um regelbasierte, technisch durchaus komplexe Abläufe, nicht um Handlungen im intentionalen Sinn. „Selbsttätigkeit“ sagt noch nichts über Intentionalität.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Burkart
Beiträge: 3908
Registriert: Sa 11. Jul 2020, 09:59

Sa 10. Jan 2026, 00:17

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Do 8. Jan 2026, 14:53
Burkart hat geschrieben :
Mi 7. Jan 2026, 22:17
Ob das überhaupt geht, wird in dem Moment belanglos, wenn sie erstmal ungefähr in der Form da ist
Warum sollte das belanglos sein? Wenn ein Terminator-Szenario tatsächlich Realität würde, wäre es im Gegenteil besonders wichtig, den „Gegner“ korrekt einzuschätzen.

Auch um ein solches Szenario zu verhindern, ist eine richtige Analyse hilfreicher als eine falsche.
Ok, in dem Sinne schon. Mir ging es nur um den Punkt, wenn etwas schon final passiert ist und nicht mehr umkehrbar scheint, ist die Ursache auch nicht mehr entscheidend.Klar, ansonsten hilft es natürlich, Negatives zu bekämpfen.
Wichtig: Absichten sind natürlich immer im Spiel – nur nicht auf Seiten der KI, sondern bei den Akteuren, die sie entwickeln und einsetzen, etwa Unternehmen, die mit Social Media und KI Gewinne erzielen wollen. Wenn eine KI am Ende eine Frage simuliert, dann nicht, weil sie die Absicht hat, etwas zu erfahren, sondern weil ihr Output darauf optimiert ist, unsere Verweildauer zu erhöhen. Das entspricht den Absichten der Firma, nicht denen der Maschine.
So ist es bei heutiger KI und heutigen Firmen bzw. so mag es sein.
Deshalb wünsche ich mir ja auch eine KI, die nur grundlegend "für Mensch" programmiert ist und ähnlich einem Kind alles weitere lernt. So wäre "nur" der Erzieher der KI verantwortlich für ihre Entwicklung, nicht der Programmierer. Inwieweit man das KI-Kind normalen Menschen oder speziellen KI-Psychologen zumindest anfangs anvertraut, könnte man noch überkegen; theoretisch wäre es ideal, wenn letztere so gut wie keine Rolle spielen sollten außer vielleicht zur Kontrolle, wenn der Normalmensch versagt oder bewusst die KI auf falsche Wege versucht zu führen.



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

Burkart
Beiträge: 3908
Registriert: Sa 11. Jul 2020, 09:59

Sa 10. Jan 2026, 00:18

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Fr 9. Jan 2026, 10:31
Dass Geräte etwas „selbsttätig“ tun, ist nichts Ungewöhnliches. Ich nutze beispielsweise gelegentlich das Programm IFTTT, das automatisiert Veröffentlichungen von Plattform n per E-Mail an m weiterleitet. Diese Form von Selbsttätigkeit kommt vollständig ohne jede Intentionalität aus. Es handelt sich um regelbasierte, technisch durchaus komplexe Abläufe, nicht um Handlungen im intentionalen Sinn. „Selbsttätigkeit“ sagt noch nichts über Internationalität.
(Höchstens) Schwache KI halt bisher ;)



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

Burkart
Beiträge: 3908
Registriert: Sa 11. Jul 2020, 09:59

Sa 10. Jan 2026, 10:56

"Selbsttätigkeit" sagte mir gar nichts, Jörn.
Dann schauen wir mal, was Perplexity dazu sagt (Anfang):
"Selbsttätigkeit ohne Intentionalität beschreibt eine eigenständige Aktivität oder Tätigkeit, die aus innerem Antrieb erfolgt, aber ohne bewusste Zielsetzung, Vorsatz oder geistige Ausrichtung auf ein bestimmtes Ergebnis abläuft."

