Scobels Adventskalender und Neujahrsansprache

Jeden Tag ein Türchen mit einer (un)philosophischen Überraschung
Burkart
Beiträge: 3920
Registriert: Sa 11. Jul 2020, 09:59

So 21. Dez 2025, 09:15

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
So 21. Dez 2025, 07:37
Setzt eine Lüge die bewusste Kenntnis der Wahrheit und der Faktenlage voraus? Eigentlich doch nicht, oder? Wer lügt, sagt in Täuschungsabsicht etwas anderes als das, was er für wahr hält. Man kann also auch lügen, also unehrlich sein, wenn man die Wahrheit gar nicht wirklich kennt und sie nur zu kennen meint, dabei aber im Irrtum ist. In manchen Fällen könnte es dann sogar sein, dass man die Wahrheit sagt, obwohl man doch lügen wollte.
Es ist die Frage, ob man die Täuschungsabsicht bei der Lüge als entscheidenden Punkt ansieht oder aber den Wahrheitsgehalt.
Also für mich ist ein Lüge, die ausversehen doch die Wahrheit sagt, nicht so schlimm ;)
...weil sie nichts so kaputt machen kann wie etwas Falsches, denke ich.



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

Burkart
Beiträge: 3920
Registriert: Sa 11. Jul 2020, 09:59

So 21. Dez 2025, 09:33

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
So 21. Dez 2025, 07:53
Burkart hat geschrieben : Tja, oft sind es "nur" unsere Gefühle, die uns beunruhigen lassen anstelle der realen Fakten. Nur dumm, wenn letztere erstere gezielt beeinflussen wie Putins Krieg, Trumps Chaos usw.
Die Tatsache des Krieges manipuliert uns doch nicht; wer sich darüber zurecht empört, ist nicht manipuliert, sondern zeigt eine angemessene Reaktion. Wirkliche Manipulation liegt beispielsweise in gezielten Desinformationskampagnen – etwa durch „Fake-Fabriken“, die die Medien mit Lügen fluten.
Tja, nur dass ein Krieg nie alleine nur eine nackte Tatsache ist, nicht zufällig ist das erste Opfer eines Krieges die Wahrheit und damit ist die Manipulation bzw. deren Versuch schon in der Welt. Putin biegt alles für sich hin, um die Meinung seiner Russen möglichst gut für sich zu haben; Trump lügt ja sowieso, wie sich die Balken biegen (wenn sie nicht schon lange kaputt gegangen sind), aktuell mit (zweiten) Öl(tanker) in Venezuela.
Und die Medien verstärken dann, z.T. so abhängig wie sie heute sind, noch mehr als früher schon.



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

Timberlake
Beiträge: 3079
Registriert: Mo 16. Mai 2022, 01:29
Wohnort: Shangrila 2.0

So 21. Dez 2025, 19:31

Burkart hat geschrieben :
So 21. Dez 2025, 09:33
Putin biegt alles für sich hin, um die Meinung seiner Russen möglichst gut für sich zu haben; Trump lügt ja sowieso, wie sich die Balken biegen (wenn sie nicht schon lange kaputt gegangen sind),
Dazu nur mal zu Info ..


Die Lügenweltmeister aus den USA

Donald Trump und sein Vize J.D. Vance nutzen die autoritäre Macht der Lüge radikal. Sie erschaffen Fakerealitäten und testen aus, wer loyal ist und sich ihnen unterwirft.

In dieser Hinsicht ergibt sich besonders aus Donald Trumps offensichtlichen Lügen eine interessante Erkenntnis. Je offensichtlicher die Lüge ist, desto besser eignet sie sich zur Loyalitätsbestimmung. Bei ihm war es in Vorwahlkampfzeiten perfekt nachvollziehbar anhand der großen Lüge der gestohlenen Wahl 2020. Wer bei Trump irgendetwas werden wollte, wer nicht in seinen destruktiven Bannstrahl geraten wollte, musste sich diese Lüge zu eigen machen.
Das will ich wohl meinen, dass das eine interessante Erkenntnis ist, und zwar dass man dadurch seine Loyalität belegt, in dem man wider besseres Wissen sich einer Lüge anschließt. Dass man so gar mehr noch, die Lüge möglicherweise extra dazu in Welt setzt, um damit auf diese Weise die Loyalität auszutesten.

wissenschaft.de hat geschrieben :
Scham los!

