Ja, in Deinem vorletzten Kommentar, folgend nach meiner Detail-Kritik. Aber in Deinen anderen "Der Mensch"-Texten ist selten von "Individualität" zu lesen, sondern eher von vagen Abstraktionen wie "Der Mensch ist frei" oder "Die Würde des Menschen ist unantastbar" etc.Jörn Budesheim hat geschrieben : ↑So 30. Jun 2024, 13:38Wieso ist da keine Rede von Individualität, das steht doch eindeutig und unmissverständlich da?
Was ist Philosophie?
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Quk
Ich muss aufgeben.
Gestern hatte ich es schon mit dem Barbier-Paradoxon versucht, bei dem ich schon mit dem Sachverhalt Schwierigkeiten habe.
Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
Königinnen ziehen ihr Schwert.
Königinnen ziehen ihr Schwert.
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Jörn Budesheim
Ich glaube nicht, dass du aufgeben musst und auch nicht, dass du die Russellsche Antinomie verstehen musst, um den Gedanken von Quk nachzuvollziehen. Statt Russellsche Antinomie kannst du durch "kompliziertes logisch mathematisches Problem" :) einsetzen, weil "die den menschlichen Kontext nicht berühren", so Quk.Stefanie: Natürlich ist Gegenstand der Philosophie der Mensch.
Quk: Die Philosophie beschäftigt sich auch mit Sachen wie Mathematik oder Logik; da kommen zwar auch Fragen menschlicher Kontexte auf, aber auch andere Fragen, die den menschlichen Kontext nicht berühren.
Stefanie: Welche Fragen sind das?
Quk: Zum Beispiel Fragen zur Russellschen Antinomie.
Stefanie: Ich muss aufgeben.
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Jörn Budesheim
Zum Thema Würde (des Menschen) geht es hier lang > https://www.dialogos-philosophie.de/vie ... php?t=1530
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Timberlake
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Um zu dieser Frage einmal Hegel zu zitieren und zu interpretieren!Quk hat geschrieben : ↑Sa 29. Jun 2024, 20:30Menschenaffen.
(Das war jetzt halb Spaß, halb Ernst.)
Ganz ernst: Die Philosophie beschäftigt sich auch mit Sachen wie Mathematik oder Logik; da kommen zwar auch Fragen menschlicher Kontexte auf, aber auch andere Fragen, die den menschlichen Kontext nicht berühren. Klar, Philosophierende sind immer Menschen. Und Kuchen backen tun auch immer nur Menschen (oder menschengemachte Backmaschinen). Und deswegen kann ich auch immer irgendwie sagen, beim Backen gehe es um den Menschen. Aber wenn ich auf diese Weise in jeden Gedanken immer den Menschen einbinde, kann ich ebenso mit gleicher Intensität Atome einbinden, und Luft, und Energie und etliche weitere Beteiligte. Denn auch dazu gibt es immer irgendwelche Kontexte, oder nicht?
- "Die Philosophie, indem sie Wissenschaft sein soll, kann, wie ich anderwärts erinnert habe, hierzu ihre Methode nicht von einer untergeordneten Wissenschaft, wie die Mathematik ist, borgen, ..... Sondern es kann nur die Natur des Inhalts sein, welche sich im wissenschaftlichen Erkennen bewegt, indem zugleich diese eigene Reflexion des Inhalts es ist, welche seine Bestimmung selbst erst setzt und erzeugt. ...
Auf diesem sich selbst konstruierenden Wege allein, behaupte ich, ist die Philosophie fähig, objektive, demonstrierte Wissenschaft zu sein."
Hegel ... Wissenschaft der Logik
Im Unterschied zu empirischen Urteilen, ein Abklopfen, wonach wahre mathematische Sätze "naturgemäß" apodiktisch gewiß, zeitlosen , exakt und klar sind. Das sind "zugleich" dessen "eigene Reflexion des Inhalts, welche seine Bestimmung selbst erst setzt und erzeugt. (Hegel) " Ich denke mal und genau deshalb , weil dergleichen zugleich dessen eigene Reflexion erzeugt, kann Philosophie hierzu ihre Methode nicht von einer untergeordneten Wissenschaft, wie der Mathematik, borgen. Wie wollte man auch mit einer mathematischen Methode, die Natur des Inhalts eines mathematischen Satzes reflektieren. Bewegt sich doch ein wissenschaftliches Erkennen der Natur, von was auch immer, ganz sicher jenseits dessen. Um dazu auf Kant zurückzukommen ...das gilt "natürlich" auch und insbesondere für die Natur des Menschen und was man darauf hin wissen kann, tun soll und hoffen darf. Auch diese Bestimmungen werden, um es wiederum mit den Worten Hegels zu formulieren, erst durch sich selbst gesetzt und erzeugt. Weil hier vor kurzem erwähnt , die Achtung der Würde des Menschen wird dadurch ganz sicher "bestimmt".spektrum.de hat geschrieben :
Philosophie der Mathematik
Die Reflexion auf Voraussetzungen, Gegenstand, Methoden und Status der Mathematik bildet seit der Antike ein wichtiges Teilgebiet der Philosophie. Philosophisch ebenso erklärungswie prüfungsbedürftig sind dabei folgende Charakterisierungen: Im Unterschied zu empirischen Urteilen sind wahre mathematische Sätze sicher, apodiktisch gewiß, zeitlos, exakt und klar; ihre durch Beweise zu liefernde Rechtfertigung ist ebensowenig erfahrungsabhängig, wie mathematische Sachverhalte sinnlich wahrnehmbare, raum-zeitliche und kausal wirkende Gegenstände sind; Mathematik läßt sich dennoch anwenden im Bereich der empirischen Wirklichkeit; sie besitzt einen hohen Grad an strenger Systematisierung.