Schlösser, die im Monde liegen

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Quk
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moon




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Nauplios
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Schade, daß dieser Thread zerhackt wurde. Er kann geschlossen werden.




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AndreaH
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Mo 26. Feb 2024, 00:04

Schade, das der Thread geschlossen werden soll. :(
Bin gerade über ein Mondmärchen in meinem Bechstein Märchenbuch gestolpert.




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Nauplios
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AndreaH hat geschrieben :
Mo 26. Feb 2024, 00:04
Schade, das der Thread geschlossen werden soll. :(
Bin gerade über ein Mondmärchen in meinem Bechstein Märchenbuch gestolpert.
Das paßt ja zu dem Photo, das ich Dir vom gestrigen Nachtspaziergang geschickt hab'. Darauf kann man auch den Mann mit dem Holzbündel aus Bechsteins Mondmärchen erkennen. ❤

Es gibt ein bezauberndes Märchen der Brüder Grimm, das erzählt, wie der Mond an den Nachthimmel kam. Dazu an anderer Stelle mehr.




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Jörn Budesheim
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Nauplios hat geschrieben :
So 25. Feb 2024, 23:29
Schade, daß dieser Thread zerhackt wurde. Er kann geschlossen werden.
Der Thread wurde nicht "zerhackt". Und er wird auch nicht geschlossen.




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Jörn Budesheim
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Jörn Budesheim hat geschrieben :
So 25. Feb 2024, 12:14
star
Quk hat geschrieben :
So 25. Feb 2024, 14:53
moon
Die beiden Begriffe "star" und "moon" lassen verschiedene Assoziationen zu und fügen sich ganz hervorragend in den Faden ein, wenn man sich ein wenig darauf einlässt.

Mit "star" kann sowohl der Singvogel gemeint sein, obwohl es wegen der Kleinschreibung nur bedingt passt, aber natürlich ist vor allem der Stern gemeint, insbesondere in seiner metaphorischen Bedeutung, nämlich der Star in der Unterhaltungsindustrie, sei es in der Musik, im Theater, im Film oder in anderen Bereichen. Ich glaube nicht, dass wir diesen Aspekt in diesem Faden schon behandelt haben, ich mag mich täuschen. Was würde Adorno dazu sagen? Warum werden solche Berühmtheiten Star genannt? Eine Metapher, die so in die Wortwörtlichkeit übergegangen ist, dass man sich das kaum je fragt. Wegen der Ausstrahlung der Stars? Weil sie manchen als Orientierung dienen? Wegen ihrer Einzigartigkeit?

"Moon" von Quk könnte zunächst als Hinweis verstanden werden, dass die englische Bedeutung gemeint ist und nicht der Vorgel, außerdem stellt "moon" natürlich den Bezug zum Thema her. Möglicherweise hat es Quk auch als Einladung zu einem Assoziations-Spiel verstanden. Vielleicht sagt er selbst mehr dazu.

Mich persönlich erinnert "moon" vor allem an zwei sehr unterschiedliche Stars, nämlich Frank Sinatra und Michael Jackson: "Fly me to the moon" ist einer der beliebtesten Songs von Frank Sinatra. Das knüpft direkt an die letzten Beiträge an. Ich habe irgendwo gelesen, dass dieses Lied zu einem Symbol für die Erforschung des Weltraums und die Faszination des Menschen für den Mond geworden ist.

Michael Jackson verwandelt sich in dem legendären Musikvideo "Thriller" von 1984 in einen Werwolf. Als der Mond aufgeht, beginnt sich Michael zu verwandeln: seine Haare wachsen, seine Augen werden gelb und er bekommt Reißzähne und Krallen. Noch bekannter ist natürlich Jacksons "Moonwalk", bei dem er irgendwie rückwärts gleitet, obwohl er gleichzeitig vorwärts zu gehen scheint, ein Kommilitone von mir konnte das ziemlich gut imitieren :-) Warum er so heißt, hab ich nicht herausgefunden.




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Jörn Budesheim
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Mo 26. Feb 2024, 09:15

AndreaH hat geschrieben :
Mo 26. Feb 2024, 00:04
Bin gerade über ein Mondmärchen in meinem Bechstein Märchenbuch gestolpert.
Deutsches Märchenbuch, 1847
Das Märchen vom Mann im Mond

Vor uralten Zeiten ging einmal ein Mann am lieben Sonntagmorgen in den Wald, haute sich Holz ab eine großmächtige Welle, band sie, steckte einen Staffelstock hinein, hackte die Welle auf und trug sie nach Hause zu.

