Reichtum

Ethische Fragen und ihre rationale Begründbarkeit bewegen das philosophische Denken in einer Zeit, in der die Politik wieder über "Werte" debattiert und vertraute Grundlagen des politischen Handelns zur Disposition stehen.
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Jörn Budesheim
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Mo 6. Jun 2022, 07:28

Es gibt ungefähr 200 Länder auf der Welt. In den diversen Statistiken, die ich zu Rate gezogen habe, kommt Deutschland immer mindestens unter die ersten zehn Prozent der reichsten Nationen. Wir in Deutschland leben also, daran kann kein größerer Zweifel bestehen, in einem der reichsten Länder der Welt. Ebenso offensichtlich scheint mir, dass der Reichtum in der Welt sehr ungleichmäßig verteilt ist.

Wenn wir hier also mit dem Finger auf die Reichen zeigen und uns über die ungleiche Verteilung des Reichtums in der Welt beklagen, dann zeigen wir auf uns selbst.

Was folgt daraus? Was ist zu tun?




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Impulsgeber
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Mo 6. Jun 2022, 09:14

Deutschland und wer dort genau? Der Reichtum ist sicherlich nicht auf breite Schichten, sondern ungefähr vielleicht 3 -10% der Bevölkerung verteilt.

Soll das "Ungeheuer" Masse unter Einpeitschern der Demagogen also los marschieren und sie umbringen und enteignen, so wie sich das ein SPD-Kühnert in seinen Träumen vielleicht vorstellt?



Zum Punkt kommen! Der Kern, der Inhalt einer Thematik: Das Außenherum ist nur Fruchtfleisch für seichte Unterhaltungen. Tiefgehend in der See Mittelpunktum, nicht nur seichte Gewässer dessen betreten.

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Burkart
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Mo 6. Jun 2022, 09:44

Impulsgeber hat geschrieben :
Mo 6. Jun 2022, 09:14
Deutschland und wer dort genau? Der Reichtum ist sicherlich nicht auf breite Schichten, sondern ungefähr vielleicht 3 -10% der Bevölkerung verteilt.
Richtig, entscheidend ist die Verteilung des Reichtums, nicht das Gesamtvermögen eines Landes.

Ein Aspekt ist, dass viele unserer Renten erheblich geringer sind als unser Einkommen als Berufstätiger, das macht unsicher und ggf. gar Angst.

Dann gibt es auch das Gefühl, dass es über die Jahrzehnte seit rund 40 oder 50 Jahren abwärts geht, was sich z.B. an Guthaben-Zinsen zeigt (in meiner Jugend gab es noch z.T. 10%). Auch Kinder bekommen wir eben nicht immer einfach so weiter, Konrad Adenauer irrte hier, was letztlich u.a. zu den Rentenproblemen führt, aber auch ggf. zu Vereinsamung, was kein Geld aufwiegen kann.

U.a. wegen den negativen Aussichten gibt es mehr Stress und Burnout u.ä., z.B. im Beruf, Studium und schon der Schule, um sich mit an die positivere Spitze u.a. mit mehr Geld zu kämpfen...

"Was folgt daraus...":
Weiter zu versuchen, unsere Arm-Reich-Scheren-Probleme zu lösen, gerne mit weltweitem Blick, z.B. bessere Besteuerung von Google & Co.
Ideal wäre dabei auch eine Einschränkung der Macht der Wenigen, Mächtigen, Reichen; Putin ist das beste negative Beispiel, nicht zuletzt, weil durch ihn viele Menschen noch mehr unter Hunger leiden müssen (fehlende ukrainische Weizenexporte).



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Jörn Budesheim
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Mo 6. Jun 2022, 09:47

Bitte das Thema des Fadens beachten.




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Burkart
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Mo 6. Jun 2022, 10:05

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 6. Jun 2022, 09:47
Bitte das Thema des Fadens beachten.
Beim Reaktanz-Thread gebe ich dir völlig recht damit, hier nicht so ganz.
Wir zeigen eben nicht mit dem Finger einfach (nur) auf uns selbst, wenn es um Reichtum geht. Es geht eben nicht einfach um Ländergrenzen, sondern eher um länderüberschreitende Verteilung und dann auch um die Qualität des Reichtums (was nützt etwas mehr Geld, man man unglücklich ist u.ä.).

