Was ist deutsch? Die Suche einer Nation nach sich selbst

Ethische Fragen und ihre rationale Begründbarkeit bewegen das philosophische Denken in einer Zeit, in der die Politik wieder über "Werte" debattiert und vertraute Grundlagen des politischen Handelns zur Disposition stehen.
Timberlake
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Sa 11. Apr 2026, 14:40

Consul hat geschrieben :
Fr 1. Aug 2025, 22:11
Apropos "Grade des Deutschseins" (L. Mises):

Wie deutsch bin ich?

1. Ich bin ein "bleichgesichtiger", "weißer" Mitteleuropäer (hinsichtlich meines "rassischen" Phänotyps).
2. Ich bin gebürtiger Deutschländer (deutscher Staatsangehöriger) [1
3. Ich bin Deutsch-Muttersprachler.
4. Ich bin im deutschen Kulturraum sozialisiert worden.
5. 1-4 gelten ebenfalls (zumindest) für meine Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und Ururgroßeltern.
6. Der einzige mir bekannte "Migrationshintergrund" in meinem Familienstammbaum während der letzten 300 Jahre besteht in einem im 18. Jh. eingewanderten französischen Hugenotten.
(Wahrscheinlich, aber nicht gesichert ist, dass im 18. Jh. oder der ersten Hälfte des 19. Jh. einige meiner Vorfahren aus dem nahen deutschösterreichischen Raum nach Bayern einwanderten, wobei ich in diesem Fall von innerdeutscher Migration sprechen würde. Die Republik Österreich gab es damals noch nicht.)

Fazit: Ich bin hochgradig deutsch.
.. und was wäre, wenn man kein Deutsch-Muttersprachler wäre, ja mehr noch gar kein Deutsch sprechen kann? Nur anhand dieser Frage deutlich zu machen, woran ich einen hochgradigen Deutschen vor allem festmachen würde - an der Muttersprache

Ich meine, ein "bleichgesichtiger", "weißer" Mitteleuropäer (hinsichtlich seines "rassischen" Phänotyps), kann man auch sein, ohne das man Deutsch-Muttersprachler ist. Wie ich mir übrigens eine Sozialisierung im deutschen Kulturraum, auch ohne dem, dass man deutsch als Muttersprache erlernt hat, möglich erscheint. Auch bei Eltern, Großeltern, Urgroßeltern und Ururgroßeltern, mit einer anderen Muttersprache,

Warum ist man denn vor allem ein Franzose, ein Engländer, ein Pole, ein Spanier, ein Chinese ., wenn nicht dadurch, dass man dort, vor Ort, deren Muttersprache spricht und nicht zu vergessen, sie als solches auch schreiben und lesen kann? Sicherlich wird auch andernorts , z.b in deren Kolonien, französisch und englisch als Muttersprache gesprochen, nur macht das lediglich deutlich, woran ich weiterhin einen hochgradigen Deutschen vor allem festmachen würde -- in Deutschland geboren zu sein.

Fazit: Weil in Deutschland geboren und deutsch als Muttersprache bin ich vor allem hochgradig deutsch.




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Consul
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Sa 11. Apr 2026, 20:44

Timberlake hat geschrieben :
Sa 11. Apr 2026, 14:40
.. und was wäre, wenn man kein Deutsch-Muttersprachler wäre, ja mehr noch gar kein Deutsch sprechen kann? Nur anhand dieser Frage deutlich zu machen, woran ich einen hochgradigen Deutschen vor allem festmachen würde - an der Muttersprache

Fazit: Weil in Deutschland geboren und deutsch als Muttersprache bin ich vor allem hochgradig deutsch.
Deutsch-Muttersprachler zu sein, mag eine notwendige Bedingung ethnischer Deutschheit sein, aber sie allein ist noch nicht hinreichend. Denn die Österreicher und ein Teil der Schweizer sind ebenfalls Deutsch-Muttersprachler, aber keine Deutschen (auch nicht, wenn sie zufällig in Deutschland auf die Welt kamen) – es sei denn, man betrachtet sie aus historischen Gründen als Teil eines staatenübergreifenden "großdeutschen" Ethnos, was fast allen von ihnen aber gar nicht gefallen wird.

Interessante Fußnote:
Es ist historisch sehr wahrscheinlich, dass Österreich ohne das Anschlussverbot nach dem Ersten Weltkrieg Teil Deutschlands geworden wäre, doch die heutige Situation wäre dennoch von zahlreichen Faktoren abhängig.
Hier sind die wichtigsten Aspekte zu dieser hypothetischen Entwicklung:

* Breite Zustimmung nach 1918: Nach dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie sah sich der Rumpfstaat „Deutschösterreich“ als wirtschaftlich nicht lebensfähig. Fast alle politischen Lager (Sozialdemokraten, Christlichsoziale, Großdeutsche) strebten damals den Zusammenschluss mit der Weimarer Republik an.
* Veto der Siegermächte: Das Anschlussverbot in den Verträgen von Versailles und Saint-Germain (1919) wurde von den Alliierten (insbesondere Frankreich) durchgesetzt, um ein übermächtiges Deutschland in der Mitte Europas zu verhindern.
* Wandel der Identität nach 1945: Während vor 1938 ein „deutsches Sendungsbewusstsein“ in Österreich stark war, änderte sich dies nach den Erfahrungen des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs radikal. Im [Österreichischen Staatsvertrag von 1955](https://www.demokratiewebstatt.at/thema ... r-republik) wurde die Unabhängigkeit und das erneute Anschlussverbot festgeschrieben.
* Heutige Situation: Heute hat sich eine starke, eigenständige österreichische Identität gefestigt, die sich deutlich von einer „gesamtdeutschen“ Identität abgrenzt. Meinungsumfragen zeigen seit Jahrzehnten keine nennenswerten Mehrheiten für eine politische Vereinigung. [1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9]

Zusammenfassend: Ohne das Verbot von 1919 wäre die Vereinigung damals fast sicher erfolgt. Ob dieser Staat jedoch die Katastrophen des 20. Jahrhunderts (NS-Zeit, Kalter Krieg) als Einheit überdauert hätte oder – wie das heutige Österreich – auf Souveränität setzen würde, bleibt spekulativ.
Möchtest du mehr über die wirtschaftlichen Gründe erfahren, warum Österreich 1918 den Anschluss suchte?

[1] [https://de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Anschluss ... 6sterreich.)
[2] [https://en.wikipedia.org](https://translate.google.com/translate? ... 20entzogen.)
[3] [https://www.geschichtsforum.de](https://www.geschichtsforum.de/thema/wa ... %20Schweiz.)
[4] [https://en.wikipedia.org](https://translate.google.com/translate? ... rmeiden%20.)
[5] [https://www.johndclare.net](https://translate.google.com/translate? ... 0beitreten.)
[6] [https://de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ste ... 0Wikipedia.)
[7] [https://www.demokratiewebstatt.at](https://www.demokratiewebstatt.at/thema ... n%C3%BCber.)
[8] [https://www.deutschlandfunkkultur.de](https://www.deutschlandfunkkultur.de/oe ... *%20ARD%7C)
[9] [https://www.reddit.com](https://www.reddit.com/r/AskAGerman/com ... ith/?tl=de)

Quelle: Google KI



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Jörn P Budesheim
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So 12. Apr 2026, 10:09

Consul hat geschrieben :
Sa 11. Apr 2026, 05:00
Eine sehr interessante empirische Studie: Ditlmann, Ruth K., & Johannes Kopf-Beck. "The Meaning of Being German: ..."
Ich habe Folgendes gemacht: nachdem ich ein wenig darin geschmökert habe, habe ich das PDF in Google NotebookLM eingegeben und folgende Frage gestellt: „Zeigt die Untersuchung, soweit ich das bisher verstanden habe, dass der Geburtsort für die wenigsten der Befragten entscheidend ist?”

[...] Fazit: Ihre Einschätzung ist korrekt. Der Geburtsort ist für die meisten Befragten nicht das zentrale Kriterium für das „Deutsch-Sein“. Während er für eine Minderheit als Teil eines ethnischen Verständnisses dazugehört, wird er von einem anderen Teil der Bevölkerung lediglich als bürokratischer Zufall ohne tiefere Bedeutung betrachtet. Die Identität wird stattdessen primär über Kultur, Sprache, Werte oder rein formale Kriterien (wie den Pass) definiert.



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Burkart
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So 12. Apr 2026, 10:58

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
So 12. Apr 2026, 10:09
Consul hat geschrieben :
Sa 11. Apr 2026, 05:00
Eine sehr interessante empirische Studie: Ditlmann, Ruth K., & Johannes Kopf-Beck. "The Meaning of Being German: ..."
Ich habe Folgendes gemacht: nachdem ich ein wenig darin geschmökert habe, habe ich das PDF in Google NotebookLM eingegeben und folgende Frage gestellt: „Zeigt die Untersuchung, soweit ich das bisher verstanden habe, dass der Geburtsort für die wenigsten der Befragten entscheidend ist?”

[...] Fazit: Ihre Einschätzung ist korrekt. Der Geburtsort ist für die meisten Befragten nicht das zentrale Kriterium für das „Deutsch-Sein“. Während er für eine Minderheit als Teil eines ethnischen Verständnisses dazugehört, wird er von einem anderen Teil der Bevölkerung lediglich als bürokratischer Zufall ohne tiefere Bedeutung betrachtet. Die Identität wird stattdessen primär über Kultur, Sprache, Werte oder rein formale Kriterien (wie den Pass) definiert.
Da KI gerne zustimmt, würde ich Fragen grundsätzlich lieber offener gestalten a la "Welche Bedeutung hat der Geburtsort" und nicht 'ob entscheidend' o.ä.



Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.

