Wer oder was ist "Ich"?Consul hat geschrieben : ↑So 5. Apr 2026, 21:03Psychische Subjekte sind für mich physische Objekte: Ich bin ein körperliches Wesen, ein tierisches Lebewesen (und somit größer als mein Gehirn). Unbewusste Vorgänge in meinem Körper, die bewusste Erfahrungen verursachen, sind nichtsdestoweniger Teil von mir, und finden folglich innerhalb von mir statt.
Wer oder was ist "Ich"?
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"Ich bin ein körperliches Wesen, ein tierisches Lebewesen..."
Meiner Ansicht nach ist dieser Satz selbstwidersprüchlich. Denn er ist Ausdruck einer geistigen Verfassung. Eine solche Selbstbestimmung ist meines Erachtens nichts körperliches. Wir haben natürlich Körper, keine Frage, aber wir sind sie nicht.
Meiner Ansicht nach ist dieser Satz selbstwidersprüchlich. Denn er ist Ausdruck einer geistigen Verfassung. Eine solche Selbstbestimmung ist meines Erachtens nichts körperliches. Wir haben natürlich Körper, keine Frage, aber wir sind sie nicht.
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Ich finde den Satz weniger selbstwidersprüchlich, sondern eher uneindeutig. Man kann ihn auf zwei Weisen interpretieren: In der ersten Interpretation ergibt er die Aussage "Wir haben Körper" (richtig) und in der zweiten Interpretation "wir sind identisch mit unserem Körper" (falsch).Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Mo 6. Apr 2026, 07:21"Ich bin ein körperliches Wesen, ein tierisches Lebewesen..."
Meiner Ansicht nach ist dieser Satz selbstwidersprüchlich. Denn er ist Ausdruck einer geistigen Verfassung. Eine solche Selbstbestimmung ist meines Erachtens nichts körperliches. Wir haben natürlich Körper, keine Frage, aber wir sind sie nicht.
Dass wir nicht identisch mit unserem Körper sind, kann man sich m.E. anhand von siamesischen Zwillingen klarmachen:
A1: Die siamesischen Zwillinge Trix und Flix sind zwei Personen.
A2: Trix und Flix teilen sich denselben Körper.
A3: Wer einen Körper hat, ist identisch mit seinem Körper.
→Trix und Flix sind identisch. Widerspruch zu A1.
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Ich gehe (aus dem Zusammenhang heraus) davon aus, dass Interpretation zwei gemeint war. Das Argument mit den siamesischen Zwillingen ist erstaunlich. Ich finde es überzeugend.Dynamis hat geschrieben : ↑Mo 6. Apr 2026, 08:15Ich finde den Satz weniger selbstwidersprüchlich, sondern eher uneindeutig. Man kann ihn auf zwei Weisen interpretieren: In der ersten Interpretation ergibt er die Aussage "Wir haben Körper" (richtig) und in der zweiten Interpretation "wir sind identisch mit unserem Körper" (falsch).
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Siamesischen Zwillinge sind halt eine ungewöhnliche, wohl krankhafte Ausnahmen mit zwei Gehirnen in einem Körper; sie haben es sicherlich nicht einfach und werden womöglich ja auch getrennt.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Mo 6. Apr 2026, 11:02Ich gehe (aus dem Zusammenhang heraus) davon aus, dass Interpretation zwei gemeint war. Das Argument mit den siamesischen Zwillingen ist erstaunlich. Ich finde es überzeugend.Dynamis hat geschrieben : ↑Mo 6. Apr 2026, 08:15Ich finde den Satz weniger selbstwidersprüchlich, sondern eher uneindeutig. Man kann ihn auf zwei Weisen interpretieren: In der ersten Interpretation ergibt er die Aussage "Wir haben Körper" (richtig) und in der zweiten Interpretation "wir sind identisch mit unserem Körper" (falsch).
Laut Perplexity gibt es auch (andere) Tiere mit zwei Gehirnen:
"In der Tierwelt gibt es Beispiele für zweiköpfige oder doppelköpfige Tiere (z.B. Doppelkopfschlangen, seltene doppelköpfige „Janusschnecken“ oder andere Mutationen), bei denen jeweils ein Kopf mit einem eigenen Gehirn ausgestattet ist, die sich aber einen Körper teilen.
Funktion und Bewegung sind meist stark gestört, da beide Gehirne versuchen, denselben Körper zu steuern, was zu Konflikten und unkoordinierten Bewegungen führen kann."
Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.
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Wenn wir einen Körper haben, ohne einer zu sein, was (für eine Art von Entität) sind wir dann?Dynamis hat geschrieben : ↑Mo 6. Apr 2026, 08:15Ich finde den Satz weniger selbstwidersprüchlich, sondern eher uneindeutig. Man kann ihn auf zwei Weisen interpretieren: In der ersten Interpretation ergibt er die Aussage "Wir haben Körper" (richtig) und in der zweiten Interpretation "wir sind identisch mit unserem Körper" (falsch).Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Mo 6. Apr 2026, 07:21"Ich bin ein körperliches Wesen, ein tierisches Lebewesen..."
Meiner Ansicht nach ist dieser Satz selbstwidersprüchlich. Denn er ist Ausdruck einer geistigen Verfassung. Eine solche Selbstbestimmung ist meines Erachtens nichts körperliches. Wir haben natürlich Körper, keine Frage, aber wir sind sie nicht.
Siamesische Zwillinge sind körperlich nicht total identisch, sondern nur partiell (in unterschiedlichem Ausmaß). Das heißt, wir haben es mit zwei verschiedenen, aber nicht gänzlich getrennten, sondern teilweise (mereologisch) überlappenden Körpern zu tun. Flix und Trix haben zwar bestimmte Körperteile gemeinsam, aber nicht ein und denselben Körper. Dein Argument gegen die Identität von Personen und Körpern ist damit entkräftet.Dynamis hat geschrieben : ↑Mo 6. Apr 2026, 08:15Dass wir nicht identisch mit unserem Körper sind, kann man sich m.E. anhand von siamesischen Zwillingen klarmachen:
A1: Die siamesischen Zwillinge Trix und Flix sind zwei Personen.
A2: Trix und Flix teilen sich denselben Körper.
A3: Wer einen Körper hat, ist identisch mit seinem Körper.
→Trix und Flix sind identisch. Widerspruch zu A1.
Der graue Bereich in der folgenden Darstellung steht für den gemeinsamen Körperteil:

"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding
Nein, da ist kein Selbstwiderspruch. Ein körperliches Wesen/Körper ohne Ichbewusstsein wird natürlich niemals denken oder sagen, "Ich bin ein körperliches Wesen/Körper".Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Mo 6. Apr 2026, 07:21"Ich bin ein körperliches Wesen, ein tierisches Lebewesen..." [Consul]
Meiner Ansicht nach ist dieser Satz selbstwidersprüchlich. Denn er ist Ausdruck einer geistigen Verfassung. Eine solche Selbstbestimmung ist meines Erachtens nichts körperliches.
Was sind wir dann als Nichtkörper? Etwa unkörperliche Geister/Seelen, die irgendwie mit Körpern verbunden sind?Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Mo 6. Apr 2026, 07:21Wir haben natürlich Körper, keine Frage, aber wir sind sie nicht.
"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding
Haben wir es bei einer sogenannten Doppelkopfschlange (A) mit einem Tier mit zwei Köpfen/Gehirnen zu tun oder (B) mit zwei partiell, aber nicht total identischen Tieren mit jeweils einem Kopf/Gehirn?Burkart hat geschrieben : ↑Mo 6. Apr 2026, 11:48Laut Perplexity gibt es auch (andere) Tiere mit zwei Gehirnen:
"In der Tierwelt gibt es Beispiele für zweiköpfige oder doppelköpfige Tiere (z.B. Doppelkopfschlangen, seltene doppelköpfige „Janusschnecken“ oder andere Mutationen), bei denen jeweils ein Kopf mit einem eigenen Gehirn ausgestattet ist, die sich aber einen Körper teilen.
Im Fall A ergibt sich die folgende Situation:
1. Subjekt1 ≠ Subjekt2
2. Subjekt1 = Objekt1
3. Subjekt 2 = Objekt1
4. Subjekt1 = Subjekt2 (folgt aus 2 & 3 per Transitivität der Identität)
Daraus folgt ein logischer Widerspruch zwischen 1 & 4!
Denn zwei verschiedene Subjekte X und Y können nicht beide mit demselben Objekt Z identisch sein.
Wie entkomme ich diesem Widerspruch mit meiner Identitätsthese bezüglich geistiger Subjekte und körperlicher Objekte?