So kann z.B. mehr länderspezifische Entwicklungshilfe nicht einfach eine Lösung sein, wenn sich z.B. vor allem wenige Mächtige eines Landes die Taschen vollschlagen (Korruption u.ä.) oder durch (andere) wirtschafliche Prozesse die Hilfe unterminiert wird (z.B. die heimische (Land-)Wirtschaft zuerstört wird).

Lösungsansätze aus meiner Sicht, was letztlich auch den Menschen armer Länder zugute kommen sollte:
- Weltweite Machtumverteilung weg von wenigen (Langzeit-)Mächtigen (was auch schon ein Problem in der EU ist, z.B. in Ungarn/Orban u.ä.)
- Erhebliche Steuererhöhungen auf weltweit große Einkommen u.ä.
- Erhebliche Stärkung von Strukturen wie die UN



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Jörn Budesheim
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Es gibt sehr sehr reiche Länder auf dem Globus. Und es gibt sehr sehr arme Länder auf dem Globus. Das halte ich für eine große Ungerechtigkeit. Das ist das Thema dieses Fadens.




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Mo 6. Jun 2022, 10:44

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 6. Jun 2022, 10:21
Es gibt sehr sehr reiche Länder auf dem Globus. Und es gibt sehr sehr arme Länder auf dem Globus. Das halte ich für eine große Ungerechtigkeit. Das ist das Thema dieses Fadens.
Ist Ungerechtigkeit nicht vor allem eine Sache zwischen Menschen, nicht zwischen Ländern?

Ok, ich versuche in deine Richtung einzugehen.
Sehr arme Ländern kommen aktuell u.a. vom reicheren Land Russland, dass den Krieg gegen die Ukraine angezettelt hat und so zu noch mehr Hunger z.B. in Afrika führt.
Sehr arme Ländern lassen sich leicht beeinflussen oder gar "kaufen", was die Chinesen immer mehr versuchen - und nicht nur bei armen Ländern...



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Jörn Budesheim
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Mo 6. Jun 2022, 11:47

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 6. Jun 2022, 07:28
Es gibt ungefähr 200 Länder auf der Welt. In den diversen Statistiken, die ich zu Rate gezogen habe, kommt Deutschland immer mindestens unter die ersten zehn Prozent der reichsten Nationen. Wir in Deutschland leben also, daran kann kein größerer Zweifel bestehen, in einem der reichsten Länder der Welt. Ebenso offensichtlich scheint mir, dass der Reichtum in der Welt sehr ungleichmäßig verteilt ist.

Wenn wir hier also mit dem Finger auf die Reichen zeigen und uns über die ungleiche Verteilung des Reichtums in der Welt beklagen, dann zeigen wir auf uns selbst.

Was folgt daraus? Was ist zu tun?
Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 6. Jun 2022, 10:21
Es gibt sehr sehr reiche Länder auf dem Globus. Und es gibt sehr sehr arme Länder auf dem Globus. Das halte ich für eine große Ungerechtigkeit. Das ist das Thema dieses Fadens.
Ich will das noch mal ganz klar stellen: es geht vor allem um uns hier in Deutschland. Deutschland gehört zu den reichsten Ländern der Welt, ich spreche nicht über Russland und nicht über China.




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Mo 6. Jun 2022, 12:00

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 6. Jun 2022, 11:47
Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 6. Jun 2022, 07:28
Es gibt ungefähr 200 Länder auf der Welt. In den diversen Statistiken, die ich zu Rate gezogen habe, kommt Deutschland immer mindestens unter die ersten zehn Prozent der reichsten Nationen. Wir in Deutschland leben also, daran kann kein größerer Zweifel bestehen, in einem der reichsten Länder der Welt. Ebenso offensichtlich scheint mir, dass der Reichtum in der Welt sehr ungleichmäßig verteilt ist.

Wenn wir hier also mit dem Finger auf die Reichen zeigen und uns über die ungleiche Verteilung des Reichtums in der Welt beklagen, dann zeigen wir auf uns selbst.