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Jörn P Budesheim
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So 12. Apr 2026, 11:02

NotebookLM fasst hier doch das Dokument, das ich selbst hochgeladen habe, zusammen. NotebookLM ist ein etwas anderes Tool, als z.b ChatGPT.

Auf deine Frage "Welche Bedeutung hat der Geburtsort (gemäß der Umfrage)?" folgt dementsprechend dieselbe Einschätzung wie zuvor: "Der Geburtsort, in der Studie unter dem Begriff „Nativismus“ gefasst, spielt für die befragten deutschen Staatsbürger eine eher untergeordnete Rolle bei der Definition ihrer nationalen Identität."



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Consul
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So 12. Apr 2026, 21:13

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
So 12. Apr 2026, 10:09
Consul hat geschrieben :
Sa 11. Apr 2026, 05:00
Eine sehr interessante empirische Studie: Ditlmann, Ruth K., & Johannes Kopf-Beck. "The Meaning of Being German: ..."
Ich habe Folgendes gemacht: nachdem ich ein wenig darin geschmökert habe, habe ich das PDF in Google NotebookLM eingegeben und folgende Frage gestellt: „Zeigt die Untersuchung, soweit ich das bisher verstanden habe, dass der Geburtsort für die wenigsten der Befragten entscheidend ist?”

[...] Fazit: Ihre Einschätzung ist korrekt. Der Geburtsort ist für die meisten Befragten nicht das zentrale Kriterium für das „Deutsch-Sein“. Während er für eine Minderheit als Teil eines ethnischen Verständnisses dazugehört, wird er von einem anderen Teil der Bevölkerung lediglich als bürokratischer Zufall ohne tiefere Bedeutung betrachtet. Die Identität wird stattdessen primär über Kultur, Sprache, Werte oder rein formale Kriterien (wie den Pass) definiert.
In der Studie kommt das Wort "place of birth" ("Geburtsort") nur einmal in folgendem Zusammenhang vor:
"Legal-Formalistic National Identity Class (26% of Participants)

For me, being German means that I was born in Germany by accident and have a German passport. Nothing more!! (Study Participant)
I happen to be a resident of this country. (Study Participant)


The most frequent and clearly dominant topic in the legal-formalistic class is formalities (.40), which describes the legal requirements for obtaining and holding citizenship. The only other above-average category in this class is nativism (.29) – the formal requirement of having been born in the country. The emphasis on the randomness of place of birth (“accident”, “happen to be”) in the quotes above illustrates that at least some participants list formalities to distance themselves from the notion of a meaningful German national identity. Perhaps they provide politico-legal definitions of citizenships and borders instead of narratives about meaning to express resistance to any form of nationalism."
———
"Rechtsformalistische nationale Identität (26 % der Teilnehmenden)

Für mich bedeutet Deutschsein, dass ich zufällig in Deutschland geboren wurde und einen deutschen Pass habe. Nicht mehr!“ (Studienteilnehmer/in)
Ich bin zufällig Einwohner/in dieses Landes. (Studienteilnehmer/in)


Das häufigste und deutlich dominierende Thema in der rechtsformalistischen Gruppe sind Formalitäten (0,40), die die rechtlichen Voraussetzungen für den Erwerb und Besitz der Staatsbürgerschaft beschreiben. Die einzige weitere Kategorie mit überdurchschnittlichem Anteil ist der Nativismus (0,29) – die formale Voraussetzung, im Land geboren zu sein. Die Betonung der Zufälligkeit des Geburtsortes („zufällig“) in den obigen Zitaten verdeutlicht, dass zumindest einige Teilnehmende Formalitäten auflisten, um sich von der Vorstellung einer bedeutungsvollen deutschen nationalen Identität zu distanzieren. Möglicherweise liefern sie politisch-rechtliche Definitionen von Staatsbürgerschaft und Grenzen anstelle von Sinnnarrativen, um Widerstand gegen jede Form von Nationalismus auszudrücken." [übersetzt von Google]

(Ditlmann, Ruth K., & Johannes Kopf-Beck. "The Meaning of Being German: An Inductive Approach to National Identity." [PDF] Journal of Social and Political Psychology 7/1 (2019): 423–447. p. 435)



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Jörn P Budesheim
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So 12. Apr 2026, 21:38

Consul hat geschrieben :
So 12. Apr 2026, 21:13
In der Studie kommt das Wort "place of birth" ("Geburtsort") nur einmal in folgendem Zusammenhang vor: ...
Notebook LM hat geschrieben : Auch wenn die spezifische Wortfolge „place of birth“ im Text selten ist, ist das Konzept des Geburtsorts (unter dem Label „Nativism“) ein zentraler und mehrfach belegter Bestandteil der Untersuchungsergebnisse. Meine vorherige Antwort bezog sich auf diese umfassenden Daten zur Kategorie „Nativismus“.



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So 12. Apr 2026, 22:39

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
So 12. Apr 2026, 21:38
Consul hat geschrieben :
So 12. Apr 2026, 21:13
In der Studie kommt das Wort "place of birth" ("Geburtsort") nur einmal in folgendem Zusammenhang vor: ...
Notebook LM hat geschrieben : Auch wenn die spezifische Wortfolge „place of birth“ im Text selten ist, ist das Konzept des Geburtsorts (unter dem Label „Nativism“) ein zentraler und mehrfach belegter Bestandteil der Untersuchungsergebnisse. Meine vorherige Antwort bezog sich auf diese umfassenden Daten zur Kategorie „Nativismus“.
Die zentrale Frage der Studie, die den Teilnehmern gestellt wurde, ist What does it mean to be German?.
Unter dem Label "Nativism" wurden folgende Antworten zusammengefasst:

“…means being from Germany.”
“…means being born and raised in Germany.”
“…means to be born and live here.”
“…means this is my origin.”
(p. 431)
———
„…bedeutet, aus Deutschland zu stammen.“
„…bedeutet, in Deutschland geboren und aufgewachsen zu sein.“
„…bedeutet, hier geboren zu sein und hier zu leben.“
„…bedeutet, dass dies meine Herkunft ist.“ (S. 431) [übersetzt von DeepL]

In der Studie wird zwischen vier "Identitätsklassen" unterschieden. Wie man der folgenden Darstellung entnehmen kann, kommen darin nativistische Antworten jeweils mit unterschiedlicher Häufigkeit vor:

Bild
Quelle: Ditlmann, Ruth K., & Johannes Kopf-Beck. "The Meaning of Being German: An Inductive Approach to National Identity." [PDF] Journal of Social and Political Psychology 7/1 (2019): 423–447. p. 434



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So 12. Apr 2026, 22:49

Consul hat geschrieben :
So 12. Apr 2026, 22:39
Die zentrale Frage der Studie, die den Teilnehmern gestellt wurde, ist What does it mean to be German?.
Unter dem Label "Nativism" wurden folgende Antworten zusammengefasst:

“…means being from Germany.”
“…means being born and raised in Germany.”
“…means to be born and live here.”
“…means this is my origin.”
(p. 431)
———
„…bedeutet, aus Deutschland zu stammen.“
„…bedeutet, in Deutschland geboren und aufgewachsen zu sein.“
„…bedeutet, hier geboren zu sein und hier zu leben.“
„…bedeutet, dass dies meine Herkunft ist.“ (S. 431) [übersetzt von DeepL]
OBACHT: Was in der Studie als Nativismus (nativistische Antwort) bezeichnet wird, ist noch nicht Ausdruck einer gleichnamigen fremdenfeindlichen Ideologie:
"Nativismus: eine Ideologie, die davon ausgeht, dass Staaten ausschließlich von Angehörigen der eingeborenen/einheimischen Gruppe (der Nation) bewohnt werden sollten und dass nichteingeborene/nichteinheimische (oder „fremde“) Elemente, seien es Personen oder Ideen, eine fundamentale Bedrohung für den homogenen Nationalstaat darstellen." [übersetzt von Google]

(Mudde, Cas. The Far Right Today. Cambridge: Polity Press, 2019. p. 193)

"Der Nativismus beinhaltet eine Kombination aus Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit. Es ist eine Ideologie, die besagt, dass Staaten ausschließlich von Mitgliedern der einheimischen Gruppe (‚der Nation‘) bewohnt werden sollten und dass nichteinheimische (oder ‚fremde‘) Elemente, ob Personen oder Ideen, grundsätzlich eine Bedrohung für den homogenen Nationalstaat darstellen. Nativismus richtet sich gegen Feinde im In- und Ausland und hat eine lange Geschichte in der gesamten westlichen Welt – sie geht zumindest auf die Native America Party zurück, besser bekannt als American Party oder Know-Nothing-Bewegung, in den Vereinigten Staaten Mitte des 19. Jahrhunderts. In Europa zielte der Nativismus der populistischen radikalen Rechten hauptsächlich auf ‚Einwanderer‘ (einschließlich Gastarbeiter und Flüchtlinge) im Westen und ‚einheimische Minderheiten‘ (z. B. Ungarn oder Roma) im Osten. Die Grundlage der nativistischen Unterscheidung kann vielfältig sein – einschließlich ethnischer, rassistischer und religiöser Vorurteile, die oft in der einen oder anderen Form kombiniert werden. Zum Beispiel Islamophobie, das wichtigste nativistische Gefühl der zeitgenössischen populistischen radikalen Rechten, kombiniert ethnische, religiöse und manchmal sogar rassistische Stereotypen. Gleichzeitig nutzen populistische radikale Rechtsparteien sowohl sozioökonomische als auch soziokulturelle Motivationen, um ihren Nativismus zu „rechtfertigen“." [übersetzt von Google]