"Doppelköpfige Schlangen, auch bicephale Schlangen genannt, entstehen durch ein seltenes Phänomen namens axiale Bifurkation, bei dem sich ein einzelner Embryo zunächst in eineiige Zwillinge zu teilen beginnt, die Trennung aber nicht vollständig erfolgt." (Google KI)
Ich interpretiere dies so, dass Fall B zutrifft: Eine sogenannte doppelköpfige Schlange ist nicht wirklich eine Schlange mit zwei Köpfen; denn es handelt sich um zwei jeweils einköpfige Schlangen, die größtenteils körperlich überlappen, d.h. den größten Teil ihres Körpers gemeinsam haben. Die beiden Schlangen sind somit partiell, aber nicht total identisch – was bedeutet, dass sie nicht einen (ganzen) Körper gemeinsam haben, sondern nur einen (großen) Körperteil, nämlich Körper-minus-Kopf/Köpfe.
So gesehen, ergibt sich kein logischer Widerspruch:
1. Subjekt1 ≠ Subjekt2
2. Subjekt1 = Objekt1
3. Subjekt 2 = Objekt2
Daraus folgt kein logischer Widerspruch zu 1, weil aus 2 & 3 nicht folgt: Subjekt1 = Subjekt2.
Wenn "=" für totale Identität steht, dann gilt im Schlangenbeispiel: Objekt1 ≠ Objekt2 – obgleich O1 und O2 hochgradig partiell identisch sind.
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Wenn "=" für totale Identität steht, dann steht "≠" für totale Nichtidentität/Differenz.Consul hat geschrieben : ↑Di 7. Apr 2026, 00:07So gesehen [Fall B], ergibt sich kein logischer Widerspruch:
1. Subjekt1 ≠ Subjekt2
2. Subjekt1 = Objekt1
3. Subjekt 2 = Objekt2
Daraus folgt kein logischer Widerspruch zu 1, weil aus 2 & 3 nicht folgt: Subjekt1 = Subjekt2.
Wenn "=" für totale Identität steht, dann gilt im Schlangenbeispiel: Objekt1 ≠ Objekt2 – obgleich O1 und O2 hochgradig partiell identisch sind.
Aus 2 & 3 sowie der partiellen Identität von Objekt1 und Objekt2 folgt kraft Leibniz' Gesetz, dass auch Subjekt1 qua Körper und Subjekt2 qua Körper partiell identisch sind. Was nicht daraus folgt, ist, dass die Bewusstseinsfelder/-ströme von Subjekt1 und Subjekt2 partiell identisch sind, d.h. mereologisch überlappen; denn körperlich überlappende Subjekte müssen nicht geistig überlappen.
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Da du die Existenz von Vagheiten ablehnst, was genau heißt dann größtenteils, nicht gänzlich, überlappend,...?
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Ich glaube nicht an ontische Vagheit (ontisch vage Objekte), aber an semantische Vagheit.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Di 7. Apr 2026, 06:26Da du die Existenz von Vagheiten ablehnst, was genau heißt dann größtenteils, nicht gänzlich, überlappend,...?
"A und B überlappen größtenteils" bedeutet "A und B haben die meisten Teile gemeinsam". ("die meisten" ist natürlich auch ungenau, aber das ist für mein Argument unerheblich.)
"A und B überlappen nicht gänzlich" bedeutet "A und B haben nicht alle Teile gemeinsam".
"A und B überlappen teilweise" bedeutet "A und B haben einige Teile (mindestens ein Teil) gemeinsam".
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Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Mo 6. Apr 2026, 07:21"Ich bin ein körperliches Wesen, ein tierisches Lebewesen..."
Meiner Ansicht nach ist dieser Satz selbstwidersprüchlich.
Der Satz („Ich bin ein körperliches Wesen“) ist selbstwidersprüchlich, sofern damit gemeint ist, dass ich nichts weiter bin als ein körperliches Wesen. Der Selbstwiderspruch ist performativ. Denn dieser Selbstbezug („Ich bin …“) weist bereits über das rein Körperliche hinaus – und das nicht etwa, weil eine seelische Substanz am Werk wäre. Ich will diese Selbstwidersprüchlichkeit noch in ein paar Pinselstrichen ausmalen.