Da begegnete ihm unterwegs ein hübscher Mann in Sonntagskleidern, der wollte wohl in die Kirche gehen, blieb stehen, redete den Wellenträger an, und sagte: "Weißt Du nicht, daß auf Erden Sonntag ist, an welchem Tage der liebe Gott ruhte, als er die Welt und alle Tiere und Menschen geschaffen? Weißt Du nicht, daß geschrieben steht im dritten Gebot: Du sollst den Feiertag heiligen?" Der Fragende aber war der liebe Gott selbst; jener Holzhauer jedoch war ganz verstockt und antwortete: "Sonntag auf Erden, oder Mondtag im Himmel, was geht das mich an, und was geht es Dich an?"

"So sollst Du deine Reissigwelle tragen ewiglich!" sprach der liebe Gott, "und weil der Sonntag auf Erden Dir so gar unwert ist, so musst Du fürder ewigen Mondtag haben, und im Mond stehen, ein Warnungsbild für Die, welche den Sonntag mit Arbeit schänden!"

Von der Zeit an steht im Mond immer noch der Mann mit dem Holzbündel, und wird wohl auch so stehen bleiben bis in alle Ewigkeit.

Ludwig Bechstein (1801-1860)

Quelle: https://maerchen.com/bechstein/das-maer ... m-mond.php




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Mo 26. Feb 2024, 10:24

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 26. Feb 2024, 08:33
Noch bekannter ist natürlich Jacksons "Moonwalk", bei dem er irgendwie rückwärts gleitet, obwohl er gleichzeitig vorwärts zu gehen scheint, ein Kommilitone von mir konnte das ziemlich gut imitieren :-) Warum er so heißt, hab ich nicht herausgefunden.
Den Moonwalk gab es schon lange vor Michael Jackson - schon Anfang des 20. Jahrhunderts ... Z.B. kurz bevor Michael Jackson sein "Thriller"-Album herausbrachte (und zum "King of Pop" avancierte) war dieser Auftritt eines Mitglieds der Discofunk-Gruppe "Shalamar" - von der auch die Musik ist - , etwa ab Minute 2.







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Jörn Budesheim
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Mo 26. Feb 2024, 10:31

1+1=3 hat geschrieben :
Mo 26. Feb 2024, 10:24
Den Moonwalk gab es schon lange vor Michael Jackson ...
Ja, das habe ich auch gefunden, als ich danach gegoogelt habe:

"Der Ursprung vom „Moonwalk“ geht mindestens bis in die 1930er-Jahre zurück. Michael Jackson sagte gegenüber Oprah Winfrey, er habe den ikonischen Tanzschritt bei afroamerikanischen Jugendlichen in den Ghettos gesehen und dann nur noch ein wenig weiter entwickelt. Dies dürfte eine leicht „romantisierte“ Version davon sein, wie er sich den „Moonwalk“ beigebracht hatte ..."

Weiterlesen unter https://www.jackson.ch/der-ursprung-vom-moonwalk/ Copyright © jackson.ch




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Quk
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Mo 26. Feb 2024, 11:54

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 26. Feb 2024, 08:33
Jörn Budesheim hat geschrieben :
So 25. Feb 2024, 12:14
star
Quk hat geschrieben :
So 25. Feb 2024, 14:53
moon
Die beiden Begriffe "star" und "moon" lassen verschiedene Assoziationen zu und fügen sich ganz hervorragend in den Faden ein, wenn man sich ein wenig darauf einlässt.

Mit "star" kann sowohl der Singvogel gemeint sein, obwohl es wegen der Kleinschreibung nur bedingt passt, aber natürlich ist vor allem der Stern gemeint, insbesondere in seiner metaphorischen Bedeutung, nämlich der Star in der Unterhaltungsindustrie, sei es in der Musik, im Theater, im Film oder in anderen Bereichen. Ich glaube nicht, dass wir diesen Aspekt in diesem Faden schon behandelt haben, ich mag mich täuschen. Was würde Adorno dazu sagen? Warum werden solche Berühmtheiten Star genannt? Eine Metapher, die so in die Wortwörtlichkeit übergegangen ist, dass man sich das kaum je fragt. Wegen der Ausstrahlung der Stars? Weil sie manchen als Orientierung dienen? Wegen ihrer Einzigartigkeit?