(Mudde, Cas. "Introduction to the Populist Radical Right." In The Populist Radical Right: A Reader, edited by Cas Mudde, 1-10. Abingdon: Routledge, 2017. p. 4)
"Nativismus, eine Ideologie, Regierungspolitik oder politische Haltung, die den Interessen und dem Wohlergehen der Einheimischen oder der seit langem dort ansässigen Einwohner eines bestimmten Landes Vorrang vor denen der Einwanderer einräumt, typischerweise indem Einwanderungsbeschränkungen befürwortet oder erlassen werden. Diejenigen, die diese Ansicht vertreten, neigen dazu, den Begriff Nativist abzulehnen oder zu vermeiden und sich stattdessen als „Patrioten“, „Nationalisten“ oder „Populisten“ zu bezeichnen. Nativismus ist jedoch nicht gleichbedeutend mit Patriotismus, Nationalismus oder Populismus; tatsächlich hat er mehr mit Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gemeinsam." [übersetzt von Google]

(Encyclopaedia Britannica: https://www.britannica.com/topic/nativism-politics)



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Jörn P Budesheim
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Mo 13. Apr 2026, 08:41

Consul hat geschrieben :
So 12. Apr 2026, 22:39
Die zentrale Frage der Studie, die den Teilnehmern gestellt wurde, ist What does it mean to be German?.
Du selbst hast die Studie eingeführt. Ja, die zentrale Frage der Studie war "What does it mean to be German?" – und ein zentrales Ergebnis ist, dass Nativismus, also Herkunft und Geburtsort, in der Gesamtverteilung zu den am seltensten genannten Kriterien gehört. Deine Unterscheidung zwischen Nativismus als Studienkategorie und Nativismus als Ideologie mag sachlich richtig sein – aber das ändert nichts am zentralen Ergebnis der Studie.



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Mo 13. Apr 2026, 21:23

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Mo 13. Apr 2026, 08:41
Du selbst hast die Studie eingeführt. Ja, die zentrale Frage der Studie war "What does it mean to be German?" – und ein zentrales Ergebnis ist, dass Nativismus, also Herkunft und Geburtsort, in der Gesamtverteilung zu den am seltensten genannten Kriterien gehört.
Siehe obiges Bild (Figure 1): In der Gesamtverteilung (die vier Identitätsklassen zusammen genommen) stehen nativistische Antworten (häufigkeitsbezogen) an 4. Stelle (von 12), sodass sie nicht "zu den am seltensten genannten Kriterien" gehören.



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Di 14. Apr 2026, 11:44

Consul hat geschrieben :
Mo 13. Apr 2026, 21:23
(häufigkeitsbezogen)
Der Nativismus mag häufig erwähnt worden sein. Das zeigt aber nicht, dass er für die Frage als wichtiges positives Kriterium gesehen wird.



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Do 16. Apr 2026, 19:50

Consul hat geschrieben :
Sa 11. Apr 2026, 04:32
@Jörn: Ich habe mir noch kein Exemplar der neuen Ausgabe von ZEIT GESCHICHTE besorgt…
Heute habe ich es getan.



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Sa 18. Apr 2026, 05:36

Consul hat geschrieben :
Mo 26. Mai 2025, 05:23
Consul hat geschrieben :
Fr 16. Mai 2025, 00:53
Ob ein Personenkollektiv aus ethnologischer/soziologischer Sicht eine Ethnie oder Nation bildet, hängt nicht nur von objektiven Aspekten wie einer gemeinsame Sprache oder einem gemeinsamen Siedlungsgebiet ab, sondern auch und hauptsächlich—oder sogar ausschließlich, wie manche Wissenschaftler meinen—von (inter-)subjektiven Aspekten der kollektiven Selbstrepräsentation (Selbstidentifikation) als ethnische oder nationale Gemeinschaft. Das heißt, zum Volksein gehört ein entsprechendes Selbstverständnis und Wirbewusstsein einer Bevölkerung als Volksgemeinschaft oder völkischem Verband—eine gelebte ethnische/nationale "Identität".
"In the beginning there was no Germany and there were no Germans. In the beginning there was Europe, that is, those parts of western, central and southern Europe which at the time of Charlemagne’s death in 814 formed the Carolingian Empire."
——————
"Am Anfang gab es kein Deutschland und keine Deutschen. Am Anfang war Europa, das heißt jene Teile West-, Mittel- und Südeuropas, die zum Zeitpunkt des Todes Karls des Großen im Jahr 814 das Karolingerreich bildeten." [Google Translate]

(Wende, Peter. A History of Germany. Basingstoke: Palgrave Macmillan, 2005. p. 2)
Wer die deutsche Nation (als völkisches Gebilde) bereits mit den spätantiken und frühmittelalterlichen Germanenstämmen beginnen lässt, der irrt sich. Ebenso irrt sich, wer behauptet, die deutsche Nation sei eine Erfindung der nationalistischen Bewegung im 19. Jahrhundert. (Wohlgemerkt: Nation ≠ Nationalstaat!)
"German identity began to take shape in the late Middle Ages during a period of political weakness and fragmentation for the Holy Roman Empire, the monarchy under which most Germans lived. Between the thirteenth and fifteenth centuries, the idea that there existed a single German people, with its own lands, language and character, became increasingly widespread, as was expressed in written works of the period."
——————
"Die deutsche Identität begann sich im Spätmittelalter herauszubilden, während einer Zeit politischer Schwäche und Zersplitterung des Heiligen Römischen Reiches, der Monarchie, unter der die meisten Deutschen lebten. Zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert verbreitete sich die Vorstellung immer mehr, dass es ein einziges deutsches Volk mit eigenem Land, eigener Sprache und eigenem Charakter gebe, wie in den Schriften dieser Zeit zum Ausdruck kam." [Google Translate]

(Scales, Len. The Shaping of German Identity: Authority and Crisis, 1245–1414. Cambridge: Cambridge University Press, 2012. Klappentext)

"[T]he period between the thirteenth and fifteenth centuries [is] the earliest moment in the German past to yield a significant quantity and variety of evidence invoking the idea of a German people and a German political community."
——————
"Die Zeit zwischen dem dreizehnten und fünfzehnten Jahrhundert ist der früheste Moment in der deutschen Vergangenheit, der eine bedeutende Menge und Vielfalt von Zeugnissen hervorgebracht hat, die die Idee eines deutschen Volkes und einer deutschen politischen Gemeinschaft anführen." [DeepL mit Änderungen meinerseits]

(Scales, Len. The Shaping of German Identity: Authority and Crisis, 1245–1414. Cambridge: Cambridge University Press, 2012. p. 528)
"[V]om 11. Jahrhundert an [tauchten] erste Hinweise auf eine "deutsche" Identität [auf]. In dieser Zeit nahmen die frühesten Vorstellungen davon, was es bedeutet, "deutsch" zu sein, Gestalt an."

(Scales, Len. "Ein erstes Wir." In "Wer sind die Deutschen und seit wann?" ZEIT Geschichte 2/2026: 26–31. S. 28)

"Das Heilige Römische Reich entstand, als sich der Sachse Otto der Große im Jahr 962 in Rom von Papst Johanness XII. zum Kaiser krönen ließ. Damit inszenierte er sich als Erbe der antiken Cäsaren und erhob den Anspruch, Herrscher eines christlichen Römischen Reiches zu sein. 26 Jahre zuvor hatten ihn die Anführer der nördlichen Stämme – Franken, Sachsen, Schwaben und Bayern – als ostfränkischen König anerkannt, und Otto hatte in Aachen den Thron Karls des Großen bestiegen.

Die fränkischen Wurzeln, personifiziert durch die Erinnerung an Karl, der im Jahr 800 ebenfalls in Rom zum Kaiser gekrönt worden war, blieben für das Reich genauso wichtig wie das römische Erbe. Bereits Ende des 10. Jahrhunderts begannen Ottos Nachfolger, sich offiziell als "römische Kaiser" zu bezeichnen. Vom 12. Jahrhundert an hoben sie zudem die "Heiligkeit" ihrer Monarchie hervor.

Kurz nach der Jahrtausendwende trat ein neues Volk erstmals zaghaft in Erscheinung. Aus dieser Zeit stammen erste Erwähnungen von "Deutschen" (Theutonici), von Sprechern einer deutschen Sprache (lingua Theutonica) und von einem deutschen Königreich (regnum Theutonicum). Die neuen Begriffe kamen aber nicht in den "deutschen" Kerngebieten des Reiches auf, sondern – in einer Zeit wachsender Kontakte – an dessen südwestlichen Grenzen und in Italien. Die Menschen dort bezeichneten so die Armeen, die die Kaiser über die Alpen nach Süden führten, sowie deren Sprache und Heimat. "Die Deutschen" betraten also als eine Zuschreibung ihrer Nachbarn und Opfer die Bühne der Geschichte."

(Scales, Len. "Ein erstes Wir." In "Wer sind die Deutschen und seit wann?" ZEIT Geschichte 2/2026: 26–31. S. 28-9)
Fußnoten:
1. Die Entstehung der Deutschen als Ethnie oder Nation (≠ Nationalstaat) war ein sehr langer Prozess, der sich über mehrere Jahrhunderte erstreckte. Ein genaues Geburtsdatum gibt es folglich nicht.

2. Die Aussage "Kurz nach der Jahrtausendwende [1000 n. Chr.] trat ein neues Volk erstmals zaghaft in Erscheinung" darf nicht so missverstanden werden, als hätte zu jener Zeit bereits ein "fertiges", "ausgereiftes" deutsches Volk mit einem einheitlichen Volksbewusstsein existiert.