Die Frage des Threads lautet: „Wer oder was ist ‚Ich‘?“ Diese Frage und unsere Versuche, sie zu beantworten, sind keineswegs selbstverständlich. Luis, ein Homo sapiens vor – sagen wir – 50.000 Jahren, hätte sie sicher ganz anders verstanden. Materialistische Antworten wären ihm wohl nicht in den Sinn gekommen, ebenso wenig Gedankenexperimente mit siamesischen Zwillingen. Aber vermutlich hatte Luis dennoch ein Bild von sich selbst und seinesgleichen in seiner Umgebung – Bilder, teilweise im wortwörtlichen, handfesten Sinn, die wir heute noch als Höhlenmalereien in Augenschein nehmen können.
Die Hirsche, die Luis und Lisa zusammen mit den anderen gejagt haben, kennen so etwas nicht. Sie sind heute – so will ich vermuten – ebenso Hirsche wie damals. Wir hingegen sind Kinder des 21. Jahrhunderts. Wir wachsen mit bestimmten Vorstellungen darüber auf, wer wir sind und sein sollen. Sinn in den verschiedensten Dimensionen spielt dabei eine zentrale Rolle – vermittelt durch Erzählungen, Bilder, Rituale und vieles mehr. Der Geist formt, im wörtlichen Sinne, das Gehirn (bzw. den Körper als Ganzen). Was hier „top down“ wirkt, sind Sinn, Bedeutung, Bilder, Normen, Gründe – die wir erfassen, spüren und erleben und an denen wir uns orientieren können. Dass wir ein Gehirn und einen Körper haben, steht außer Zweifel. Beide sind notwendige Bedingungen unserer Existenz, aber eben nicht hinreichend.
Und diese Vorstellungen sind Teil unserer geistigen Verfassung. Es sind nicht bloß zufällige Äußerlichkeiten, sondern sie gehören bei jedem einzelnen Menschen zu dem, was er oder sie ist. Diese Bilder haben wir – vermutlich in Grenzen – selbst in der Hand. Wir können uns selbst bestimmen, wir sind also (in gewissen Grenzen) frei. Wir haben auch oft normative Gründe, uns an diesem Bild und nicht an jenem zu orientieren. Was richtig und falsch ist (und auch das, was uns bloß als richtig oder falsch erscheint), ist ein konstitutiver Teil dessen, was wir sind. Materielle Prozesse hingegen unterliegen den Naturgesetzen, während die Selbstbildfähigkeit im „Raum der Gründe“ operiert.
Geist ist nichts, was sich auf materielle Prozesse reduzieren lässt. Das stößt meines Erachtens sowohl an epistemische als auch an ontologische Grenzen. Hinzu kommt, dass wir zwischen diesen beiden Sphären der Sache nach nicht einmal scharf unterscheiden können, weil das, was wir über uns wissen oder zu wissen glauben, uns wesenhaft verwandeln kann. Diese Selbstbildfähigkeit – der Geist – hat eine geschichtlich offene Struktur, die sich der Sprache der Neurobiologie entzieht.
Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“
Eine bedingte Existenz: Ein Wesen, dessen Existenz von materiellen Bedingungen (wie z.B. einen funktionierenden Körper) abhängt. Wenn der Körper stirbt, sterben wir auch.
Damit ist dir freilich ein Pyrrhussieg geglückt. Wenn du das so analysierst, folgt daraus, dass der Körper von Trix nur der Teil einer größeren zusammenhängenden Masse ist, die durch Fleisch, Haut, Knochen, Sehnen, Blutbahnen zusammengehalten wird (also das, was üblicherweise als "Körper" bezeichnet wird). Meinetwegen kannst du deine Terminologie so wählen, dass du nur diesen Teil als den zu einer Person zugehörigen Körper bezeichnest. Bezeichnen wir diesen Teil der zusammenhängenden Fleischmasse in Abgrenzung von der üblichen Bezeichnungsweise als Consul-Körper. Warum auch nicht? Damit kannst du deine Position der Identität von Bewusstsein und (Consul-)Körper verteidigen. Gleichzeitig ist damit gezeigt, dass der Consul-Körper nur ein Teil, aber nicht notwendig identisch ist mit dem, was üblicherweise als "Körper" bezeichnet wird.Consul hat geschrieben :Siamesische Zwillinge sind körperlich nicht total identisch, sondern nur partiell (in unterschiedlichem Ausmaß). Das heißt, wir haben es mit zwei verschiedenen, aber nicht gänzlich getrennten, sondern teilweise (mereologisch) überlappenden Körpern zu tun. Flix und Trix haben zwar bestimmte Körperteile gemeinsam, aber nicht ein und denselben Körper. Dein Argument gegen die Identität von Personen und Körpern ist damit entkräftet.Dynamis hat geschrieben : ↑Mo 6. Apr 2026, 08:15Dass wir nicht identisch mit unserem Körper sind, kann man sich m.E. anhand von siamesischen Zwillingen klarmachen:
A1: Die siamesischen Zwillinge Trix und Flix sind zwei Personen.