Was folgt daraus? Was ist zu tun?
Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 6. Jun 2022, 10:21
Es gibt sehr sehr reiche Länder auf dem Globus. Und es gibt sehr sehr arme Länder auf dem Globus. Das halte ich für eine große Ungerechtigkeit. Das ist das Thema dieses Fadens.
Ich will das noch mal ganz klar stellen: es geht vor allem um uns hier in Deutschland. Deutschland gehört zu den reichsten Ländern der Welt, ich spreche nicht über Russland und nicht über China.
Nur worum geht es dir dabei genau?
Um die Menschen? Welche ggf.? Glaubst du, dass die meisten Deutschen sich als reich ansehen?
Geht es dir vor allem um den nackten 4. Platz des berechneten Vemögens?
Und dann...?
Es gibt sehr sehr reiche Länder auf dem Globus. Und es gibt sehr sehr arme Länder auf dem Globus.
Das bezieht sich aber doch nicht nur auf Deutschland!? Auch dachte ich, dass wir, insbesondere in der EU, inzwischen nicht so auf Ländergrenzen schauen, aber das nur so nebenbei.
Schauen wir mal, was hier aus dem Thema zu Deutschland wird.
Zuletzt geändert von Burkart am Mo 6. Jun 2022, 12:04, insgesamt 1-mal geändert.



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Jörn Budesheim
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Mo 6. Jun 2022, 12:04

Burkart hat geschrieben :
Sa 4. Jun 2022, 09:39
Gruß an alle nach meiner zweiwöchigen Urlaubs-Schreib-Abstinenz (Mein Schiff 3 über Schottland nach Island und zurück)!
Ich selbst habe vor kurzem eine Woche Arbeitsurlaub gemacht, ich schätze, die meisten hier im Forum machen gelegentlich so etwas wie Urlaub. In anderen Ländern der Welt haben viele Menschen Probleme, sich und ihre Familie überhaupt zu ernähren. Wir leben hier in einer äußerst privilegierten Situation und der Hauptgrund ist: wir wurden zufälligerweise hier geboren. Es ist nicht mein Verdienst, dass ich in einem der reichsten Länder der Welt lebe.




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Mo 6. Jun 2022, 12:12

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 6. Jun 2022, 12:04
... wir wurden zufälligerweise hier geboren.
Nein. Wir wurden von unseren Eltern vorher "geplant" und dann gemacht. Das ist kein Zufall.



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Mo 6. Jun 2022, 12:46

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 6. Jun 2022, 12:04
Burkart hat geschrieben :
Sa 4. Jun 2022, 09:39
Gruß an alle nach meiner zweiwöchigen Urlaubs-Schreib-Abstinenz (Mein Schiff 3 über Schottland nach Island und zurück)!
Ich selbst habe vor kurzem eine Woche Arbeitsurlaub gemacht, ich schätze, die meisten hier im Forum machen gelegentlich so etwas wie Urlaub. In anderen Ländern der Welt haben die viele Menschen Probleme, sich und ihre Familie überhaupt zu ernähren. Wir leben hier in einer äußerst privilegierten Situation und der Hauptgrund ist: wir wurden zufälligerweise hier geboren. Es ist nicht mein Verdienst, dass ich in einem der reichsten Länder der Welt lebe.
Klar, es nicht mein Verdienst hier geboren worden zu sein, sondern habe es der Planung meiner Eltern zu verdanken (nach ihrer schwarzen Zeit des 2. Weltkriegs).
Und richtig, wir sind priviligiert in einiger Hinsicht, einige mehr, andere weniger - und hier sollte niemand verhungern... wobei das so klar auch nicht zu sein scheint.
Nur was folgt für dich daraus?

Den teuren Kreuzfahrt-Urlaub mache ich übrigens meiner Partnerin zuliebe... überhaupt könnte ich viel ohne (teuren) Urlaub auch genießen unter anderen Umständen. Aber klar, darum geht es hier nicht, höchstens insofern, dass ich mit weniger auch gut klar käme, also quasi meine "Privilegien" nicht so bräuchte.



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Stefanie
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Mo 6. Jun 2022, 14:15

Deutschland könnte durchaus was machen, auch ohne erst eine Einigkeit mit anderen Ländern zu erwirken.