Beide Empfindungen – Scham und Peinlichkeit – zählen zu den so genannten selbstbewussten Emotionen und nehmen deshalb eine Sonderstellung im Konzert der Gefühle ein. „Sie können nur von Lebewesen empfunden werden, die in der Lage sind, sich vorzustellen, dass sie von anderen bewertet werden“, sagt Paul Gilbert, Psychologe von der University of Derby in England. Selbstbewusste Emotionen bedürfen der Fähigkeit, sich in die Sichtweise anderer hineinzuversetzen. Schamgefühle sind wohl der Preis dafür, dass wir soziale Wesen sind, die ohne die Achtung und Anerkennung ihrer Artgenossen nicht existieren können. „Die Aussicht, von der Gruppe ausgeschlossen zu werden, gefährdete das Überleben unserer Vorfahren so stark, dass sie einen intensiven psychischen Schmerz erzeugte“, meint der amerikanische Psychologe Mark R. Leary.
Nur wie kann das sein, wenn Scham und Peinlichkeit angeblich zu den sogenannten selbstbewussten Emotionen zählen? Wenn selbstbewusste Emotionen der Fähigkeit bedürfen, sich in die Sichtweise anderer hineinzuversetzen, dann fehlt es diesen Herrschaften entweder an Selbstbewusstsein oder es fehlt an der Fähigkeit, sich in die Sichtweise anderer hineinzuversetzen. Bei Trump dürfte allerdings klar sein, woran es bei ihm diesbezüglich fehlt.




Benutzeravatar
Dia_Logos
Beiträge: 209
Registriert: Di 12. Sep 2017, 17:00

Mo 22. Dez 2025, 07:01




Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.

Benutzeravatar
Dia_Logos
Beiträge: 209
Registriert: Di 12. Sep 2017, 17:00

Di 23. Dez 2025, 06:52




Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 1980
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Di 23. Dez 2025, 06:57

Was genau soll es eigentlich heißen, dass unsere Kategorien etwas Festes sind? Ich schätze, dass Scobel dabei auch so etwas wie eine Schublade mit den Fingern in die Kamera gezeichnet hat. Aber Kategorien sind natürlich keine Schubladen. Das Bild der Schublade ist vielleicht das Schlechteste, was man sich für eine Kategorie ausmalen kann.

Scobel selbst hat ein einfaches Beispiel dafür gegeben: oben und unten. Wenn man sich dabei seine eigene Geste anschaut, dann wird schon klar, dass es sich dabei keineswegs um etwas Festes handelt, sondern um etwas Vages und Flexibles, das man situationsspezifisch anwenden kann – als Orientierungspunkte in einem fließenden Kontinuum, das selbst ein Teil dessen ist, was die Sätze, die wir sagen, bedeuten. Wenn ich mit jemandem durch den Park spazieren gehe und sage: „Schau mal da oben!“, dann ist diese Situation selbst ein Teil dessen, was mein kleiner Satz bedeutet.

Und zweitens wird durch das „oben-unten“-Beispiel deutlich, dass es sich bei Kategorien nicht um etwas handelt, das generell bloß abgrenzt, sondern um etwas, das im Unterscheiden zugleich vielfältigste Zusammenhänge herstellt: oben ist nicht unten, ist nicht in der Mitte usw. Damit kann man sehr schnell, insbesondere wenn man es mit weiteren Kategorien erweitert, ein komplexes Koordinatensystem aufbauen – also das Gegenteil einer Schublade.

Zudem verständigen wir uns ja nicht nur mit einzelnen Kategorien, sondern mit ganzen Sätzen oder mit 500 oder 1000 Seiten langen Büchern oder eben, wie Scobel selbst, mit ein- bis zweiminütigen kleinen Videos.