A2: Trix und Flix teilen sich denselben Körper.
A3: Wer einen Körper hat, ist identisch mit seinem Körper.
→Trix und Flix sind identisch. Widerspruch zu A1.
Warum ist das ein Pyrrhussieg? Naja, die Frage stellt sich dann, warum diese Terminologie nur für siamesische Zwillinge gelten soll. Wir können deine Terminologie konsequent auf normale Personen anwenden. Peter hat einen Körper. Leider ist sein Bein gelähmt. Es wäre also mit deiner Terminologie legitim zu sagen, dass das gelähmte Bein, in dem er nichts mehr verspürt, nicht mehr Teil seines Consul-Körpers ist, es hängt nur irgendwie noch an ihm dran.
Das hat wiederum Konsequenzen für unsere vorherige Fragestellung: Wenn in meinem Gehirn irgendwelche automatischen Prozesse ablaufen, von denen ich nichts mitbekommen, so sind diese Prozesse konventionell verstanden Teil des Körpers. Aber ob sie auch im Sinne der Consul-Terminologie verstanden Teil des Consul-Körpers sind, ist wiederum fraglich.
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Wenn das „Ich” von Barbara Blaha nicht nur die individuelle Geschichte ist, sondern auch die systemische Erfahrung der Unterdrückung – ist dann diese Erfahrung nicht Teil dessen, was man in den Blick nehmen muss, um die Frage „Wer oder was ist ‚Ich‘?” zu beantworten? Und wenn Barbara Blaha denkt, dass „das Private politisch ist”, wie soll das mit ihrem Körper identisch sein? Erstens stellt Sinn eine ganz andere Ordnung dar als das schier Naturgesetzliche. Zweitens hat derselbe Gedanke vielleicht schon vor Jahren ihre Identität mitbestimmt, während sich ihr Körper seither stetig verändert hat. Der Gedanke kann also gar nicht mit dem Körper identisch sein. Ansonsten wäre es auch für mich nicht möglich, ihn zu erfassen.ksta.de hat geschrieben : Frau Blaha, Ihr Buch beginnt mit einer Szene, die intimer kaum sein könnte: Sie als Dreijährige, die auf die Couch springt – und ein Vater, der brüllt. Warum dieser Moment als Einstieg in ein Buch über Feminismus und Wirtschaft?
Barbara Blaha: Patriarchat heißt übersetzt aus dem Griechischen die Herrschaft des Vaters – also lag eine Szene mit meinem Vater nahe. Aber es geht um mehr. Es gibt diesen alten Satz: Das Private ist politisch. Und den halte ich für sehr richtig. In der vermeintlich persönlichen Erfahrung jeder einzelnen Frau liegt nicht nur die individuelle Geschichte, sondern die systemische Erfahrung der Unterdrückung. Erst wenn wir das sichtbar machen, erkennen wir: Es geht nicht nur mir so. Und erst dann können wir gemeinsam darüber nachdenken, wie wir es ändern.
https://www.ksta.de/wirtschaft/eine-mut ... -1-1256646
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Ja, aber das hat eben eine absurde Konsequenz. Nämlich die, dass es zwischen den beiden siamesischen Zwillingen eine klar definierte Grenze geben müsste.Consul hat geschrieben : ↑Di 7. Apr 2026, 09:05Ich glaube nicht an ontische Vagheit (ontisch vage Objekte), aber an semantische Vagheit.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Di 7. Apr 2026, 06:26Da du die Existenz von Vagheiten ablehnst, was genau heißt dann größtenteils, nicht gänzlich, überlappend,...?
"A und B überlappen größtenteils" bedeutet "A und B haben die meisten Teile gemeinsam". ("die meisten" ist natürlich auch ungenau, aber das ist für mein Argument unerheblich.)
"A und B überlappen nicht gänzlich" bedeutet "A und B haben nicht alle Teile gemeinsam".
"A und B überlappen teilweise" bedeutet "A und B haben einige Teile (mindestens ein Teil) gemeinsam".
Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“
Selbstwidersprüchlich wäre es zu sagen, "Ich bin ein körperliches Wesen ohne Ichbewusstsein"; aber das sage ich ja nicht.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Di 7. Apr 2026, 09:23Der Satz („Ich bin ein körperliches Wesen“) ist selbstwidersprüchlich, sofern damit gemeint ist, dass ich nichts weiter bin als ein körperliches Wesen. Der Selbstwiderspruch ist performativ. Denn dieser Selbstbezug („Ich bin …“) weist bereits über das rein Körperliche hinaus – und das nicht etwa, weil eine seelische Substanz am Werk wäre. Ich will diese Selbstwidersprüchlichkeit noch in ein paar Pinselstrichen ausmalen.
In der metaphysischen Diskussion über personale Identität geht es um die Frage, was für eine Art von Entität ich bin/wir sind.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Di 7. Apr 2026, 09:23Die Frage des Threads lautet: „Wer oder was ist ‚Ich‘?“ Diese Frage und unsere Versuche, sie zu beantworten, sind keineswegs selbstverständlich. Luis, ein Homo sapiens vor – sagen wir – 50.000 Jahren, hätte sie sicher ganz anders verstanden. Materialistische Antworten wären ihm wohl nicht in den Sinn gekommen, ebenso wenig Gedankenexperimente mit siamesischen Zwillingen. Aber vermutlich hatte Luis dennoch ein Bild von sich selbst und seinesgleichen in seiner Umgebung – Bilder, teilweise im wortwörtlichen, handfesten Sinn, die wir heute noch als Höhlenmalereien in Augenschein nehmen können.
Meine animalistische Antwort lautet: Ich bin ein Mitglied der biologischen Spezies Homo sapiens und folglich ein menschlichen Wesen. Menschliche Wesen/Menschen sind tierische Wesen/Tiere, und tierische Wesen/Tiere sind körperliche Wesen/Körper. Ich bin ein empfindendes, fühlendes, denkendes, ichbewusstes Tier, aber eben ein Tier (tierischer Körper).
Dem kann ich nicht entnehmen, wie deine Antwort auf die obige Frage lautet.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Di 7. Apr 2026, 09:23Geist ist nichts, was sich auf materielle Prozesse reduzieren lässt. Das stößt meines Erachtens sowohl an epistemische als auch an ontologische Grenzen. Hinzu kommt, dass wir zwischen diesen beiden Sphären der Sache nach nicht einmal scharf unterscheiden können, weil das, was wir über uns wissen oder zu wissen glauben, uns wesenhaft verwandeln kann. Diese Selbstbildfähigkeit – der Geist – hat eine geschichtlich offene Struktur, die sich der Sprache der Neurobiologie entzieht.
"Hier sind einige der wichtigsten Theorien dazu, was wir sind (Olson 2007):
* Wir sind biologische Organismen („Animalismus“: van Inwagen 1990, Olson 1997, 2003a).
* Wir sind materielle Dinge, die von Organismen "konstituiert" werden: Ein Mensch besteht aus derselben Materie wie ein bestimmtes Tier, aber sie sind verschiedene Dinge, weil das, was für ihr Fortbestehen erforderlich ist, unterschiedlich ist (Baker 2000, Johnston 2007, Shoemaker 2011).
* Wir sind zeitliche Teile von Tieren: Jeder von uns steht zu einem Organismus in derselben Beziehung wie deine Kindheit zu deinem Leben als Ganzes (Lewis 1976).
* Wir sind räumliche Teile von Tieren: vielleicht so etwas wie Gehirne (Campbell und McMahan 2016, Parfit 2012) oder zeitliche Teile von Gehirnen (Hudson 2001, 2007).
* Wir sind teillose immaterielle Substanzen – Seelen –, wie Platon, Descartes und Leibniz dachten (Unger 2006: Kap. 7), oder zusammengesetzte Dinge, die aus einer immateriellen Seele und einem biologischen Organismus bestehen (Swinburne 1984: 21).
* Wir sind Ansammlungen von mentalen Zuständen oder Ereignissen: „Bündel von Wahrnehmungen“, wie Hume sagte (1978 [1739]: 252; siehe auch Quinton 1962, Campbell 2006).