3. "Regnum Teutonicum oder Regnum Teutonicorum (Teutonia, „Reich der Teutonen“ bzw. Germanen), auch Reich der Deutschen, ist eine Bezeichnung für den nördlich der großen italienischen Ebene gelegenen Teil des Heiligen Römischen Reiches oder auch römisch-deutschen Reiches. In Abgrenzung davon wurde der Begriff Regnum Italicum für Reichsitalien verwendet. Die Bezeichnung war nie offiziell."
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Regnum_Teutonicum)



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Sa 18. Apr 2026, 06:05

"Zu den Grundüberzeugungen der nationalistischen Geschichtsschreibung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts gehörte es, dass die Deutschen schon im Mittelalter ein starkes Bewusstsein für ihre nationale Identität entwickelt hätten. Die Vorfahren hätten sich damals instinktiv als einheitliches Volk verstanden und entsprechend gehandelt. Das schien so offensichtlich, dass man es gar nicht für notwendig hielt, nach Belegen dafür zu suchen. Den Beweis meinte man zirkelschlüssig in den Taten zu erkennen.

Angeblich hätten die Deutschen frühzeitig versucht, ihrem Gefühl der Gemeinsamkeit eine politische Form zu geben. Der Mediävist Martin Lintzel aus Halle beharrte 1942 darauf, dass in dem Vertrag von Verdun von 843, der ein separates östliches Königreich aus dem ehemaligen Reich Karls des Großen schuf, "tatsächlich der Wille des deutschen Volkes zur Selbständigkeit zum Durchbruch gekommen ist". Durch diesen Vertrag entstand das Ostfrankenreich, aus dem dann das Heilige Römische Reich hervorgehen sollte.

So stark und geeint seien die Deutschen bereits im 10. und 11. Jahrhundert gewesen, dass sie ein großes Reich errichtet hätten – ein Reich, das die Geschicke der Christenheit in seinen Händen gehalten und alle anderen Mächte Europas in den Schatten gestellt habe. Das war die inspirierende Botschaft von Wilhelm von Giesebrecht, dessen monumentales Werk Geschichte der deutschen Kaiserzeit um 1871, als ein neues Kaiserreich entstand, in vielen bürgerlichen Salons zu finden war. Im Vorwort zum ersten Band von 1855 hatte Giesebrecht erklärt, warum die Epoche vom 10. bis zum späten 12. Jahrhundert so bedeutsam gewesen sei: Damals sei "unser Volk, durch Einheit stark, zu seiner höchsten Machtentfaltung" gekommen. Vereinte Völker seien mächtige Volker und genössen die ihnen zustehende Stellung in der Welt, verkündete Giesebrecht.

Der Fehler der nationalistischen Geschichtsschreibung war es nicht, eine Verbindung zwischen dem mittelalterlichen Reich und dem Ursprung der "deutschen" Identität herzustellen. Ihr Irrtum bestand darin, einen kausalen Zusammenhang zu konstruieren, der falscher nicht hätte sein können. Denn das Heilige Römische Reich war keine deutsche Schöpfung: In der gesamten ersten Hälfte der 300 Jahre, die Giesebrechts Geschichtswerk umfasst, finden sich in den bekannten Schriften so gut wie keine Hinweise darauf, dass irgendeine der Personen, die er beschrieb, and die Existenz eines "deutschen" Landes oder Volkes glaubte.

Es waren keineswegs "die Deutschen", die ihr mittelalterliches Reich errichteten. Vielmehr war es das Reich, das über Jahrhunderte hinweg unter seinen Bewohnern eine Identität als Deutsche entstehen ließ. Dies geschah gerade nicht in Phasen der Stärke und Stabilität, sondern in Zeiten des Konflikts, der Spannung und der Unsicherheit."

(Scales, Len. "Ein erstes Wir." In "Wer sind die Deutschen und seit wann?" ZEIT Geschichte 2/2026: 26–31. S. 28)



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So 19. Apr 2026, 02:30

Die neue Ausgabe von ZEIT Geschichte über die Deutschen enthält einen Beitrag von Aleida Assmann:
"Keine Angst vor der eigenen Nation: Lange haben Intellektuelle von einer kosmopolitischen Weltgesellschaft geträumt. Doch heute ist klar: Wer die Nation negiert, überlässt sie den Rechtspopulisten."

(Assmann, Aleida. "Keine Angst vor der eigenen Nation." In "Wer sind die Deutschen und seit wann?" ZEIT Geschichte 2/2026: 16–19. S. 16)

"Der Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag am 24. September 2017 hat das Diskussionsklima im Parlament und im gesamten Land verändert. Die AfD möchte wesentliche Kapitel der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts vergessen. Sie empfiehlt allen Ernstes, das alte Modell der »Nation gegen Europa« neu zu beleben. Im Zentrum stehen Gefühle von Stolz und Ehre, verbunden mit einem ethnischen Volksbegriff.

Die politische Sprache der AfD ist geprägt von Gefühlen wie Empörung, Ressentiment, Wut und Zorn. Die Partei wirbt für einen Kult der Stärke. »Wir müssen wehrhafter werden!«, findet Marc Jongen, einer der Vordenker der AfD, und warnt vor einer Entmännlichung des Volkes, das seine Verankerung in heroischen Werten verloren habe. Die deutsche Konsumgesellschaft sei zu einem Quasi-Matriarchat verkommen, weshalb er eine Erneuerung und Stärkung männlich-kriegerischer Tugenden fordert.

Noch einmal: Welchen Nationsbegriff brauchen wir? Einen, der auf Bedrohung und radikale Feindbilder setzt, oder einen, der für kulturelle Vielfalt und friedliches Zusammenleben steht? Was erklären wir für heilig – die Nation, das Volk, den Staat oder die demokratische Verfassung und die Menschenwürde? Das bringt mich zu meinem letzten Punkt.

Eine zivile Nation ist notwendig, um Einwanderer zu integrieren. …"

(Assmann, Aleida. "Keine Angst vor der eigenen Nation." In "Wer sind die Deutschen und seit wann?" ZEIT Geschichte 2/2026: 16–19. S. 19)
Frau Assmann wünscht sich einen zivilen Nationalismus und die AfDler einen ethnischen/ethnokulturellen Nationalismus.
Siehe dazu diesen Beitrag von mir: "Der Nationalismus (und damit zusammenhängend auch der Patriotismus) im ideologischen Spannungsfeld des Links-Rechts-Spektrums"

——————
Ziviler Nationalismus (auch staatsbürgerlicher oder liberaler Nationalismus) definiert die Nation als eine Gemeinschaft von Bürgern, die sich durch das Bekenntnis zu gemeinsamen politischen Werten und Institutionen definiert. Im Gegensatz zu ethnischen Modellen ist er inklusiv gestaltet: Wer die Verfassung und die Gesetze eines Staates akzeptiert, gehört zur Nation – unabhängig von Herkunft, Sprache oder Religion. [1, 2, 3, 4, 5]
## Kernmerkmale

* Willensnation: Die Zugehörigkeit basiert auf einer bewussten Entscheidung und Loyalität gegenüber dem Staat und seinen Prinzipien (z. B. Freiheit, Gleichheit, Demokratie).
* Territorialprinzip: Die Nation umfasst alle Menschen, die innerhalb eines bestimmten Staatsgebiets leben und dieselben Rechte und Pflichten teilen.
* Rechtsgleichheit: Alle Staatsbürger sind vor dem Gesetz gleich; es gibt keine Privilegien aufgrund ethnischer Abstammung.
* Integrationskraft: Er dient als verbindendes Element in multikulturellen Gesellschaften, indem er Identität über eine gemeinsame politische Kultur stiftet. [1, 2, 3, 5, 6, 7, 8]

## Abgrenzung zum ethnischen Nationalismus
Die Unterscheidung zwischen diesen beiden Typen wurde maßgeblich durch den Historiker Hans Kohn geprägt: [3]

| Merkmal [3, 4, 8, 9, 10, 11] | Ziviler Nationalismus | Ethnischer Nationalismus |
|---|---|---|
| Basis der Einheit | Verfassung, Gesetze, Werte | Abstammung, Sprache, Kultur |
| Zugehörigkeit | Erworben (Bürgerschaft) | Geboren (Blut/Erbe) |
| Charakter | Inklusiv & rational | Exklusiv & oft irrational |
| Modell | „Staatsnation“ (z. B. Frankreich) | „Kulturnation“ (z. B. hist. Deutschland) |

## Beispiele in der Praxis

* Frankreich: Seit der Revolution von 1789 gilt die Nation als Gemeinschaft der freien Bürger (citoyens), die sich zur Republik bekennen.
* USA: Die nationale Identität stützt sich primär auf die Ideale der Verfassung und der Unabhängigkeitserklärung („American Dream“).
* Schweiz: Als klassische Willensnation halten gemeinsame politische Institutionen und direkte Demokratie die sprachlich und kulturell verschiedenen Regionen zusammen.
* Sport: Bei internationalen Wettbewerben wie den Olympischen Spielen wird ziviler Nationalismus oft als friedlicher Stolz auf die Leistungen der eigenen Staatsbürger sichtbar. [3, 7, 12, 13, 14]

Möchtest du mehr darüber erfahren, wie sich dieser Begriff vom Verfassungspatriotismus unterscheidet?

[1] [https://de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalismus)
[2] [https://en.wikipedia.org](https://translate.google.com/translate? ... %20basiert.)
[3] [https://www.researchgate.net](https://www.researchgate.net/publicatio ... etrachtung)
[4] [https://global.oup.com](https://translate.google.com/translate? ... 0beruht%20.)
[5] [https://www.bpb.de](https://www.bpb.de/themen/rechtsextremi ... onalismus/)
[6] [https://www.politikum.org](https://www.politikum.org/blog/national ... onisierung)
[7] [https://www.ardmediathek.de](https://www.ardmediathek.de/video/respe ... NjEzMmFmNQ)
[8] [https://www.gra.ch](https://www.gra.ch/bildung/glossar/nati ... onalismus/)
[9] [https://carsten-wieland.de](https://carsten-wieland.de/.cm4all/medi ... h_2001.pdf)
[10] [https://www.reddit.com](https://www.reddit.com/r/AskAnthropolog ... and/?tl=de)
[11] [https://www.youtube.com](https://www.youtube.com/watch?v=ggync-m0WIo)
[12] [https://de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Nationals ... d%20Island.)
[13] [https://auns.ch](https://auns.ch/ein-starkes-nationalbew ... m-beleben/)
[14] [https://www.aboutswitzerland.eda.admin.ch](https://www.aboutswitzerland.eda.admin. ... 20Vielfalt.)