"Moon" von Quk könnte zunächst als Hinweis verstanden werden, dass die englische Bedeutung gemeint ist und nicht der Vorgel, außerdem stellt "moon" natürlich den Bezug zum Thema her. Möglicherweise hat es Quk auch als Einladung zu einem Assoziations-Spiel verstanden. Vielleicht sagt er selbst mehr dazu.
Kurz dazu, weil: der Mond gehört ja zu "Sonne, Mond und Sterne" :-) Ich habe gelesen, die ersten Stars erschienen wohl mit dem Beginn des Kino-Zeitalters, mit den Stummfilmen in den USA. Da kann man viel assoziieren: Im Kino ist es Nacht. Ein Projektor-Schweinwerfer strahlt auf die Leinwand. Das Publikum richtet seine Köpfe nach oben, quasi in den Kino-Himmel. Zudem würde ich Deine drei Fragen bejahen: Die Hauptrollen haben eine besondere Ausstrahlung, und sie können in ihren Handlungen und ihrem Aussehen als Orientierung dienen, und sie sind notwendig einzigartig, denn andernfalls hätte die Masse bereits alles, was sie braucht.

"star" las ich zuerst auf Deutsch. Da der erste Buchstabe klein war, dachte ich an Tippfehler, wobei vielleicht auch das Ende von "stark" hätte fehlen können. Fand Jörn die vorausgehenden Beiträge von Timberlake stark? Gegebenfalls im ironischen Sinne? Hm. Es war wohl doch ein englischer Stern. Klar, dass ich darauf einen moon reintippen musste. Das ist ein künstlerisches Naturgesetz, ein natürliches Kunstgesetz. Ein Plauder-Reflex in der Smalltalk-Ecke. Vom Stern zum Mond. Schön hätte ich gefunden, wenn jemand dieses Himmelskörper-Springen nun auf das Sprachen-Springen verlegt hätte, und nach moon beispielsweise die lateinische Version gebracht hätte: luna. -- Haben wir hier schon über "lunatic" gesprochen? Im Sinne von verrückt? Hatte man den Mond für verrückt erklärt, oder die Verrückten für mondig? Wir sind ja alle ein bisschen verrückt, oder? Ich fand es verrückt, aber menschlich, als Stefanie Naupliosens Buchtipp als Unfreundlichkeit missverstand, und ich fand es verrückt, aber menschlich, als daraufhin Nauplios in verletzter Stimmung mittels Fadenschließantrag mit einer Gegenverletzung reagierte :-)
Zuletzt geändert von Quk am Mo 26. Feb 2024, 11:59, insgesamt 1-mal geändert.




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Jörn Budesheim
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Mo 26. Feb 2024, 11:59

Genau, wir sind hier in: Plauderei, Smalltalk und mehr ... Da darf man auch mit solchen Sachen rechnen und mitmachen.
Quk hat geschrieben :
Mo 26. Feb 2024, 11:54
Da der erste Buchstabe klein war, dachte ich an Tippfehler
Nee, das war bewusst so, um den Vogel auszuschließen :-) Wichtig war mir die Doppeldeutigkeit von Stern und Star/Berühmtheit.




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Jörn Budesheim
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Quk hat geschrieben :
Mo 26. Feb 2024, 11:54
Haben wir hier schon über "lunatic" gesprochen? Im Sinne von verrückt?
Die Suche sagt: nein.




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Nauplios
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Quk hat geschrieben :
Mo 26. Feb 2024, 11:54
... als daraufhin Nauplios in verletzter Stimmung mittels Fadenschließantrag mit einer Gegenverletzung reagierte :-)
Ich hab' ja nichts beantragt ("Der Faden kann geschlossen werden."). Sofern es zu den Schlössern, die im Monde liegen, noch etwas zu sagen gibt, werde ich kein Schloss davor setzen lassen. ;)




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Jörn Budesheim
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Mo 26. Feb 2024, 13:34

Quk hat geschrieben :
Mo 26. Feb 2024, 11:54
Haben wir hier schon über "lunatic" gesprochen? Im Sinne von verrückt?
Zum Begriff "lunatic" habe ich auf die Schnelle leider nichts gefunden, also habe ich bei Gemini, der Google KI nachgefragt. Allerdings sind solche Auskünfte oft nicht viel wert, selbst wenn sie - wie hier - einigermaßen plausibel klingen.
Googles KI Gemini hat geschrieben :
  • Mondgesicht: Im 14. Jahrhundert wurde "lunatic" verwendet, um jemanden mit einem blassen, fleckigen Gesicht zu beschreiben, ähnlich der Oberfläche des Mondes.
  • Wahnsinnig: Ab dem 15. Jahrhundert wurde "lunatic" verwendet, um Menschen mit psychischen Erkrankungen zu beschreiben. Der Mond wurde mit unvorhersehbarem Verhalten und Wahnsinn assoziiert, was zu dieser Verbindung führte.
  • Epileptiker: Im 16. Jahrhundert wurde "lunatic" speziell für Menschen mit Epilepsie verwendet, da man glaubte, dass die Anfälle durch den Mond beeinflusst wurden.
  • Verrückt: Im 19. Jahrhundert wurde "lunatic" als allgemeiner Begriff für jemanden verwendet, der verrückt oder irrational ist.
Heute gilt "lunatic" als veraltet und beleidigend. Es wird nicht mehr in der medizinischen Fachsprache verwendet und sollte vermieden werden, um Menschen mit psychischen Erkrankungen zu beschreiben.