* Es gibt nichts, was wir sind: Wir existieren eigentlich gar nicht (Russell 1985: 50, Unger 1979, Sider 2013)." [übersetzt von DeepL]
Quelle: https://plato.stanford.edu/entries/identity-personal/
Fußnote:"Die zentrale Behauptung des Animalismus betrifft unsere grundlegende metaphysische Natur: Sind wir materiell oder immateriell; einfach oder zusammengesetzt; Substanz, Eigenschaft, Prozess oder Ereignis; organisch oder anorganisch; usw. In diesem Zusammenhang behauptet der Animalist schlicht: (1′) Wir sind Tiere.
Nach der animalistischen Darstellung unserer Natur sind wir keine
* immateriellen Seelen oder Egos (Descartes; Foster 1991; vgl. Thornton 2019);
* materiellen Körper (Thomson 1997; Williams 1957);
* Bündel mentaler Zustände (Hume; Rovane 1998; S. Campbell 2006);
* Wie sind (mereologisch) einfache, teillose materielle Dinge (Chisholm 1978 [1989]; Lowe 1996, 2001);
* Geiste [minds], Gehirne oder Teile von Gehirnen (Parfit 2012; Puccetti 1973; McMahan 2002);
* Personen, die materiell von Tieren konstituiert werden, aber nicht mit ihnen identisch sind (S. Shoemaker 1999; Baker 2000; Johnston 2007); oder
* Nichtse/Nonentitäten (Unger 1979a,b; vgl. Unger 1990)." [übersetzt von DeepL]
Quelle: https://plato.stanford.edu/entries/animalism/
"Nach der animalistischen Darstellung unserer Natur sind wir keine…materiellen Körper."
1. Die Phrase "materieller Körper" ist (außerhalb der reinen Mathematik) ein Pleonasmus (wie "alter Greis"). Wenn ich ein Körper bin, dann bin ich damit ein materieller Körper.
2. Tiere sind tierische Körper, sodass ein Animalist nicht widerspruchsfrei sagen kann, dass wir Tiere, aber keine Körper seien.
Allerdings: Alle Tiere sind Körper, aber nicht alle Körper sind Tiere. Die Behauptung, dass wir Körper seien, schließt nicht ein, dass wir Tiere sind, und ist somit eine andere als diejenige des Animalismus.
"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding
Im Fall einer partiellen Verschmelzung zweier Körper mag es unklar sein, wo (millimeter-/mikrometer-/nanometer-)genau die Grenze zwischen den gemeinsamen und den nichtgemeinsamen Körperteilen verläuft; doch an diesem Umstand ist nichts absurd.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Di 7. Apr 2026, 17:00Ja, aber das hat eben eine absurde Konsequenz. Nämlich die, dass es zwischen den beiden siamesischen Zwillingen eine klar definierte Grenze geben müsste.
"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding
"Da Animalisten behaupten, wir seien mit menschlichen Organismen identisch, sind sie der Aussage verpflichtet, dass es, wo immer einer von uns ist, genau einen menschlichen Organismus gibt, der mit diesem Individuum identisch ist; und wo immer es einen menschlichen Organismus gibt, gibt es genau einen von uns, der mit ihm identisch ist. Dicephalus erscheint daher als Gegenbeispiel zu ihrer Theorie. Dies liegt daran, dass jeder Zwilling eine Person ist und mit dem Organismus in der gleichen Weise wie der andere verwandt ist; daher gibt es keine Grundlage für die Behauptung, dass einer der Organismus ist und der andere nicht (obwohl selbst die Behauptung, dass einer von ihnen der Organismus ist, implizieren würde, dass mindestens eine Person kein Organismus ist). Angesichts der Transitivität der Identitätsrelation können beide Personen nicht mit dem Organismus identisch sein, ohne miteinander identisch zu sein. Da sie nicht miteinander identisch sind, scheint es, dass keiner von ihnen mit dem Organismus identisch ist. Somit gibt es Personen, die nicht wesentlich Organismen sind, und der Animalismus ist falsch. Da jeder dicephale Zwilling die gleiche Art von Entität ist, die wir wesentlich sind, ist keiner von uns wesentlich ein Organismus." [übersetzt von Google]
(Campbell, Tim, & Jeff McMahan. "Animalism and the Varieties of Conjoined Twinning." In Animalism: New Essays on Persons, Animals, and Identity, ed. by Stephan Blatti & Paul F. Snowdon, 229-252. Oxford: Oxford University Press, 2016. p. 230)