Quelle: Google KI



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So 19. Apr 2026, 06:08

Consul hat geschrieben :
Sa 18. Apr 2026, 05:36
"…Kurz nach der Jahrtausendwende trat ein neues Volk erstmals zaghaft in Erscheinung. Aus dieser Zeit stammen erste Erwähnungen von "Deutschen" (Theutonici), von Sprechern einer deutschen Sprache (lingua Theutonica) und von einem deutschen Königreich (regnum Theutonicum). Die neuen Begriffe kamen aber nicht in den "deutschen" Kerngebieten des Reiches auf, sondern – in einer Zeit wachsender Kontakte – an dessen südwestlichen Grenzen und in Italien. Die Menschen dort bezeichneten so die Armeen, die die Kaiser über die Alpen nach Süden führten [Beton. hinzugef.], sowie deren Sprache und Heimat. "Die Deutschen" betraten also als eine Zuschreibung ihrer Nachbarn und Opfer die Bühne der Geschichte."

(Scales, Len. "Ein erstes Wir." In "Wer sind die Deutschen und seit wann?" ZEIT Geschichte 2/2026: 26–31. S. 28-9)
Zur Etymologie des Substantivs "Volk":
"Volk = die älteste bedeutung ist geschlossene abtheilung von kriegern, heerhaufe; so wurde es von den Slaven entlehnt (altslav. plŭkŭ, kriegsschar) und kam als fremdwort (ein pulk kosaken) wieder zurück.

die alte kriegerische bedeutung des wortes gewinnt ein neues leben mit der veränderung des heerwesens im ausgange des mittelalters, der aufstellung geworbener heere, der differenzierung der waffengattungen; volk, bes. im plur. völker, wird ein allgemeiner ausdruck für soldaten, heer, truppen. erst im 18. jh. beginnt das wort in diesem sinne zu veralten, hält sich aber in gewählter sprache, wenn ältere verhältnisse gemeint sind."

Quelle: GRIMM



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Mo 4. Mai 2026, 22:50

Dynamis hat geschrieben :
Mo 4. Mai 2026, 12:28
Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Mo 4. Mai 2026, 10:40
Bild
Naja, "Nationalismus" an den Kriterien "EU-kritisch, Euro-kritisch, Protektionismus" festzumachen halte ich für eine fehlerhafte Definition. Wenn Friedrich Merz im Wahlkampf mit dem Spruch "Deutschland wieder nach vorne bringen" Werbung macht, fühle ich mich unweigerlich an "Make America Great Again" erinnert. Tut mir Leid, aber für mich ist so etwas Nationalismus in Reinformat. Der Unterschied zwischen der CDU und der AfD ist der, dass der Nationalismus der AfD völkisch geprägt ist, während die CDU aus Deutschland einen profitablen Wirtschaftsstandort machen möchte, sodass es sich also eher um einen wirtschaftsliberalen Nationalismus handelt. Aber nationalistisch sind beide Parteien.
Die wirtschaftsliberalen Konservativen sind (in wirtschaftlicher Hinsicht) internationalistisch, globalistisch eingestellt. Die CDU hat beispielsweise das neue EU-Mercosur-Freihandelsabkommen gewollt & begrüßt!

Zur Frage des Nationalismus und des Begriffs einer Nation:
"Auffassungen der Nation:
„bürgerliche/zivile“ Nationen – „völkische/ethnische“ Nationen:
Multikulturalismus – Liberalismus – Konservatismus – Faschismus
<– inklusiv – exklusiv –>"

(Heywood, Andrew. Political Ideologies: An Introduction. 7th ed. London: Red Globe/Macmillan, 2021. p. 132)

"Bürgerlicher/Ziviler Nationalismus <–> Ethnokultureller Nationalismus:
politische Nation <–> kulturelle/historische Nation
inklusiv <–> exklusiv
Universalismus <–> Partikularismus
gleiche Nationen <–> einzigartige Nationen
rational/prinzipientreu <–> mystisch/emotional
nationale Souveränität <–> nationaler „Geist“
voluntaristisch <–> organisch
basierend auf Staatsbürgerschaft <–> basierend auf Abstammung
zivile Loyalität <–> ethnische Loyalität
kulturelle Vielfalt <–> kulturelle Einheitlichkeit" [übersetzt von Google]

(Heywood, Andrew. Political Ideologies: An Introduction. 7th ed. London: Red Globe/Macmillan, 2021. p. 136)

"Liberaler Nationalismus <—> Expansionistischer Nationalismus:
nationale Selbstbestimmung <—> Nationalchauvinismus
inklusiv <—> exklusiv
voluntaristisch <—> organisch
progressiv <—> reaktionär
rational/prinzipientreu <—> emotional/instinktiv
Menschenrechte <—> nationales Interesse
gleichberechtigte Nationen <—> Hierarchie der Nationen
Konstitutionalismus <—> Autoritarismus
ethnischer/kultureller Pluralismus <—> ethnisch-kulturelle Reinheit
Kosmopolitismus <—> Imperialismus/Militarismus
kollektive Sicherheit <—> Machtpolitik
Supranationalismus <—> internationale Anarchie" [übersetzt von Google Translate]

(Heywood, Andrew. Political Ideologies: An Introduction. 7th ed. London: Red Globe/Macmillan, 2021. p. 142)
"Die Grundaussagen des Nationalismus sind wenige, aber weitreichend. Sie lassen sich wie folgt zusammenfassen:

(1) Die Welt ist in Nationen unterteilt, jede mit ihrem eigenen Charakter, ihrer eigenen Geschichte und ihrem eigenen Schicksal;

(2) die Nation ist die alleinige Quelle politischer Macht;

(3) die Loyalität zur Nation steht über allen anderen Loyalitäten;

(4) um frei zu sein, muss jeder Mensch einer Nation angehören;

(5) jede Nation benötigt volle Selbstverwirklichung und Autonomie;

(6) Weltfrieden und Gerechtigkeit erfordern eine Welt autonomer Nationen.

Dies könnte man als die Kerndoktrin des Nationalismus bezeichnen." [übersetzt von Google]

(Smith, Anthony D. Nationalism. 2nd ed. Cambridge: Polity, 2010. p. 25)

Nationalismus = "eine ideologische Bewegung zur Erlangung und Aufrechterhaltung von Autonomie, Einheit und Identität für eine Bevölkerung, die von einigen ihrer Mitglieder als tatsächliche oder potenzielle ‚Nation‘ betrachtet wird". [übersetzt von Google]

Nation = "eine benannte menschliche Gemeinschaft, die in einem als Heimatland wahrgenommenen Gebiet lebt, gemeinsame Mythen und eine gemeinsame Geschichte, eine ausgeprägte öffentliche Kultur sowie gemeinsame Gesetze und Gebräuche für alle Mitglieder hat". [übersetzt von Google]

(Smith, Anthony D. Nationalism. 2nd ed. Cambridge: Polity, 2010. pp. 9+13)
Fußnote:
Die Definition von "Nation" ist unter Fachleuten umstritten. Smiths eigener Ansatz, der seiner obigen Definition zugrunde liegt, wird Ethnosymbolismus genannt. Er setzt Nationen wohlgemerkt nicht mit Nationalstaaten gleich.
Der Ethnosymbolismus ist ein Forschungsansatz in der Nationalismusforschung, der die Bedeutung von Symbolen, Mythen, Erinnerungen und Traditionen für die Entstehung und den Fortbestand moderner Nationen betont. [1, 2]
Im Kern geht es darum, wie moderne Nationen auf einem kulturellen Fundament älterer ethnischer Gemeinschaften (sogenannter Ethnies) aufbauen. Der Ansatz wurde maßgeblich vom britischen Soziologen Anthony D. Smith geprägt. [2, 3, 4, 5]
## Zentrale Merkmale des Ethnosymbolismus

* Kultureller Kern: Nationen basieren nicht nur auf politischen oder ökonomischen Interessen, sondern auf einem „sozialen und kulturellen Kern“ aus Mythen, Symbolen und gemeinsamen Ahnenvorstellungen.
* Historische Kontinuität: Im Gegensatz zu Modernisten, die die Nation als rein neuzeitliches Produkt der Industrialisierung sehen, betont der Ethnosymbolismus die Wurzeln in vormodernen ethnischen Identitäten.
* Mythen und Symbole: Eine Nation wird durch Erzählungen über die gemeinsame Herkunft (Gründungsmythen), religiöse Symbole, Denkmäler oder historische Helden zusammengehalten, die eine kollektive Identität stiften.
* Eliten und Massen: Der Ansatz untersucht die Wechselwirkung zwischen Eliten, die nationale Narrative prägen, und der breiten Bevölkerung, die diese Symbole annimmt oder transformiert. [1, 3, 4, 6, 7, 8, 9]

## Abgrenzung zu anderen Theorien
Der Ethnosymbolismus wird oft als Mittelweg zwischen zwei anderen Positionen beschrieben: [6]

1. Modernismus: Sieht Nationen als künstliche Konstrukte der Moderne (z. B. durch Massenmedien oder Kapitalismus). Der Ethnosymbolismus hält dagegen, dass diese Konstrukte nur funktionieren, wenn sie an bereits existierende ethnische Wurzeln anknüpfen.
2. Primordialismus: Geht davon aus, dass Nationen „schon immer“ da waren und auf biologischer Abstammung beruhen. Der Ethnosymbolismus erkennt an, dass Nationen moderne Phänomene sind, betont aber die kulturelle und symbolische Evolution aus früheren Gemeinschaften. [1, 6, 7]

In Werken wie dem bei [Google Books](https://books.google.de/books?id=aNuqBgAAQBAJ) verfügbaren Nationalism and Ethnosymbolism wird die Theorie anhand zahlreicher Fallstudien (z. B. Musik, Poesie und Geschichte) vertieft. [5, 8]
Möchtest du mehr darüber erfahren, wie der Ethnosymbolismus konkret die Entstehung einer bestimmten Nation erklärt?