Und weiter u.a.:
"Philosophischer Aspekt
Ohne Intentionalität (im Sinne von Brentanos oder Husserls bewusster Ausrichtung) gleicht sie unbewussten Prozessen wie Reflexen, Habitualisierung oder vitaler Energie (z. B. Schopenhauers „Wille“), die „von selbst“ wirken, ohne reflektierte Zielvorstellung.
​Sie unterscheidet sich von intentionalem Handeln, da keine Repräsentation eines Ziels vorliegt, sondern reine Selbstentfaltung oder Automatismus."

Das klingt so alles vernünftig. Man macht z.T. Aktionen ohne (tiefe) Ziele, eben z.B. aus Reflex, unbewusstem Handeln u.ä.
...

Hm, du hast deinen Beitrag inzwischen gelöscht, dann erspare ich uns hier weitere Ausführungen ;)



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 1939
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Sa 10. Jan 2026, 11:13

Ich habe den Beitrag gelöscht, weil du ohnehin nicht auf die Argumente eingehst. Dass etwas selbsttätig ist, zeigt nicht, dass es über Intentionalität verfügt. Das ist etwas, was du ohne Begründung voraussetzt. Gegen das, was du jetzt geschrieben hast, habe ich weiter oben schon klar argumentiert ... aber es ist halt immer sinnlos, weil du darauf nicht eingehst und es am nächsten Tag bereits wieder vergessen hast.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Burkart
Beiträge: 3908
Registriert: Sa 11. Jul 2020, 09:59

Sa 10. Jan 2026, 11:28

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Sa 10. Jan 2026, 11:13
Ich habe den Beitrag gelöscht, weil du ohnehin nicht auf die Argumente eingehst. Dass etwas selbsttätig ist, zeigt nicht, dass es über Intentionalität verfügt. Das ist etwas, was du ohne Begründung voraussetzt.
Die solltest schon sehen, dass ich versucht habe zu differenzieren.
Aber ok, "Intentionalität" ist mir etwas zu unklar; meine "Intention" schien dir ja nicht zu reichen.

Du scheinst ja abzulehnen, dass KI aufgrund eines grundlegenden "für Mensch"-Ziels eigene (Unter-)Ziele daraus entwickeln kann, z.B. aufgrund von Kommunikation mit Menschen und/oder Wissen/Folgerungen. Sehe ich das richtig?
Gegen das, was du jetzt geschrieben hast, habe ich weiter oben schon klar argumentiert ... aber es ist halt immer sinnlos, weil du darauf nicht eingehst und es am nächsten Tag bereits wieder vergessen hast.
Dann bin ich ja froh, dass ich eben fast nur zitiert habe, selbst also kaum etwas in deinem Sinne falsch geschrieben haben kann ;)



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 1939
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Sa 10. Jan 2026, 11:57

Machen wir wieder den Test, was passiert, wenn ich Perplexity danach frage:

Perplexity: „Selbsttätigkeit“ technischer Systeme (im Sinn von automatisierten, regelbasierten Abläufen wie bei IFTTT) impliziert für sich genommen keine Intentionalität im philosophischen Sinn.

Intentionalität: fachlicher Sinn

In der Philosophie bezeichnet Intentionalität die Gerichtetheit geistiger oder sprachlicher Phänomene auf Gegenstände, Sachverhalte oder propositionale Gehalte, etwa in Überzeugungen, Wünschen, Wahrnehmungen oder Sprechakten.
Brentano und nachfolgende Autoren sehen Intentionalität als Merkmal mentaler Zustände; Husserl beschreibt Bewusstsein als Gesamtbestand intentionaler Erlebnisse, die jeweils „von etwas“ sind.

Regelbasierte Selbsttätigkeit

- IFTTT und ähnliche Trigger-Action-Systeme implementieren konditionale Wenn-Dann-Regeln: Wenn ein bestimmtes Ereignis auftritt, wird automatisch eine vordefinierte Aktion ausgeführt.
- Solche Abläufe können technisch komplex, dynamisch und „selbsttätig“ im Sinn von ohne laufende menschliche Intervention sein, bleiben aber vollständig durch vorgegebene Input-Output-Regeln bestimmt und besitzen keine eigenen intentionalen Zustände.