Zudem halte ich es für verkürzend zu behaupten, dass es sich dabei bloß um „unsere“ Kategorien handelt. Sie sind schließlich nichts, was wir aus dem „kalten Weltraum“ oder von sonstwoher mitbringen und auf die Welt projizieren, wir sind ja keine Aliens, sondern die Kategorien sind etwas, das wir im direkten Umgang mit der Wirklichkeit selbst erkennen, erfühlen, erfahren, erleben, erleiden. Wir sind schließlich selbst ein Teil der dessen, worüber wir reden.

Dass sie in einer gewissen Hinsicht auch Vereinfachungen oder Komplexitätsreduktionen sind, spricht auch keineswegs per se gegen sie, sofern sie das Wesentliche der Dinge damit angemessen erfassen. Damit ist es oft sogar möglich, auf etwas hinzuweisen, was anders gar nicht in den Blick geraten könnte!



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Burkart
Beiträge: 3920
Registriert: Sa 11. Jul 2020, 09:59

Di 23. Dez 2025, 19:10

Ich denke, er will darauf hinweisen, dass jeglicher Begriff, jede Kategorie usw. von uns irgendwie festgelegt bzw. in unserem Kopf ist und neben ihrer Sinnhaftigkeit auch den Nachteil einer gewissen Eingeschränkheit hat.
Wer z.B. Geist auf Leben festlegt, mag übersehen, dass KI auch geisthafte Handlungen durchführen kann u,ä.



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

Benutzeravatar
Dia_Logos
Beiträge: 209
Registriert: Di 12. Sep 2017, 17:00

Mi 24. Dez 2025, 07:14




Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 1980
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Mi 24. Dez 2025, 07:21

Burkart hat geschrieben :
Di 23. Dez 2025, 19:10
Ich denke, er will darauf hinweisen, dass jeglicher Begriff, jede Kategorie usw. von uns irgendwie festgelegt bzw. in unserem Kopf ist ...
Dein Hinweis auf das „Übersehen“ ist wichtig. Er zeigt: Begriffe stehen unter Korrektheitsbedingungen. Wenn wir beim Begriffsbilden etwas „übersehen“ können, heißt das jedoch zugleich, dass wir Begriffe nicht generell einfach bloß „festlegen“ können. Ein Begriff sollte nämlich zur Wirklichkeit passen. Ob er das tut, entscheidet sich aber nicht in unserem Kopf, sondern an der Sache selbst.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 1980
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Mi 24. Dez 2025, 08:15

„Sapere aude“ wird in der Regel mit „Wage es, selbst zu denken“ übersetzt. Scobel übersetzt aber präziser. Mir war das bisher nicht klar, weshalb ich selbst noch einmal nachrecherchiert habe. Die bessere Übersetzung scheint: „Wage es, weise zu sein.“

Denn „Wage es, selbst zu denken“ halte ich im Grunde für problematisch.

In unserer extrem arbeitsteiligen Gesellschaft ist die Forderung, alles selbst zu durchdenken, schlichtweg verfehlt. Ich kann nicht über Astrophysik, Verkehrsplanung oder Sozialbiologie urteilen, weil mir dazu schlicht das Fachwissen fehlt. Wir müssen (und können in einer freiheitlichen Gesellschaft wie der unseren auch) im Großen und Ganzen kritisch darauf vertrauen, dass die Expertinnen und Experten in diesen Bereichen brauchbare Arbeit leisten; alles andere wäre reine Selbstüberschätzung. Als philosophierender Mensch kann man natürlich auch diese Arbeit kritisch in den Blick nehmen, etwa indem man darauf schaut, ob die Begriffe sinnvoll und präzise verwendet werden. Das ist also kein Plädoyer dafür, alles unkritisch zu übernehmen.

Viel besser ist die eigentliche Bedeutung: Wage es, weise zu sein. Das ist eine ganz andere Hausnummer. Zur Weisheit gehört die Einsicht in die eigenen Grenzen und die Demut vor der Komplexität der Welt. Sie ist unser bester Schutz – zum Beispiel gegen sogenannte „Selbst-“ oder „Querdenker“, die meinen, gut gesichertes Wissen durch Verschwörungsmythen ersetzen zu können. Diese Leute meinen zwar, selbst zu denken, sind aber alles andere als weise. Lieber, lieber Weihnachtsmann, schütze mich vor den „Selbstdenkern“, aber geselle mir möglichst viele weise Männer, Frauen und alle dazwischen an die Seite.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Burkart
Beiträge: 3920
Registriert: Sa 11. Jul 2020, 09:59

Mi 24. Dez 2025, 09:10

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Mi 24. Dez 2025, 08:15
„Sapere aude“ wird in der Regel mit „Wage es, selbst zu denken“ übersetzt. Scobel übersetzt aber präziser. Mir war das bisher nicht klar, weshalb ich selbst noch einmal nachrecherchiert habe. Die bessere Übersetzung scheint: „Wage es, weise zu sein.“
In dem Sinne: Frohes Weihnachtsfest!