Erstmal nur kurz:
Schuldenerlass.
Änderung der Entwicklungspolitik.
Beide Punkte sind mehr Politik und eigenen Interessen des jeweiligen Geberlandes untergeordnet anstatt der Situation in den Nehmerländern. Wobei die Frage geklärt werden muss, wie mit Ländern umgehen, wo Geld nicht dort ankommt, wo es hin soll. Was macht man mit Ländern wie z.B. Haiti?
Microkredite. Auch politisch aufgeladen, aber es funktioniert und zwar doppelt.
Denn viele Microkredite gehen an Frauen.
Bei der Entwicklungspolitik Frauenrechte stärken. Länder, in denen Frauen Zugang zu Bildung und Arbeit haben, ist die wirtschaftliche Situation besser, als in Ländern in denen dies nicht der Fall.

Gesetzliche Rahmenbedingungen plus Verhalten der Verbraucher.
Das T-Shirt. Adidas ist der zweitgrößte Sportartikel Hersteller der Welt. Ein simples einfaches Shirt von Adidas kostet um die 23 Euro. Adidas produziert viel in armen Ländern, z.B. Pakistan und Kambodscha. Damit dort die Gehälter steigen, muss mehr vom Verkaufspreis dort ankommen. Das Shirt würde damit teurer werden, aber minimal. Es gibt Berechnungen, dass ein Shirt zwischen 14 Cent und 50 Cent bei uns teurer wird.
Damit die Weitergabe passiert, sollte dies durch gesetzlichen Regelungen flankiert werden. Das geht erstmal nur für Unternehmen, die ihren Sitz in Deutschland haben.
Das mit dem Preis gilt auch für Bananen. Hier tut sich immerhin etwas.
Und bei Kauf einer Avocado sich fragen, was bedeutet unser Hunger auf Avocados für die Anbauländer. Kaffee ist auch so ein Produkt. Kakao auch.
Fairtradeprdukte. Allerdings wäre hier eine Lösung für das Siegel Chaos wünschenswert. Man könnte auch daran denken, für solche Produkte etwas bei den Einfuhrzöllen zu machen. An dem Geschmack von Fairtradeschokolade kann ein Gesetz leider nichts ändern.



Nur Prinzessinnen richten ihr Krönchen.
Königinnen ziehen ihr Schwert.
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Stefanie
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Mo 6. Jun 2022, 14:17

Die jetzigen Verwerfungen und Problem aufgrund von corona und dem Ukraine Krieg dürften Änderungen erschweren. Leider.



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Jörn Budesheim
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Mo 6. Jun 2022, 14:34

Stefanie hat geschrieben :
Mo 6. Jun 2022, 14:15
Ein simples einfaches Shirt von Adidas kostet um die 23 Euro. Adidas produziert viel in armen Ländern, z.B. Pakistan und Kambodscha. Damit dort die Gehälter steigen, muss mehr vom Verkaufspreis dort ankommen. Das Shirt würde damit teurer werden, aber minimal. Es gibt Berechnungen, dass ein Shirt zwischen 14 Cent und 50 Cent bei uns teurer wird.
Krass.

Wer bereit ist 23 € für ein T-Shirt von Adidas auszugeben, kann locker auch 25 € hinlegen. Darau könnte adidas sogar eine Marketing-kampagne machen, schätze ich. Ich bin mir nicht ganz sicher, ich meine ähnliches hätte ich sogar schon mal gesehen?!




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Impulsgeber
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Mo 6. Jun 2022, 14:39

Stefanie hat geschrieben :
Mo 6. Jun 2022, 14:15
Deutschland könnte durchaus was machen, auch ohne erst eine Einigkeit mit anderen Ländern zu erwirken.
Jeder Mensch könnte ...

Ich kann mir auch ein Utopia vorstellen, Stefanie. Das heißt nicht, das mein Gedanke der hier von mir aufgeschrieben auch dieses auf der Welt errichtet. Denn es gibt den Faktor Mensch der zu beachten wäre.

Und den Faktor der Ideologien ("Starrsinnige Verborhungen").

Um das "Bösartige" in der Welt Herr zu besiegen, müssen wir erst mal zu einer gemeinsamen Weltanschauung finden.

Hier setzt das "Wie" in Fragestellung an. Wie das bewerkstelligen? Alleine das Wort ist schon falsch, da es sich um eine Geistige Änderung dreht, hinter der erst nachfolgend die Technik/Werkzeug kommt.