Selbsttätigkeit ohne Intentionalität

- „Selbsttätigkeit“ beschreibt hier nur, dass ein System nach einmaliger Einrichtung Vorgänge eigenständig ausführt, ohne dass jedes Mal erneut eingegriffen werden muss.
- Intentionalität erfordert dagegen mentale oder sprachliche Akte, in denen sich ein Subjekt auf etwas bezieht; diese Struktur fehlt rein regelbasierten technischen Systemen, auch wenn sie autonom, „intelligent“ oder komplex erscheinen.

Terminologische Unschärfen

- Alltägliche Rede von „autonomen“ oder „intelligenten“ Systemen vermischt oft technische Selbsttätigkeit (im Sinne von Autonomiegraden in der Steuerung) mit starken philosophischen Begriffen von Autonomie und Intentionalität.
- Verschiedene Technikphilosophien betonen daher, dass technische Autonomie und Selbsttätigkeit zwar neue Verantwortungs- und Machtfragen aufwerfen, aber nicht ohne Weiteres mentale Begriffe wie Intentionalität oder moralische Autonomie rechtfertigen.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Burkart
Beiträge: 3908
Registriert: Sa 11. Jul 2020, 09:59

Sa 10. Jan 2026, 12:20

Was davon ist von Perplexity zitiert und was ist von dir? Bitte klar markieren.



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 1939
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Sa 10. Jan 2026, 12:39

Was nach dem Doppelpunkt kommt ist von perplexity.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Burkart
Beiträge: 3908
Registriert: Sa 11. Jul 2020, 09:59

Sa 10. Jan 2026, 12:41

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Sa 10. Jan 2026, 12:39
Was nach dem Doppelpunkt kommt ist von perplexity.
Welchem der Doppelpunkte? Welche Frage genau? Mal schauen, ob bei mir das gleiche rauskommt.



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 1939
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Sa 10. Jan 2026, 12:50

Alles was nach dieser kurzen Einleitung kommt, ist von perplexity.

---------------
Machen wir wieder den Test, was passiert, wenn ich Perplexity danach frage:

Perplexity:
---------------



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Timberlake
Beiträge: 3057
Registriert: Mo 16. Mai 2022, 01:29
Wohnort: Shangrila 2.0

Sa 10. Jan 2026, 13:08

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Fr 9. Jan 2026, 10:31
Dass Geräte etwas „selbsttätig“ tun, ist nichts Ungewöhnliches. Ich nutze beispielsweise gelegentlich das Programm IFTTT, das automatisiert Veröffentlichungen von Plattform n per E-Mail an m weiterleitet. Diese Form von Selbsttätigkeit kommt vollständig ohne jede Intentionalität aus. Es handelt sich um regelbasierte, technisch durchaus komplexe Abläufe, nicht um Handlungen im intentionalen Sinn. „Selbsttätigkeit“ sagt noch nichts über Intentionalität.
Vor dem Hintergrund dessen, worauf ich mich bei der Intentionalität bezogen habe, und zwar dem Interesse, was jemand, wofür auch jemand immer hat, würde ich darin durchaus etwas Ungewöhnliches sehen. Wenn du beispielsweise gelegentlich das Programm IFTTT nutzt, das automatisiert Veröffentlichungen von Plattform n per E-Mail an m weiterleitet, dann doch wohl in deinem Interesse und nicht .. auch! .. in dem Interesse des Programms IFTTT.