PS: Selbst zu denken statt denkend mitzulaufen macht sicher Sinn, natürlich kann man in einer Blase auch zu scheuklappenmäßig und auf's Allgemeine gesehen "falsch" denken.
Weise zu sein klingt gut; wenn es jetzt noch klar wäre, wer genau entscheidend, was weise ist und was nicht ;)
(Dass man nicht alles durchdenken kann und muss a la Astrophysik, dürfte heutzutage klar sein. Ich denke, es geht "nur" um einen Überblick über unser Sein bzw. das Seiende, nicht um viel zu viele Details.)



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 1980
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Mi 24. Dez 2025, 09:13

Niemand entscheidet, was weise ist.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Burkart
Beiträge: 3920
Registriert: Sa 11. Jul 2020, 09:59

Mi 24. Dez 2025, 10:38

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Mi 24. Dez 2025, 09:13
Niemand entscheidet, was weise ist.
Möge dann dies auch niemand missbrauchen, kein Trump, kein Putin, nicht China usw.



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 1980
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Mi 24. Dez 2025, 10:54

Burkart hat geschrieben :
Mi 24. Dez 2025, 10:38
Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Mi 24. Dez 2025, 09:13
Niemand entscheidet, was weise ist.
Möge dann dies auch niemand missbrauchen, kein Trump, kein Putin, nicht China usw.
Burkart hat geschrieben :
Mi 24. Dez 2025, 09:10
Frohes Weihnachtsfest!
Was nutzt schon das Weihnachtsfest (füge hier beliebige andere Begriffe ein, z.B. Atmen, Kaffee/Tee oder Logik), weil China, Trump und Putin? ;)
Scobel hat geschrieben : Heute, eingeklemmt zwischen Fake News auf der einen und permanenter Expertenskepsis auf der anderen Seite, [ich füge hinzu: China, Trump und Putin] brauchen wir diese Fähigkeit und den Willen, eigenständig zu denken mehr denn je.
Frohe Weihnachten! 🎄



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Benutzeravatar
Jörn P Budesheim
Beiträge: 1980
Registriert: Do 3. Jul 2025, 10:15
Wohnort: Kassel
Kontaktdaten:

Mi 24. Dez 2025, 16:31

Burkart hat geschrieben :
Di 23. Dez 2025, 19:10
Ich denke, er will darauf hinweisen, dass jeglicher Begriff, jede Kategorie usw. von uns irgendwie festgelegt bzw. in unserem Kopf ist ...
Einführung in die Sprachphilosophie hat geschrieben : Eine der zentralen Thesen der modernen Sprachphilosophie ist von Putnam entwickelt worden: „Bedeutungen sind nicht im Kopf“. Er gründet seine These auf die Beschreibung von natürlichen Artbegriffen, deren Bezug sich nur relativ zu einer Umwelt und den dort jeweils herrschenden Naturbedingungen angeben lässt. Burge hat diese Entdeckung für sprachliche Äußerungen auf den Inhalt von Gedanken übertragen und so die These entwickelt, die als Anti-Individualismus oder als Externalismus des Geistes bezeichnet wird: Gedankeninhalte sind von der Umwelt und der Sprachgemeinschaft abhängig (und können daher nicht allein durch die Hirnzustände einer Person festgelegt werden). Gedankeninhalte bleiben wesentlich an eine Sprachgemeinschaft gekoppelt ...



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Benutzeravatar
Dia_Logos
Beiträge: 209
Registriert: Di 12. Sep 2017, 17:00

Do 1. Jan 2026, 07:48




Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.

Antworten