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Quk
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Mo 26. Feb 2024, 14:10

Danke für die Nachforschung. Da geht mir gerade der "lunatic on the grass" durch den Kopf:




(Nach 4:50 kommt eine Pointe.)




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Jörn Budesheim
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Mo 26. Feb 2024, 20:37

AndreaH hat geschrieben :
Mo 26. Feb 2024, 00:04
Bin gerade über ein Mondmärchen in meinem Bechstein Märchenbuch gestolpert.
Ich habe das Märchen herausgesucht. Ich hoffe, ich habe das richtige gefunden. Magst du es?




Timberlake
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Di 27. Feb 2024, 00:45

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 26. Feb 2024, 08:33

Mit "star" kann sowohl der Singvogel gemeint sein, obwohl es wegen der Kleinschreibung nur bedingt passt, aber natürlich ist vor allem der Stern gemeint, insbesondere in seiner metaphorischen Bedeutung, nämlich der Star in der Unterhaltungsindustrie, sei es in der Musik, im Theater, im Film oder in anderen Bereichen. Ich glaube nicht, dass wir diesen Aspekt in diesem Faden schon behandelt haben, ich mag mich täuschen. Was würde Adorno dazu sagen?
  • „Im Satze ‚der Morgenstern ist die Venus‘ haben wir zwei Eigennamen ‚Morgenstern‘ und ‚Venus‘ für denselben Gegenstand. In dem Satze ‚der Morgenstern ist ein Planet‘ haben wir einen Eigennamen: ‚der Morgenstern‘ und ein Begriffswort: ‚ein Planet‘. Sprachlich zwar ist nichts geschehen, als dass ‚die Venus‘ ersetzt ist durch ‚ein Planet‘; aber sachlich ist die Beziehung eine ganz andere geworden. Eine Gleichung ist umkehrbar; das Fallen eines Gegenstandes unter einen Begriff ist eine nicht umkehrbare Beziehung. Das ‚ist‘ im Satze ‚der Morgenstern ist die Venus‘ ist offenbar nicht die blosse Copula, sondern auch inhaltlich ein wesentlicher Theil des Prädicats, so dass in den Worten: ‚die Venus‘ nicht das ganze Prädicat enthalten ist. Man könnte dafür sagen: ‚der Morgenstern ist nichts Anderes als die Venus‘, und hier haben wir, was vorhin in dem einfachen ‚ist‘ lag, in vier Worte auseinander gelegt, und in ‚ist nichts anderes als‘ ist nun ‚ist‘ wirklich nur noch die Copula. Was hier ausgesagt wird, ist also nicht die Venus, sondern nichts Anderes als die Venus. Diese Worte bedeuten einen Begriff, unter den freilich nur ein einziger Gegenstand fällt. Aber ein solcher Begriff muss immer noch von dem Gegenstande unterschieden werden.“

    Gottlob Frege: Über Begriff und Gegenstand
.. wo ..hier! .. schon mal von ihm hier die Rede war , das würde zumindest Gottlob Frege .. dazu ergänzend! .. sagen.Vorausgesetzt man hat auch Interesse an solchen sprachphilosophischen "Aspekten", wonach zwischen Begriff und Gegenstand zu unterscheiden ist. ..
Nauplios hat geschrieben :
Fr 5. Jan 2024, 18:11

Paul Lincke hat mit "Frau Luna" ein Land des Lächelns und lustvoller Zügellosigkeit in Szene gesetzt, das die Träume des Menschen von fernen Welten, von Schlössern, die im Monde liegen, beflügelt. Steppke, Lämmermeier, Pannecke und Frau Pusebach gleiten zwar verklärt ins irdische Dasein zurück - genau genommen schlagen sie auf der Erde wieder auf - doch ihre Illusionen und Sehnsüchte bleiben.