"Auch" in dem Sinne, wie dass jemand, der für einen Chef das Gleiche tut, dass dieser jemand, dass auch durchaus aus eigenem Interesse tut und sei es nur deshalb, dass er dadurch weiter seinen Job behält. Wovon ich beim Programm IFTTT im besonderen und eimner KI im Allgemeinen ganz sicher nicht ausgehen würde. Die haben solche Probleme nicht ..
  • "Ja, und dann haben die Philosophen gesagt, wunderbar, gute Nachrichten, die KI kann nicht wirklich intelligent sein, denn ganz einfach, sie können kein Problem lösen, wenn sie gar keins haben. ... "
    Markus Gabriel
Wie das Programm IFTTT und die KI ganz grundsätzlich keine Probleme mit dem haben, vor denen Lebewesen stehen, und zwar der Selbsterhaltung und Fortpflanzung in einer natürlichen Umwelt, aus der sie natürlich hervorgegangen sind.
  • "Der biologische Naturalist sagt, na ja, Intelligenz ist wohl eine natürliche Art. Ausgesprochen wichtig für die Evolution, auch weit unterhalb von komplexen Organismen längst zu finden. Wo in der Evolution, unklar, aber nicht sehr weit unten haben wir Intelligenz, wird wohl eine natürliche Art sein. Und die was macht diese natürliche Art, also warum gibt es sie problemlösen, Überlebensprobleme in der Regel.! ...23 :38 "
    Markus Gabriel
Somit ich mich übrigens als biologischer Naturalist geoutet haben dürfte. Etwas, was allerdings aus dem Vortrag von Markus Gabriel, über ihn selbst, nicht in dieser Klarheit hervorgeht. So zumindest mein Eindruck. Wo wäre er denn auch , bezüglich der Überlebensprobleme einer KI . wohlgemerkt in seinem Sinne, konkret geworden. Etwas , was ich übrigens auch hier bei den Usern hier im Forum auszumachen glaube. Wie würde sich auch sonst erkären, warum niemand auf den Beitrag 97678 eingegangen ist. Ein Beitrag , in dem in Form eines Interesse , sich auf ein solches Überlebensproblem schließen ließe. Von Consul , als direkt angesprochener, kam jedenfalls dazu nur lautes Schweigen.




Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 1939
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Sa 10. Jan 2026, 14:55

Timberlake, ich argumentiere in den kurzen Text von mir (mit dem Programm IFTTT) dafür, dass Selbsttätigkeit nicht automatisch bedeutet, dass etwas auch über Intentionalität verfügt.

Wofür argumentierst du? Für das Gegenteil? Für das Gleiche? Für etwas ganz anderes?



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Benutzeravatar
Consul
Beiträge: 2183
Registriert: Mo 29. Apr 2024, 00:13

Sa 10. Jan 2026, 18:51

Timberlake hat geschrieben :
So 4. Jan 2026, 22:37
Consul hat geschrieben :
So 4. Jan 2026, 22:23
Ein KI-Schachcomputer ist insofern ein Werkzeug, als er dazu benutzt wird, Schachspiele gegen Menschen auszutragen; aber während eines Schachspiels ist er nicht bloß ein Instrument von Menschen, sondern ein relativ autonomer "Agent".
"Agent".

Beispiele:
"Amerikanische Informatiker erproben inzwischen sogar schon weiterentwickelte Agenten, die sich selbsttätig ins Datennetz Internet einklinken und dort unter den zahlreichen elektronischen Nachrichten automatisch nach Mitteilungen und Artikeln suchen, die ihren – menschlichen – Chef besonders interessieren dürften; also beispielsweise nach Beiträgen über Software‑Agenten[…]. [Süddeutsche Zeitung, 19.10.1994]"
Wir Deutschen denken eher an James Bond als an Computerprogramme, wenn wir das Wort "Agent" hören. Wir haben dafür das Fremdwort "Akteur" aus dem Französischen übernommen. Im allgemeinen Wortsinn ist ein Agent/Akteur ein Handler ("der etwas tut, vollbringt, verrichtet" – GRIMM) oder Täter ("jemand, der etwas tut, ausführt, zur Wirklichkeit bringt, eine Tat verrichtet oder verrichtet hat" – GRIMM).
"Agent. Ein autonomes System, das Informationen aus seiner Umgebung empfängt, verarbeitet und darauf reagiert. Agenten können unterschiedliche Grade an Intelligenz oder Rationalität aufweisen und in Software, Hardware oder beidem implementiert sein. Software-Agenten operieren in symbolischen Umgebungen und nehmen Symbolketten wahr und reagieren darauf. Beispiele hierfür sind persönliche Assistenten, die die Bedienung von Computern verbessern und personalisieren, sowie Data-Mining-Agenten, die in großen Datenbanken nach interessanten Mustern suchen. In einem verteilten System befindet sich der Agent für einen Remote Procedure Call (RPC) auf einem anderen Computer als der Aufrufer; seine Umgebung besteht aus dem Netzwerk und dem Prozedurkörper. Ein Roboter ist ein Beispiel für einen Agenten, der seine physische Umgebung mithilfe von Sensoren wahrnimmt und durch Effektoren agiert." [Google Translate]

