Meine Position ist damit nicht richtig wiedergegeben. Die Alternative von „Existenz oder Ursprung“ ist meines Erachtens ohnehin irreführend. Ähnliches gilt für den Ausdruck „allgemeine Intelligenz“. Auch er ist problematisch: Der Zusatz „allgemein“ scheint vor allem den Zweck zu haben, eine Erweiterung des Begriffs unter der Hand vorzubereiten.
Wenn ich mich frage, ob etwas intelligent ist – sei es ein Stein, eine Armbanduhr, ein Taschenrechner, eine Ameise, eine KI oder eine Krähe –, interessiert mich nur eines: Ist es tatsächlich intelligent oder nicht? Das ist, worum es mir geht.
In einem weit verbreiteten Begriffsverständnis gilt etwas dann als intelligent, wenn es die Probleme lösen kann, die sich ihm selbst stellen. Das ist eine notwendige Bedingung; ob sie bereits hinreichend ist, können wir an dieser Stelle offenlassen. Damit scheiden alle Entitäten aus, denen sich überhaupt keine eigenen Probleme stellen, weil sie keine intrinsischen Ziele haben und folglich auch keine Hürden überwinden müssen, um solche Ziele zu erreichen. Stein, Armbanduhr, Taschenrechner und KI sind damit aus dem Rennen. Ob Ameisen über hinreichende Handlungsspielräume verfügen, um als intelligent zu gelten, müssen wir hier nicht entscheiden. Bei Krähen hingegen dürfte es keine Frage sein: Sie sind intelligent.
Werkzeuge wie Armbanduhr, Taschenrechner und KI haben keine eigenen Ziele. Es sind wir, die mit ihnen unsere Ziele zu erreichen versuchen. Wie raffiniert diese Werkzeuge auch gebaut sein mögen, daran ändert sich letztlich nichts.