All das hat sich nie ereignet. Durch Wahrheiten sind diese Phantasien nicht beeindruckbar. Sie sind Teil eines Arsenals des überbordenden Denkens, das sich für einen Moment der Disziplinierung durch Vernunft entzogen hat. - Es gibt darüber eine reiche Forschungsliteratur, aber hier sind wir ja in der Abteilung "Plauderei". Also faites vos jeux. ;)
... ggf . infolge eines Arsenals des überbordenden Denkens, das sich für einen Moment der Disziplinierung durch Vernunft entzieht. Ganz so , wie man aus einem Planeten , wie der Venus , einen Morgenstern , aus einem wahrhaftigen Stern , ein Stern in der Unterhaltungsindustrie oder auch aus dem Mond , ein Moonwalk macht. ...
1+1=3 hat geschrieben :
Mo 26. Feb 2024, 10:24

Den Moonwalk gab es schon lange vor Michael Jackson - schon Anfang des 20. Jahrhunderts ... Z.B. kurz bevor Michael Jackson sein "Thriller"-Album herausbrachte (und zum "King of Pop" avancierte) war dieser Auftritt eines Mitglieds der Discofunk-Gruppe "Shalamar" - von der auch die Musik ist - , etwa ab Minute 2.
Dergleichen ist allerdings von daher auch abwertend möglich ..
Googles KI Gemini hat geschrieben :
  • Mondgesicht: Im 14. Jahrhundert wurde "lunatic" verwendet, um jemanden mit einem blassen, fleckigen Gesicht zu beschreiben, ähnlich der Oberfläche des Mondes.
  • Wahnsinnig: Ab dem 15. Jahrhundert wurde "lunatic" verwendet, um Menschen mit psychischen Erkrankungen zu beschreiben. Der Mond wurde mit unvorhersehbarem Verhalten und Wahnsinn assoziiert, was zu dieser Verbindung führte.
  • Epileptiker: Im 16. Jahrhundert wurde "lunatic" speziell für Menschen mit Epilepsie verwendet, da man glaubte, dass die Anfälle durch den Mond beeinflusst wurden.
  • Verrückt: Im 19. Jahrhundert wurde "lunatic" als allgemeiner Begriff für jemanden verwendet, der verrückt oder irrational ist.
Heute gilt "lunatic" als veraltet und beleidigend. Es wird nicht mehr in der medizinischen Fachsprache verwendet und sollte vermieden werden, um Menschen mit psychischen Erkrankungen zu beschreiben.
[/quote]




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Jörn Budesheim
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Di 27. Feb 2024, 08:04

Was wären wir ohne den Mond? Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Der Mond ist unverzichtbar für die Stabilität der Erdachse und somit für verlässliche Jahreszeiten. Ohne ihn würde die Erdachse alle paar Millionen Jahre kräftig ins Trudeln geraten, was verheerende Auswirkungen auf das Klima hätte. Die Erdachse könnte um fast 90 Grad kippen. Dann könnte der Nordpol plötzlich in den Tropen liegen. Der Mond hält die Erdachse jedoch einigermaßen in Position, sodass solche extremen Verhältnisse vermieden werden.

Ohne den Mond wäre die Evolution vermutlich ganz anders gelaufen: Die Kontinente wären ohne Leben, da sich alles Leben im Meer abspielen würde. Denn der Mond verursacht Ebbe und Flut, wodurch auch die Überschwemmungsgebiete an der Küste entstehen. Diese haben für die Evolution eine wichtige Rolle gespielt, da sich hier Amphibien entwickelten, die später an Land krochen und schließlich zu Echsen, Sauriern und Säugetieren wurden...

Quelle: https://www.swr.de/wissen/1000-antworte ... e-104.html




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Di 27. Feb 2024, 08:07

An den Mond

Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz.

Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie des Freundes Auge mild
Über mein Geschick.

Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh' und trüber Zeit,
Wandle zwischen Freud' und Schmerz
In der Einsamkeit.

Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd' ich froh;
So verrauschte Scherz und Kuß
Und die Treue so.

Ich besaß es doch einmal,
Was so köstlich ist.
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt.

Rausche, Fluß, das Tal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüst're meinem Sang
Melodien zu,

Wenn du in der Winternacht
Wütend überschwillst
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.

Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt,

Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)




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Di 27. Feb 2024, 12:57

Der Mond war der Erde früher wesentlich näher. Allein die Gezeiten müssen deshalb in urgeschichtlichen Zeiten viel größer gewesen sein (etwa im "Steinkohlezeitalter Karbon" vor ca. 350 Millionen Jahren als es gigantische - buchstäbliche - Ur-Wälder auf dem Planeten gab).

https://www.nationalgeographic.de/wisse ... 0Kilometer.

(Und die Erde war doch flach - zumindest flacher als heute. Siehe Artikel oben. 😉)

Weiteres zum Thema:
https://www.deutschlandfunk.de/der-mond ... 6%C3%9Fert.

https://www.deutschlandfunk.de/gezeiten ... d-100.html




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