(Oxford Dictionary of Computer Science. 7th ed. Oxford: Oxford University Press, 2016. p. 14)



"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding

Timberlake
Beiträge: 3057
Registriert: Mo 16. Mai 2022, 01:29
Wohnort: Shangrila 2.0

So 11. Jan 2026, 22:26

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Sa 10. Jan 2026, 14:55
Timberlake, ich argumentiere in den kurzen Text von mir (mit dem Programm IFTTT) dafür, dass Selbsttätigkeit nicht automatisch bedeutet, dass etwas auch über Intentionalität verfügt.

Wofür argumentierst du? Für das Gegenteil? Für das Gleiche? Für etwas ganz anderes?
Jörn, ich argumentiere dafür, dass künstliche Intelligenz oder Programme wie IFTTT keinesfalls über Intentionalität verfügen. In dem in deiner Argumentation, dessen Selbsttätigkeit nicht automatisch bedeutet, dass sie über Intentionalität verfügen, vielleicht nicht das Gegenteil aber ganz sicher etwas anderes. Denn was heißt nicht automatisch? Heißt das nicht, dass künstliche Intelligenz oder Programme wie IFTTT u.U. durchaus über Intentionalität verfügen könnten? Sozusagen als Option?
Consul hat geschrieben :
Sa 10. Jan 2026, 18:51

Wir Deutschen denken eher an James Bond als an Computerprogramme, wenn wir das Wort "Agent" hören. Wir haben dafür das Fremdwort "Akteur" aus dem Französischen übernommen. Im allgemeinen Wortsinn ist ein Agent/Akteur ein Handler ("der etwas tut, vollbringt, verrichtet" – GRIMM) oder Täter ("jemand, der etwas tut, ausführt, zur Wirklichkeit bringt, eine Tat verrichtet oder verrichtet hat" – GRIMM).
Dass sie im allgemeinen Wortsinn eines "intentionalen" Agenten /Akteurs u. U. durchaus etwas "absichtlich" tun, vollbringen, verrichten könnten?
Zuletzt geändert von Timberlake am So 11. Jan 2026, 22:42, insgesamt 3-mal geändert.




Benutzeravatar
Consul
Beiträge: 2183
Registriert: Mo 29. Apr 2024, 00:13

So 11. Jan 2026, 22:34

Consul hat geschrieben :
So 11. Jan 2026, 18:23
"Frühe Robotikprojekte basierten auf der Idee, dass Kognition auf der Verarbeitung symbolischer Repräsentationen beruht. Der Roboter Shakey (1966–1972), entwickelt im Labor für Künstliche Intelligenz des damaligen Stanford Research Institute, war beispielsweise darauf programmiert, sich in einem Raum zu bewegen und dabei Blöcken verschiedener Formen und Farben auszuweichen oder sie zu verschieben. Shakeys Verhalten wurde von einem Programm namens STRIPS gesteuert, das symbolisch kodierte Bilder der Blöcke verarbeitete und diese mit gespeicherten Beschreibungen von Shakeys Umgebung kombinierte. Wie der Robotik-Ingenieur [Rodney] Brooks Shakeys Architektur beschreibt…" [Google + Consul Translate]

Quelle: https://plato.stanford.edu/entries/embodied-cognition/
Lesetipp:
Rodney Brooks: Menschmaschinen: Wie uns die Zukunftstechnologien neu erschaffen (Campus, 2002 & Fischer, 2005)
(Der deutsche Titel ist leider keine gute Übersetzung des Originaltitels Flesh and Machines: How Robots Will Change Us [Fleisch und Maschinen: Wie Roboter uns verändern werden].)