[1] [https://en.wikipedia.org](https://en.wikipedia.org/wiki/Ethnosymbolism)
[2] [https://www.mythsformodernity.com](https://www.mythsformodernity.com/ethno ... ationalism)
[3] [https://www.monash.edu](https://www.monash.edu/arts/philosophic ... ng%20haben)
[4] [https://www.researchgate.net](https://www.researchgate.net/publicatio ... ationalism)
[5] [https://smerdaleos.files.wordpress.com](https://smerdaleos.files.wordpress.com/ ... sm-and.pdf)
[6] [https://de.scribd.com](https://de.scribd.com/document/44671890 ... olism-docx)
[7] [https://www.cambridge.org](https://translate.google.com/translate? ... wandeln%20.)
[8] [https://books.google.de](https://books.google.de/books?id=aNuqBgAAQBAJ)
[9] [https://www.researchgate.net](https://translate.google.com/translate? ... ukturieren.)

Quelle: Google KI



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Dynamis
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Di 5. Mai 2026, 10:37

Consul hat geschrieben :
Mo 4. Mai 2026, 22:50
Die wirtschaftsliberalen Konservativen sind (in wirtschaftlicher Hinsicht) internationalistisch, globalistisch eingestellt. Die CDU hat beispielsweise das neue EU-Mercosur-Freihandelsabkommen gewollt & begrüßt!
An meiner Universität gibt es diese Woche eine Veranstaltung mit dem Titel "Die globale Rechte", wo es darum gehen soll, wie die AfD die Demokratie gefährdet. Wenn AfD-Politiker global agieren können, sind die wirtschaftsliberalen Konversativen sicherlich ebenfalls "internationalistisch" und "globalistisch" eingestellt.

Ich kritisiere an dieser Stelle (genauso wie ich das bei der Graphik von Harry Lehmann tue), dass du Freihandel als Kriterium verwendest. Das hat keinerlei Aussagekraft dahingehend, ob es sich bei wirtschaftsliberalen Konservativen um Nationalisten handelt oder nicht. Vgl. die von dir zitierte Definition:
Smith hat geschrieben : "Die Grundaussagen des Nationalismus sind wenige, aber weitreichend. Sie lassen sich wie folgt zusammenfassen:

(1) Die Welt ist in Nationen unterteilt, jede mit ihrem eigenen Charakter, ihrer eigenen Geschichte und ihrem eigenen Schicksal;

(2) die Nation ist die alleinige Quelle politischer Macht;

(3) die Loyalität zur Nation steht über allen anderen Loyalitäten;

(4) um frei zu sein, muss jeder Mensch einer Nation angehören;

(5) jede Nation benötigt volle Selbstverwirklichung und Autonomie;

(6) Weltfrieden und Gerechtigkeit erfordern eine Welt autonomer Nationen.

Dies könnte man als die Kerndoktrin des Nationalismus bezeichnen." [übersetzt von Google]

(Smith, Anthony D. Nationalism. 2nd ed. Cambridge: Polity, 2010. p. 25)
Nirgendwo steht in dieser Definition, dass Nationalismus eine bestimmte wirtschaftspolitische Strategie erfordert! Es gibt keinerlei sinnvolle logische Ableitung, welche diese Definition als Prämisse verwenden und davon ableiten würde, dass Protektionismus die für Nationalisten gebotene Strategie sei.

In der von dir verlinkten Lobrede der CDU auf den Freihandel wird ein Auszug aus der Regierungserklärung von Friedrich Merz zitiert:
Merz hat geschrieben : „Wir wollen freien Handel, und wir wollen keine oder allenfalls nur geringe Zölle – weil wir aus der Erfahrung wissen, dass nur offene Märkte und freier Handel der richtige Weg sind für den Wohlstand und die Sicherheit der Nationen.“
Merz macht hier also ganz unmissverständlich klar, was der Zweck des Freihandels ist: Der Florieren der Nation! Freihandel ist ein Mittel zur Erreichung dieses Zwecks, kein Selbstzweck! Schon alleine aufgrund dieser Zwecksetzung ist Merz ein Nationalist.
  • In Smiths Definition wird folgende Prämisse verwendet: "die Nation ist die alleinige Quelle politischer Macht;"

    Bei Merz liest sich dann so (dieses und alle weiteren Zitate aus der Regierungserklärung von 14. Mai 2025, Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/ ... rz-2347888):
    Merz hat geschrieben : Wir wollen regieren, um unser Land aus eigener Kraft heraus wieder voranzubringen.
    Anscheinend hätte Merz etwas dagegen, wenn das Land aus fremder Kraft vorangebracht wird. Es muss also nach seiner Ideologie schon die Nation die "alleinige Quelle" der Kraft sein, sonst ist es geschummelt.
  • In Smiths Definition wird folgende Prämisse verwendet: "die Loyalität zur Nation steht über allen anderen Loyalitäten;"

    Bei Merz liest sich das dann so:
    Merz hat geschrieben : Lassen Sie uns gemeinsam nach Antworten suchen, um Lösungen ringen, manchmal auch streiten, aber immer mit dem gemeinsamen Ziel, unser Land besser zu machen.
    Also: Streit ist ok, aber nur mit dem "gemeinsamen Ziel" des nationalen Fortschritts, sonst: Pfui!
  • In Smiths Definition wird folgende Prämisse verwendet: jede Nation benötigt volle Selbstverwirklichung und Autonomie;

    Bei Merz liest sich das dann so:
    Merz hat geschrieben : Mit dieser Haltung verträgt sich kein Diktatfrieden und keine Unterwerfung unter militärisch geschaffene Fakten gegen den Willen der Ukraine.
    Das heißt, wenn in der Ukraine Frieden entsteht und Menschenleben dadurch geschont werden, Zerstörung abgewendet wird, darf es kein "Diktatfrieden" sein, sonst ist es geschummelt!

Fazit: Merz ist Nationalist.




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Di 5. Mai 2026, 23:51

Dynamis hat geschrieben :
Di 5. Mai 2026, 10:37
An meiner Universität gibt es diese Woche eine Veranstaltung mit dem Titel "Die globale Rechte", wo es darum gehen soll, wie die AfD die Demokratie gefährdet.
Falls es dich interessant, es gibt ein aktuelles Buch mit dem gleichen Titel:

* Lewandowsky, Marcel. Die globale Rechte. München: C.H.Beck, 2025.
Dynamis hat geschrieben :
Di 5. Mai 2026, 10:37
Wenn AfD-Politiker global agieren können, sind die wirtschaftsliberalen Konversativen sicherlich ebenfalls "internationalistisch" und "globalistisch" eingestellt.
Ich kritisiere an dieser Stelle (genauso wie ich das bei der Graphik von Harry Lehmann tue), dass du Freihandel als Kriterium verwendest. Das hat keinerlei Aussagekraft dahingehend, ob es sich bei wirtschaftsliberalen Konservativen um Nationalisten handelt oder nicht.
Mein Punkt ist, dass (konservative oder nichtkonservative) Wirtschaftsliberale keine Wirtschaftsnationalisten sind. Die Haltung zum internationalen Freihandel ist ein Unterscheidungsmerkmal.
Was ist ökonomischer Nationalismus?

Ökonomischer Nationalismus (auch Wirtschaftsnationalismus genannt) ist eine Ideologie, die darauf abzielt, die heimische Wirtschaft durch staatliche Eingriffe zu stärken und sie gegenüber globalen Einflüssen abzuschirmen. [1, 2]
Die Grundüberzeugung ist, dass wirtschaftliches Handeln primär den Interessen der eigenen Nation und deren politischer Macht dienen sollte – oft auf Kosten internationaler Zusammenarbeit. [1, 3, 4, 5]
## Zentrale Merkmale

* Protektionismus: Einsatz von Zöllen, Importquoten oder Subventionen, um heimische Industrien vor ausländischer Konkurrenz zu schützen.
* Ablehnung der Globalisierung: Skepsis gegenüber uneingeschränktem Freihandel und internationaler Arbeitsteilung.
* Stärkung der Autarkie: Das Ziel ist eine möglichst große Unabhängigkeit von ausländischen Gütern, Ressourcen und Kapital (Selbstversorgung).
* Inländische Kontrolle: Bevorzugung von lokalem Kapital und Arbeitskräften sowie staatliche Lenkung strategisch wichtiger Wirtschaftssektoren. [1, 2, 6, 7, 8]

## Historischer und moderner Kontext
Während der klassische Wirtschaftsnationalismus oft mit der Ära der Industrialisierung und den Weltkriegen verbunden ist, erleben wir heute eine Rückkehr dieser Tendenzen. Beispiele sind die „America First“-Politik oder Bestrebungen in der EU, durch Zölle (etwa gegenüber China) die eigene Marktmacht zu sichern. [9]
Kritiker warnen oft davor, dass ökonomischer Nationalismus zwar kurzfristig Arbeitsplätze im Inland sichern kann, langfristig aber oft zu Handelskriegen, höheren Preisen für Verbraucher und einem globalen Wohlstandsverlust führt. [6]

[1] [https://pdc.wikipedia.org](https://pdc.wikipedia.org/wiki/Economic_nationalism)
[2] [https://en.wikipedia.org](https://translate.google.com/translate? ... versorgung.)
[3] [https://link.springer.com](https://link.springer.com/article/10.10 ... 018-0377-3)
[4] [https://www.studysmarter.de](https://www.studysmarter.de/schule/poli ... ionalismus.)
[5] [https://www.studysmarter.de](https://www.studysmarter.de/schule/poli ... d%20Handel.)
[6] [https://www.kas.de](https://www.kas.de/de/analysen-und-argu ... stig%20die)
[7] [https://www.wirtschaftundschule.de](https://www.wirtschaftundschule.de/wirt ... n%20sollen.)
[8] [https://www.bpb.de](https://www.bpb.de/themen/wirtschaft/fr ... ige%20sein.)
[9] [https://www.eucken.de](https://www.eucken.de/app/uploads/sites ... ierung.pdf)

Quelle: Google KI
Dynamis hat geschrieben :
Di 5. Mai 2026, 10:37
Nirgendwo steht in [Smiths] Definition, dass Nationalismus eine bestimmte wirtschaftspolitische Strategie erfordert! Es gibt keinerlei sinnvolle logische Ableitung, welche diese Definition als Prämisse verwenden und davon ableiten würde, dass Protektionismus die für Nationalisten gebotene Strategie sei.
Es gibt unterschiedliche Formen von Nationalismus, und der ökonomische Nationalismus ist eine davon. Wie er sich zu den anderen Formen verhält, muss untersucht werden.
Wie verhält sich der ökonomische Nationalismus zum ethnokulturellen Nationalismus?