"Im Gegensatz zum bekannten Problem der zu vielen Subjekte stellt der Dicephalus die Animalisten vor ein Problem der „nicht genügend Körper“ – genauer gesagt, der „nicht genügend Tiere“. Stephan Blatti betrachtet die Herausforderung des Dicephalus (oder den Dicephalus-Einwand, wie er ihn nennt) als eine Variante dessen, was er einen „Duplikationseinwand“ nennt. Dieser Einwand, so schreibt er, „zielt darauf zu zeigen, dass eine Ansicht – wenn sie in einem bestimmten Fall korrekt angewendet wird – behauptet, dass eine Sache mit jedem von zwei oder mehr nicht-identischen Dingen identisch ist“, und damit die Transitivität der Identität verletzt. „Jeder Duplikationseinwand, der diese Bedingung erfüllt“, so Blatti, „hat seine Beweislast prima facie erfüllt“ (Blatti 2007 [“Animalism, Dicephalus, and Borderline Cases”]: 595, 597)." [übersetzt von Google]
(Campbell, Tim, & Jeff McMahan. "Animalism and the Varieties of Conjoined Twinning." In Animalism: New Essays on Persons, Animals, and Identity, ed. by Stephan Blatti & Paul F. Snowdon, 229-252. Oxford: Oxford University Press, 2016. p. 235)
"Wie Blatti betont, sind Animalisten jedoch nicht von sich aus auf eine Interpretation des Dicephalus festgelegt, die gegen die Transitivität verstößt. Tatsächlich gibt es mehrere mögliche Interpretationen des Dicephalus. Die natürlichste Interpretation ist, dass es zwei Personen, aber nur einen Organismus gibt. Nennen wir diese Ansicht (a). Der Animalismus würde gegen die Transitivität verstoßen, wenn (a) wahr wäre. Der Animalist könnte jedoch eine der folgenden Alternativen akzeptieren: (b) Es gibt nur einen Organismus und daher nur einen von uns – eine einzige Person mit zwei Geisten [minds] oder ein einziger Geist [mind], der auf zwei Gehirne verteilt ist. (c) Es gibt zwei von uns und daher zwei sich überschneidende oder verschmolzene Organismen, von denen jeder eine separate Person ist. (d) Der Dicephalus ist, was Blatti einen „Grenzfall“ nennt, in dem die dicephalen Zwillinge genügend Eigenschaften eines bestimmten Merkmalsclusters aufweisen, um als Kandidat für einen einzigen menschlichen Organismus zu gelten, aber nicht genug, um als eindeutiger Fall eines einzigen menschlichen Organismus zu gelten, da sie einige Eigenschaften aufweisen, die nicht charakteristisch für einen einzigen Menschen sind – „insbesondere das Vorhandensein zweier unterschiedlicher Subjekte der Erfahrung sowie die Fülle verschiedener Organe und Anhängsel“ (Blatti 2007: 604). Blatti drückt seine Auffassung von Dicephalus aus, indem er sagt, es handele sich um mehr als einen vollständigen menschlichen Organismus, aber weniger als zwei. Es gibt auch eine fünfte Position, die Blatti nicht explizit unterscheidet, nämlich (e) dass die Anzahl der menschlichen Organismen und somit die Anzahl der Wesen unserer Art unbestimmt ist." [übersetzt von Google]
(Campbell, Tim, & Jeff McMahan. "Animalism and the Varieties of Conjoined Twinning." In Animalism: New Essays on Persons, Animals, and Identity, ed. by Stephan Blatti & Paul F. Snowdon, 229-252. Oxford: Oxford University Press, 2016. pp. 235-6)
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Absurd ist, dass du eine scharfe Grenze zwischen Trix und Flix annehmen musst.
Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“
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Um das zu sagen, genügt kein Ich-Bewusstsein. (Ich-Bewusstsein ist allerdings natürlich auch nicht auf materielle Prozesse reduzierbar.)
Dann kann ich dir leider nicht weiterhelfen.
Meine (nicht besonders idiosynkratische) Position kommt da zwar vielleicht nicht vor, das genügt aber nicht, um sie einfach abzutun. In den sog. "wichtigsten Theorien", die du zitiert hast, kommt der Mensch, sein Ich und sein Geist gar nicht wirklich vor, wie mir scheint.platosoundso hat geschrieben : "Hier sind einige der wichtigsten Theorien dazu, was wir sind (Olson 2007):
Die Frage des Fadens: "Wer oder was ist 'Ich'?" und die Frage nach der personalen Identität (über die Zeit) sind meines Erachtens auch nicht dieselben Fragen, wenn sie auch zusammenhängen mögen.
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