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Stefanie
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Mo 6. Jun 2022, 14:50

Zu den Bananen, hinter den Äpfeln das Lieblingsobst der Deutschen.
https://www.heise.de/tp/features/Gelb-u ... 21647.html
Der Artikel erschien vor dem Ukraine Krieg.
Bio und fairtrade garantiert die Zahlung stabiler Mindestpreise, faire Arbeitsbedingungen und höhere Transparenz. Im Nordosten der Dominikanischen Republik, in der Kooperative Bananos Ecologicos de la Linea Noroeste - kurz Banelino - arbeiten 340 Bio-Betriebe nach Fairtrade-Standards. Vor zehn Jahren kam die Plantaciones del Norte hinzu. Das Unternehmen mit Sitz in Holland wirtschaftet seit 2017 zusätzlich nach Demeter-Richtlinien.
Bis zu 20 Prozent der Jahresproduktion kauft die deutsche Handelskette tegut. Mit einem Extra-Euro pro Bananenkiste werden optimierte Bewässerungssysteme finanziert. 60 Prozent der Fairtrade-Prämie fließen in die medizinische Versorgung, Bildung und weitere Sozialleistungen. Jungen Arbeitskräften wird ein 18-monatiges technisches Ausbildungsprogramm angeboten.
Die niederländische Supermarktkette Plus geht einen anderen Weg: In ihren Regalen liegen nur noch fair gehandelte Bananen. Das Unternehmen reduzierte die eigene Gewinnspanne, um den Verkaufspreis zu senken, damit die Kunden weiterhin bei Plus kaufen. Der Umsatz ist inzwischen so hoch, dass nicht nur Plus Gewinne erzielte, sondern auch die kolumbianischen Farmen. Sie verdienen etwa 400.000 Dollar mehr im Jahr. Mittlerweile stieg der Anteil an Fairtrade-Bananen in den gesamten Niederlanden von fünf auf 16 Prozent.
Ein deutscher Privathaushalt verzehrt rund 15 Kilo Bananen im Jahr, etwa zehn Prozent davon stammt aus biologischem Anbau. Der Anteil an Fairtrade-Bananen macht gerade einmal drei Prozent vom gesamten Umsatz aus. Dabei lägen die Mehrkosten bei nur fünf bis zehn Euro pro Jahr. Davon profitieren würden die Kleinbauern - mit langfristigen Abnahmepreisen.



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Königinnen ziehen ihr Schwert.
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Mo 6. Jun 2022, 15:16

Stefanie hat geschrieben :
Mo 6. Jun 2022, 14:50
Zu den Bananen, hinter den Äpfeln das Lieblingsobst der Deutschen.

...
Ich mag Melone. Stefie, magst du nicht mit mir über deine Kümmernis die Welt betreffend reden. Warum?

Was könnte ich an Artikeln "Großartiges" im Forum beitragen. Warum tue ich es nicht.

Dein Gedanke hinter der Artikeleinstellung fände ich interessant, weil ich dich als Person dadurch vielleicht interessant fände.



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Jörn Budesheim
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Mo 6. Jun 2022, 21:01

Was kann man als Einzelne.r tun?

Sich informieren
Bewusster einkaufen
Wer kann: Geld spenden
Klimafreundlich leben




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Stefanie
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Mo 6. Jun 2022, 21:37

Spenden an wen?
Für Katastrophen etc. Kein Problem.
Aber für kontinuierliche Hilfe wüsste ich nicht, an wen Spenden.
Z.B. kommt von afrikanischen Ökonomen Kritik an der gängigen Entwicklungshilfe und damit auch den Organisationen, die diese durchführen.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/en ... a-100.html
Afrikanische Ökonomen fordern: raus aus der Opferrolle!

Ich denke, es bringt wahrscheinlich mehr, wenn man in den Geberländern einen Wandel bewirkt. Die EU und ihrer Fischerei, das Meer leergeräumt, auch verbotenerweise, so dass einheimische Fischer keine Chance haben. Jeder weiß um die illegale Fischerei vor Afrikas Westküsten, dagegen getan wird nicht viel bis gar nichts. Was nützen Spenden für Projekte in der Elfenbeinküste, wenn die Ursache nicht behoben wird, die fremdfischerei?



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