Ökonomischer und ethnokultureller Nationalismus sind zwei Seiten derselben Medaille, die sich oft gegenseitig verstärken, aber unterschiedliche Schwerpunkte setzen. So lassen sie sich voneinander abgrenzen und in Beziehung setzen: [1]
## 1. Die Definitionen

* Ethnokultureller Nationalismus: Hier definiert sich die Nation über gemeinsame Abstammung, Sprache, Religion und Traditionen („Blut und Boden“). Wer dazugehört, wird durch die Herkunft bestimmt. [2, 3, 4, 5]
* Ökonomischer Nationalismus: Hier steht der Schutz der eigenen Wirtschaft im Vordergrund. Der Staat greift ein (Protektionismus, Zölle), um heimische Industrien und Arbeitsplätze vor ausländischer Konkurrenz zu schützen („America First“, „Kauft heimische Produkte“). [6]

## 2. Das Zusammenspiel (Die Synergie)
In der Praxis treten beide oft gemeinsam auf, da sie dasselbe Narrativ bedienen: „Wir gegen die anderen.“

* Schutz der „Eigengruppe“: Der ökonomische Nationalismus liefert die materielle Basis für den ethnischen Stolz. Man will nicht nur kulturell rein bleiben, sondern auch wirtschaftlich unabhängig von „Fremden“ sein.
* Sündenbock-Mechanismus: Wenn es wirtschaftlich bergab geht, wird der ethnokulturelle Nationalismus oft genutzt, um Minderheiten oder das Ausland für den Niedergang verantwortlich zu machen (z. B. „Migranten nehmen uns die Jobs weg“).

## 3. Die Unterschiede im Fokus

* Inklusion vs. Exklusion: Ökonomischer Nationalismus kann theoretisch auch staatsbürgerlich (liberal) sein – also alle Bewohner eines Landes schützen wollen, egal welcher Ethnie sie angehören. Der ethnokulturelle Nationalismus ist hingegen strikt exklusiv: Er schließt jeden aus, der nicht das „richtige“ Erbe hat.
* Zielsetzung: Während es dem ökonomischen Zweig um Autarkie (Selbstversorgung) und Wohlstand der Nation geht, geht es dem kulturellen Zweig um die Identität und den Fortbestand der Tradition.

## Zusammenfassend
Man kann es sich wie eine Festung vorstellen: Der ethnokulturelle Nationalismus bestimmt, wer in der Festung wohnen darf (die Identität), während der ökonomische Nationalismus die Zugbrücke hochzieht, um die Vorräte und Handwerker drinnen vor dem Wettbewerb draußen zu schützen.

[1] [https://search.proquest.com](https://search.proquest.com/openview/55 ... Prof.%20Dr.)
[2] [https://de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Ethnonati ... 0verwendet.)
[3] [https://link.springer.com](https://link.springer.com/chapter/10.10 ... E%E2%80%A6)
[4] [https://icr.ethz.ch](https://icr.ethz.ch/teaching/archive/ko ... KF1-W4.pdf)
[5] [https://www.marxists.org](https://www.marxists.org/deutsch/archiv ... n%20werden.)
[6] [https://knowunity.de](https://knowunity.de/knows/arbeitslehre ... nternehmen.)

Quelle: Google KI
Vertritt die AfD einen ökonomischen Nationalismus?

Ja, die AfD vertritt in wesentlichen Teilen ihrer Programmatik einen ökonomischen Nationalismus, wobei diese Ausrichtung innerhalb der Partei mit marktradikalen und neoliberalen Elementen konkurriert.
Ihr wirtschaftspolitischer Nationalismus äußert sich vor allem durch folgende Kernforderungen:

* Rückzug aus der europäischen Integration: Die Partei fordert den Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union ([„Dexit“](https://www.diw.de/de/diw_01.c.937675.d ... rophe.html)) und die Abschaffung des Euro zugunsten einer nationalen Währung. Ziel ist die Wiedererlangung einer „nationalen Souveränität“ in der Geld- und Wirtschaftspolitik. [1, 2]
* Schutz der heimischen Wirtschaft: Unter Berufung auf historische Theoretiker wie [Friedrich List](https://www.wiwo.de/politik/deutschland ... 16772.html) plädieren Teile der AfD-nahen Netzwerke für eine Wirtschaftspolitik, die nationale Interessen über globale Freihandelsprinzipien stellt. [2, 3]
* Skepsis gegenüber Globalisierung: Die Partei sieht Lieferketten und internationale Abhängigkeiten kritisch und fordert eine Rückbesinnung auf den Wirtschaftsstandort Deutschland, was Ökonomen jedoch als Gefahr für Millionen Arbeitsplätze und den Exportstandort werten. [1, 4]

## Einordnung durch Experten
Führende Wirtschaftsinstitute wie das DIW Berlin und das [Institut der deutschen Wirtschaft (IW)](https://www.iwkoeln.de/presse/iw-nachri ... chaft.html) warnen davor, dass dieser „Nationalismus der Abschottung“ den Wohlstand gefährde, da er in Zeiten globaler Konflikte die deutsche Verhandlungsposition schwäche. [1, 5]
Trotz dieser nationalistischen Züge enthält das Programm der AfD auch widersprüchliche Forderungen nach radikalen Steuersenkungen und Deregulierung, die eher einem klassischen Neoliberalismus entsprechen. [6, 7]

[1] [https://www.diw.de](https://www.diw.de/de/diw_01.c.937675.d ... rophe.html)
[2] [https://www.wiwo.de](https://www.wiwo.de/politik/deutschland ... %20Wendler.)
[3] [https://visionias.in](https://translate.google.com/translate? ... ionalismus.)
[4] [https://www.tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/wirtschaft/un ... s-100.html)
[5] [https://www.iwkoeln.de](https://www.iwkoeln.de/presse/iw-nachri ... chaft.html)
[6] [https://www.campact.de](https://www.campact.de/blog/2026/04/afd ... artei%20ab?)
[7] [https://www.n-tv.de](https://www.n-tv.de/wirtschaft/Oekonome ... Wirtschaft.)

Quelle: Google KI
Dynamis hat geschrieben :
Di 5. Mai 2026, 10:37
In der von dir verlinkten Lobrede der CDU auf den Freihandel wird ein Auszug aus der Regierungserklärung von Friedrich Merz zitiert:
Merz hat geschrieben : „Wir wollen freien Handel, und wir wollen keine oder allenfalls nur geringe Zölle – weil wir aus der Erfahrung wissen, dass nur offene Märkte und freier Handel der richtige Weg sind für den Wohlstand und die Sicherheit der Nationen.“
Merz macht hier also ganz unmissverständlich klar, was der Zweck des Freihandels ist: Der Florieren der Nation! Freihandel ist ein Mittel zur Erreichung dieses Zwecks, kein Selbstzweck! Schon alleine aufgrund dieser Zwecksetzung ist Merz ein Nationalist.

Fazit: Merz ist Nationalist.
Merz nennt sich selbst einen Patrioten, und er will, dass das deutsche Vaterland blüht; aber seine klare Befürwortung internationaler Freihandelsabkommen ist sicher kein Ausdruck einer wirtschaftsnationalistischen Einstellung.
""Konservativ, liberal, sozial - alles richtig, aber nicht nationalistisch. Wir sind auch Patrioten in der CDU", sagte Merz. Aber der Unterschied sei, dass Patrioten ihr Land liebten und Nationalisten andere Länder hassten. Da gebe es keine Kompromisse. Merz betonte, dass es eine Zusammenarbeit mit der AfD deswegen nicht geben werde."

Quelle: https://www.n-tv.de/politik/Merz-Wir-si ... 99961.html
Seine Aussage, "dass Patrioten ihr Land liebten und Nationalisten andere Länder hassten", ist Quatsch; denn nicht alle Nationalisten hassen die anderen Nationen, und nicht alle Patrioten lieben die anderen Länder. Merz scheint den Nationalismus generell mit seiner illiberalen, xenophoben, chauvinistischen Version gleichzusetzen, was ein Irrtum seinerseits ist.
Ist Friedrich Merz ein Nationalist?