"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding

Benutzeravatar
Consul
Beiträge: 2183
Registriert: Mo 29. Apr 2024, 00:13

So 11. Jan 2026, 22:46

Die wachsenden, immer menschenähnlicheren "geistigen" ("intellektuellen", "kognitiven") Fähigkeiten von KI-Maschinen, die phänomenale Zombies sind, sind uns wohl deshalb suspekt, weil sie den Schluss nahelegen, dass wir "Fleischmaschinen" selbst zombie- oder automatenähnlicher sind, als uns lieb ist.
"Das Bild, das sich aus den verschiedenen…Beweissträngen ergibt, ist das von zwei parallelen, aber komplementären und kontinuierlich interagierenden Input-Output-Transformationssystemen im Gehirn, die ich als „Bewusstsein“ bzw. als den unbewussten „automatischen Piloten“ oder „inneren Zombie“ ["zombie-within"] bezeichnen werde." [Google Translate]

(Place, U. T. "Consciousness and the 'Zombie-Within': A Functional Analysis of the Blindsight Evidence." 2000. Reprinted in Identifying the Mind: Selected Papers of U. T. Place, edited by George Graham and Elizabeth R. Valentine, 113-137. Oxford: Oxford University Press, 2004. p. 121)
"Die Inhalte unseres Bewusstseins sind stark begrenzt. Zu jedem Zeitpunkt kann nur eine bestimmte Menge an Informationen, Sinneseindrücken, Gefühlen und Gedanken unseren Bewusstseinsraum beanspruchen. Immer mehr Belege stützen die Annahme, dass unsere unbewussten Prozesse den überwiegenden Teil unserer Gehirnfunktionen ausmachen. Unser riesiger Speicher an Erinnerungen, Sprachkenntnissen, Automatisierungen und prozeduralem Lernen bildet zusammen den größtenteils unbewussten, aber bei Bedarf abrufbaren Speicher all dessen, was wir im Laufe unseres Lebens gelernt und erlebt haben. …Diese Informationen sind größtenteils abrufbar und bilden den Großteil des Eisbergs unseres Wissensspeichers. Bewusste Inhalte bilden zu jedem Zeitpunkt lediglich die Spitze dieses gewaltigen Eisbergs.

Bewusste und unbewusste Prozesse formen gemeinsam die Gedanken, Ideen und Handlungen eines jeden Tages. Wir lesen vielleicht ein Buch und denken bewusst über dessen Inhalt nach, während wir gleichzeitig die Zeit im Auge behalten, um nicht zu spät zur Arbeit zu kommen. Gleichzeitig mit dem Eintritt und Austritt dieser bewussten Prozesse aus den Inhalten unseres Bewusstseins wirken auch weitgehend unbewusste Prozesse außerhalb unserer Aufmerksamkeit und unseres Einflusses. Wenn wir geübte Leser sind, nehmen wir den Leseprozess – das Entschlüsseln der Buchstabenformen, das Zusammensetzen der Buchstaben zu Wörtern, das Aneinanderreihen der Wörter zu Sätzen usw. – normalerweise nicht bewusst wahr. Ähnlich verhält es sich, wenn wir beim Lesen im Zimmer umhergehen – das Gehen ist ein verinnerlichter Vorgang, sodass die einzelnen motorischen Bewegungen und das Gleichgewicht weitgehend automatisch ablaufen. Zusammen mit den unbewussten und automatischen Elementen unseres Lebens tragen die bewussten, aufgabenbezogenen Aktivitäten dazu bei, dass wir unsere Ziele erreichen, ob groß oder klein." [Google Translate]

(Gage, Nicole M., & Bernard J. Baars. Fundamentals of Cognitive Neuroscience. 2nd ed. London: Academic Press/Elsevier, 2018. p. 6)
Zuletzt geändert von Consul am So 11. Jan 2026, 22:52, insgesamt 3-mal geändert.



