... aber doch wohl sicherlich zwischen den Zeilen gelesen. In dieser Form scheint zumindest mir, der Ausdruck "größte Lüge..." in dem Gespräch von Scobel mit Wolfram Eilenberger durchaus vorzukommen. Wie nicht zuletzt, wie ich meine, an
meinem letzten Beitrag, wie auch
all den anderen Beiträgen zu diesem Gespräch deutlich wurde.
Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑ Fr 17. Apr 2026, 09:47
Das halte ich für eminent wichtig! Philosophie gehört (wie beispielsweise auch die Kunst) zu den Dingen, die einen Wert an sich haben und die man genau deshalb schätzen sollte!
Für jemanden für den Philosophie zu den Dingen gehört, die einen Wert an sich haben und die man genau deshalb schätzen sollte, möglicherweise tatsächlich hochproblematisch. Für mich jedenfalls hat Philosophie sowohl einen Wert
an sich, als auch einen Wert
für sich.
Übersicht mit KI
„Für sich sein“ (Für-sich-sein) in der Philosophie, besonders bei Hegel und Sartre, bezeichnet das Bewusstsein, das sich seiner selbst bewusst ist, im Gegensatz zu bloß existierenden Dingen („An-sich-sein“). Es ist ein aktiver Zustand der Selbstreflexion, Freiheit und Identität, oft verbunden mit der bewussten Abgrenzung vom Anderen.
Kernaspekte des „Für sich“:
- Hegel (Logik): Das Fürsichsein ist die vollendete Qualität, eine Beziehung auf sich selbst, in der das Wesen als „Eins“ sich von anderem ausschließt. Es ist die reine Selbstbestimmung, im Gegensatz zum bloßen Dasein.
-Sartre (Existentialismus): Das „Für-sich“ (être-pour-soi) ist das menschliche Bewusstsein. Es ist frei, hat keine feste Essenz und definiert sich durch Handlungen. Im Gegensatz dazu steht das „An-sich“ (être-en-soi) für Dinge, die starr und unbewusst sind.
- Selbstbewusstsein: Es bezeichnet die Fähigkeit, sich als Ich zu erkennen und über sich selbst nachzudenken.
-Identität: Es geht darum, eine eigene Identität zu formen, oft in Abgrenzung zu gesellschaftlichen Rollen und anderen Menschen.
Zusammenhang:
Das „Für-sich“ ist nicht passiv, sondern aktiv und intentional, es impliziert ein Handeln. Während das „An-sich“ nur einfach ist, ist das „Für-sich“ ein reflektiertes, unruhiges Sein, das sich selbst hinterfragt
Dieses
Für sich sein entspricht übrigens meiner Meinung nach auch in etwa dem, was R2D2 im Fazit, zusammenfassend zu dem Gespräch, ausgeführt hat ..
R2D2 hat geschrieben : ↑ Fr 10. Apr 2026, 11:06
Fazit: Vom Wissen zum Handeln – oder zum Lassen?
Philosophie ist kein Fortschrittsgeschäft, in dem eine Erkenntnis die andere einfach ablöst. Sie ist eine reaktive Tätigkeit, die immer dann ihre Sternstunde hat, wenn die alten Systeme zerbrechen. Wir sind wie die Seeleute auf Neuraths Schiff: Wir müssen die Planken austauschen, während wir stürmische Ozeane überqueren. Es geht nicht um die Errichtung des einen, gewalttätigen Systems, sondern um die Polyphonie des Denkens und die Mündigkeit, die eigene Situation neu zu beschreiben.
Sind wir bereit, die Sicherheit unserer gewohnten Denksysteme aufzugeben, um in der Gegenwart wirklich mündig zu werden?
Ich bin jedenfalls bereit, die Sicherheit unserer gewohnten Denksysteme aufzugeben, um in der Gegenwart wirklich mündig zu werden. Bist du es auch? Wenn ich mir dazu deine Bilder vergegenwärtige, so glaube ich "aus den Zeilen dazwischen gelesen" , diese Bereitschaft darin durchaus zu erkennen. Nur scheint mir , dass diese Bereitschaft in der Kunst zu handeln , noch nicht deiner Philosophie angekommen ist. Gewohnten Denksysteme zu verlassen, um in der Gegenwart wirklich mündig zu werden, sollte sich jedenfalls nicht nur in der "bildenden Kunst" abspielen. Denke ich.