Ob Friedrich Merz als „Nationalist“ zu bezeichnen ist, hängt stark von der Definition des Begriffs und der politischen Perspektive ab. In der aktuellen politischen Debatte (Stand Mai 2026) lässt sich seine Einordnung wie folgt zusammenfassen:
## 1. Merz’ Selbstverständnis: Patriotismus statt Nationalismus [1]
Friedrich Merz grenzt sich explizit vom Begriff des Nationalismus ab. Er bezeichnet sich selbst und die CDU als patriotisch. In Reden betont er regelmäßig, dass Patriotismus die Liebe zum eigenen Land bedeute, während Nationalismus die Abwertung anderer Nationen beinhalte. Er nutzt diese Unterscheidung häufig, um sich von der AfD zu distanzieren, der er einen „völkischen Nationalismus“ vorwirft. [2, 3, 4, 5]
## 2. Politische Positionierung
Merz wird primär dem konservativen und wirtschaftsliberalen Flügel der CDU zugeordnet. [6]

* Pro-Europäisch: Trotz einer stärkeren Betonung nationaler Interessen in bestimmten Sachfragen (wie der Migrationspolitik) gilt Merz als überzeugter Transatlantiker und Befürworter der Europäischen Union. Dies steht im Gegensatz zu klassischen nationalistischen Strömungen, die oft EU-skeptisch oder isolationistisch sind.
* Wertkonservatismus: Kritiker werfen ihm gelegentlich vor, Begriffe oder Themen zu besetzen, die am rechten Rand anschlussfähig sind (z. B. Debatten um die „Leitkultur“ oder die Wehrpflicht). In der politischen Wissenschaft wird in diesem Zusammenhang teils das Konzept des „Femo-Nationalismus“ diskutiert – ein Vorwurf, Frauenrechte zu instrumentalisieren, um nationalistische oder ausgrenzende Politik zu rechtfertigen. Dies ist jedoch ein hochumstrittenes und empirisch schwer belegbares Konzept. [2, 7, 8, 9, 10]

## 3. Kritik und Einordnung durch andere

* Rechtspopulismus-Vorwurf: Politische Gegner, insbesondere aus dem linken Spektrum, werfen ihm gelegentlich vor, durch seine Rhetorik rechtspopulistische Positionen zu übernehmen.
* Abgrenzung zur AfD: Merz selbst sieht eine klare „Brandmauer“ zur AfD, die er als rechtsradikal und nationalistisch bezeichnet. Von der politischen Rechten wird er hingegen oft kritisiert, nicht konservativ genug zu sein, da er für Regierungsmehrheiten auf Koalitionen mit SPD oder Grünen angewiesen ist. [2, 11, 12, 13, 14]

Fazit: Friedrich Merz ist nach gängiger politikwissenschaftlicher Definition kein Nationalist, sondern ein national-konservativer Patriot mit einer starken pro-europäischen und wirtschaftsliberalen Ausrichtung. Während er nationale Identität stärker betont als seine Vorgängerin Angela Merkel, bleibt er fest im Rahmen der demokratischen Mitte und der internationalen Einbindung Deutschlands verankert. [15]
Möchten Sie mehr über seine aktuelle Regierungsarbeit als Bundeskanzler oder seine Positionen zur Migrationspolitik erfahren?

[1] [https://www.diesachsen.de](https://www.diesachsen.de/politik/fried ... nderen.%22)
[2] [https://www.youtube.com](https://www.youtube.com/watch?v=dfk6VflF1U8&t=1)
[3] [https://www.n-tv.de](https://www.n-tv.de/politik/Merz-Wir-si ... emeinsamen)
[4] [https://www.facebook.com](https://www.facebook.com/shzonline/post ... 869263322/)
[5] [https://www.diesachsen.de](https://www.diesachsen.de/politik/fried ... nderen.%22)
[6] [https://en.wikipedia.org](https://translate.google.com/translate? ... 0der%20CDU.)
[7] [https://www.instagram.com](https://www.instagram.com/reel/DPlrjDmChzz/)
[8] [https://de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Merz)
[9] [https://www.youtube.com](https://www.youtube.com/watch?v=BQUFvyXF8KU&t=15)
[10] [https://www.spiegel.de](https://www.spiegel.de/politik/deutschl ... u%C3%9Fern.)
[11] [https://www.youtube.com](https://www.youtube.com/watch?v=pa4D_VUZ5IQ&t=276)
[12] [https://www.abgeordnetenwatch.de](https://www.abgeordnetenwatch.de/profil ... er-waehlen)
[13] [https://www.morgenpost.de](https://www.morgenpost.de/politik/artic ... eidel.html)
[14] [https://www.focus.de](https://www.focus.de/politik/deutschlan ... erpretiert.)
[15] [https://www.youtube.com](https://www.youtube.com/watch?v=v-3g67hdAgA&t=155)

Quelle: Google KI
[Wiederholung der Anfrage:]

Friedrich Merz lehnt die Bezeichnung als Nationalist für sich selbst strikt ab und grenzt sich sowie die CDU klar von nationalistischen Strömungen ab. [1]
Hier sind die wichtigsten Punkte zur Einordnung seiner politischen Haltung:
## Selbstbild und Abgrenzung

* Patriotismus statt Nationalismus: Merz betont, dass er und seine Partei Patrioten, aber keine Nationalisten seien.
* Abgrenzung zur AfD: Er bezeichnet den Nationalismus der AfD als Gefahr und lehnt eine Zusammenarbeit mit Parteien ab, die ausländerfeindlich oder rechtsextrem sind.
* Europäische Ausrichtung: Als ehemaliges Mitglied des [Europäischen Parlaments](https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Merz) (1989–1994) vertritt er eine pro-europäische und transatlantische Linie, was im Widerspruch zu klassischem Nationalismus steht. [1, 2, 3, 4]

------------------------------
## Politische Einordnung

* Werte-Kompass: Merz gilt als Repräsentant des traditionellen, konservativen und wirtschaftsliberalen Flügels der CDU.
* Die "Mitte": Er sieht die CDU in der politischen Mitte und lehnt starre Einteilungen in "rechts" oder "links" ab.
* Kontroversen: Kritiker werfen ihm gelegentlich vor, durch seine Rhetorik (z. B. zur Migrationspolitik) Positionen am rechten Rand zu besetzen oder einen "Femo-Nationalismus" zu bedienen. Wissenschaftlich gelten solche Vorwürfe jedoch oft als umstritten und schwer belegbar. [5, 6, 7, 8]

------------------------------
💡 Zusammenfassend: Während politische Gegner ihm gelegentlich vorwerfen, nach rechts zu rücken, definiert sich Merz selbst als wertkonservativer Patriot, der fest auf dem Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der europäischen Integration steht.

[1] [https://www.n-tv.de](https://www.n-tv.de/politik/Merz-Wir-si ... emeinsamen)
[2] [https://de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Merz)
[3] [https://www.youtube.com](https://www.youtube.com/watch?v=dfk6VflF1U8&t=1)
[4] [https://www.deutschland.de](https://www.deutschland.de/de/topic/pol ... 0den%20USA.)
[5] [https://www.youtube.com](https://www.youtube.com/watch?v=v-3g67hdAgA&t=155)
[6] [https://en.wikipedia.org](https://translate.google.com/translate? ... 0der%20CDU.)
[7] [https://www.youtube.com](https://www.youtube.com/watch?v=BQUFvyXF8KU&t=15)
[8] [https://www.abgeordnetenwatch.de](https://www.abgeordnetenwatch.de/profil ... er-waehlen)

Quelle Google KI
Ist Friedrich Merz ein Wirtschaftsnationalist?

Friedrich Merz wird in der Regel nicht als Wirtschaftsnationalist eingestuft. Er gilt politisch und ökonomisch vielmehr als Vertreter des Wirtschaftsliberalismus und des Atlantizismus. [1, 2, 3]
Seine Positionen lassen sich wie folgt einordnen:

* Wirtschaftsliberalismus: Merz steht für Deregulierung, Steuersenkungen und eine starke Betonung der Eigenverantwortung. Er vertritt den traditionell wirtschaftsfreundlichen Flügel der CDU. [4, 5]
* Globalisierung und Vernetzung: Durch seine langjährige Tätigkeit in der Privatwirtschaft, unter anderem als Aufsichtsratsvorsitzender beim weltweit größten Vermögensverwalter [BlackRock](https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-10/ ... ist-cum-ex), ist er eng mit den globalen Finanzmärkten verbunden. Wirtschaftsnationalisten hingegen lehnen eine solche globale Verflechtung oft zugunsten von Protektionismus ab. [6, 7]
* Transatlantische Beziehungen: Als ehemaliger Vorsitzender des Vereins [Atlantik-Brücke](https://lobbypedia.de/wiki/Friedrich_Merz) setzt sich Merz für eine enge wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit mit den USA und innerhalb der EU ein, was im Gegensatz zu isolationistischen oder rein nationalistischen Wirtschaftsmodellen steht. [1]

Während Kritiker ihm vorwerfen, die Interessen von Großkonzernen über soziale Belange zu stellen, wird ihm eine nationalistische Wirtschaftsausrichtung – im Sinne einer Abschottung des Marktes – von Experten nicht zugeschrieben. [8, 9]

[1] [https://lobbypedia.de](https://lobbypedia.de/wiki/Friedrich_Merz)
[2] [https://de.wikipedia.org](https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich ... %A4tsfalle.)
[3] [https://www.politikaufsohr.de](https://www.politikaufsohr.de/aktuelle- ... hervorruft.)
[4] [https://www.spiegel.de](https://www.spiegel.de/wirtschaft/fried ... Wirtschaft?)
[5] [https://en.wikipedia.org](https://translate.google.com/translate? ... 0der%20CDU.)
[6] [https://www.lobbycontrol.de](https://www.lobbycontrol.de/lobbyismus- ... and-84541/)
[7] [https://www.zeit.de](https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-10/ ... luss%20vor.)
[8] [https://correctiv.org](https://correctiv.org/aktuelles/wirtsch ... 0der%20CDU.)
[9] [https://www.freitag.de](https://www.freitag.de/autoren/wolfgang ... 0verdienen.)

Quelle: Google KI



"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding

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