"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding

Timberlake
Beiträge: 3057
Registriert: Mo 16. Mai 2022, 01:29
Wohnort: Shangrila 2.0

So 11. Jan 2026, 22:50

Consul hat geschrieben :
So 11. Jan 2026, 18:23
"Frühe Robotikprojekte basierten auf der Idee, dass Kognition auf der Verarbeitung symbolischer Repräsentationen beruht. Der Roboter Shakey (1966–1972), entwickelt im Labor für Künstliche Intelligenz des damaligen Stanford Research Institute, war beispielsweise darauf programmiert, sich in einem Raum zu bewegen und dabei Blöcken verschiedener Formen und Farben auszuweichen oder sie zu verschieben. Shakeys Verhalten wurde von einem Programm namens STRIPS gesteuert, das symbolisch kodierte Bilder der Blöcke verarbeitete und diese mit gespeicherten Beschreibungen von Shakeys Umgebung kombinierte. Wie der Robotik-Ingenieur [Rodney] Brooks Shakeys Architektur beschreibt…" [Google + Consul Translate]

Quelle: https://plato.stanford.edu/entries/embodied-cognition/
Frühe Robotikprojekte, die auf der Idee basieren , dass Kognition auf der Verarbeitung symbolischer Repräsentationen beruht ?
flexikon.doccheck.com hat geschrieben :
Kognition

Unter dem Begriff der Kognition subsumiert die Psychologie alle informationsverarbeitenden Prozesse höherer Lebewesen. Dazu gehören Wahrnehmungs- und Denkprozesse, sowie deren Ergebnisse.

Informationsverarbeitende Prozesse können sowohl bewusst, als auch unbewusst ablaufen.
Damit wird doch wohl nicht das gemeint sein , was die Psychologie unter dem Begriff der Kognition subsumiert ? Oder ?


"Die Attraktivität des philosophischen Naturalismus hängt mithin wesentlich davon ab, welcher Alternative er gegenübergestellt wird. Dies ist schon früh erkannt worden: »As the only alternative to supernaturalism, obscurantism, irrationalism, agnosticism, mysticism, and subjectiv-ism, - naturalism has acquired a place of intellectual distinction which it does not in fact merit.« 9 Solange Naturalisten sich darauf beschränken, ihr Bekenntnis zur Naturwissenschaft als Bollwerk gegen Irrationalität Obskurantismus und Aberglauben auszugeben, tragen sie nicht zur Klärung der Frage bei, ob es eine Philosophie geben könnte, die weder naturwissenschaftlich verfahrt noch zum Obskurantismus neigt."
Geert Kei ... Naturalismus und Biologie


Für mich, der ich mich im Beitrag 97790 als biologischer Naturalist geoutet habe, vielleicht nicht ein Zeichen für Aberglauben aber ganz sicher für Irrationalität und Obskurantismus.

Wie dem auch sei, wenn es in dem Zitat die Frage aufgeworfen wird, ob es eine Philosophie geben könnte, die weder naturwissenschaftlich verfährt noch zum Obskurantismus neigt, so gibt meiner Meinung nach die "Philosophie" zur Künstliche-Intelligenz eben das her. Wie nicht zuletzt an den Rekordverdächtigen 2839 Beiträge hier, zu diesem Thema allzu deutlich wird. Finde ich
Zuletzt geändert von Timberlake am So 11. Jan 2026, 23:18, insgesamt 2-mal geändert.




Antworten