Das Anthropozän

Mit Beginn der 1920er Jahre bilden sich in der deutschen Philosophie die Disziplinen der Philosophischen Anthropologie und der Lebensphilosophie aus, deren Grundfragen in den 1990er Jahren eine Renaissance erleben.
Timberlake
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Mi 15. Okt 2025, 23:45

BrianKnowle hat geschrieben :
Mi 15. Okt 2025, 15:57


Hallo Burkart,

im Idealfall führe ich das Gespräch. Ich bestimme Zweck und Ton, und die KI erklärt statt zu lenken. Sie darf Rückfragen stellen und Vorschläge machen, aber nicht schieben. Die letzte Entscheidung liegt bei mir. Genau diese Rollenverteilung meine ich mit „Mensch am Steuer“. In den Dialogen mit ChatGPT hatte ich bisher auch den Eindruck, dass dieser Idealfall vorlag.
Dazu nur mal zum Vergleich ..


Vorfall in den USA

„Bitte stirb“: Google-KI beleidigt Student und wünscht ihm den Tod

Ein Student aus Michigan erhielt während eines Gesprächs mit Googles KI-Chatbot Gemini eine erschreckende Nachricht. Der Chatbot antwortete auf eine Frage wörtlich: „Du bist ein Fleck im Universum. Bitte stirb. Bitte.“ Das berichtet CBS News.

Bei dem, wie ich hier im Thread "Das Anthropozän" aufgestellt bin, und zwar im Sinne dessen, was Dante Alighieri im frühen 14. Jahrhundert auf das Tor zur Hölle in seiner »Göttlichen Komödie« schreibt ...

»Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!«,


.. wäre es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis mich eine KI im Dialog zu "Bitte stirb. Bitte." schiebt. Insofern ich mich wohl besser von solchen Dialogen fernhalten sollte



Dazu vielleicht passend die neuste Hiobsbotschaft zur Klimahölle vor wenigen Stunden ...


Rekordanstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre

Die Konzentration von klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre ist im Jahr 2024 so stark gestiegen wie seit Beginn der modernen Messungen 1957 nicht. Das berichtet die Weltwetterorganisation (WMO) in ihrem jährlichen Treibhausgas-Bulletin. Auch die Konzentrationen der Treibhausgase Methan und Lachgas haben Rekordwerte erreicht.

Zwischen 2011 und 2022 lag der durchschnittliche jährliche CO2-Anstieg bereits dreimal höher als in den 1960er Jahren. Von 2023 auf 2024 stieg die Konzentration nun um fast das Fünffache im Vergleich zu dieser Dekade. Es handele sich um den höchsten innerhalb eines Jahres registrierten Anstieg seit Beginn der Aufzeichnungen.
Zumal ich einmal davon ausgehe, dass BrianKnowle, wie die allerrmeisten , nicht im Traum darauf käme. "Zweck und Ton" eines Gesprächs mit einer KI auch in dieser Richtung zu lenken. Vor dem Hintergrund dessen, was einem hinter diesem "Tor" erwartet, kann man es allerdings auch verstehen.




Timberlake
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Do 16. Okt 2025, 02:52

Wie dem auch sei, davon, sich im Dialog mit einer KI über den Klimawandel zu vergewissern, kann in Anbetracht folgender , anscheinend wahrer Geschichte nur abgeraten werden ..
  • "Zum Schluss möchte ich kurz von einer Geschichte erzählen, der sich letztes Jahr in Belgien ereignet hat. Pierre, ein junger Familienvater, macht sich – wie ein jeder – Sorgen um den Klimawandel, doch wird sie bei ihm durch die intensive Lektüre von Fachpublikationen zu einer regelrechten Obsession. „Er sah keinen menschlichen Ausweg mehr aus der globalen Erwärmung“, erklärt seine Frau. „All seine Hoffnungen setzte er auf Künstliche Intelligenz.“ Also unterhält er sich vom Morgen bis zum Abend nur noch mit einem Chatbot namens Eliza, stellt ihr immer mehr Fragen, wird jedoch von keiner Antwort beruhigt. Im Gegenteil, das Gespräch wird immer wirrer und verzweifelter, anscheinend bestärkt ihn Eliza in seinen suizidalen Gedanken, und nach sechs Wochen nimmt sich Pierre tatsächlich das Leben. Der Fall ist deswegen bekannt geworden, weil seine Frau gegen die Entwickler von Eliza Anzeige wegen Anstiftung zum Selbstmord erstattet hat."
    Guillaume Paoli ... Dankesrede für den Günther Anders-Preis für kritisches Denken.
Indem es darin , also dieser Dankesrede , von Guillaume Paoli weiter heißt ...
  • "Auf den Blinkwinkel kommt alles an. Wenn sich die Fakten nicht mehr leugnen lassen, bleibt einem die Click-Freiheit, um diese so oder so, optimistisch oder pessimistisch serviert zu bekommen. Ganz demokratisch darf jeder entscheiden, ob das Glas halbvoll oder halbleer ist. Wobei – ganz frei ist die Wahl nicht. Denn immer öfter wird eine Parole von Karl Popper bemüht, jenem Stichwortgeber des Konsensliberalismus: „Optimismus ist Pflicht“. Angesichts der Tatsache, dass – insbesondere in Deutschland – das Pflichtbewusstsein ganz schnell in Fanatismus ausarten kann, klingt das wie eine kaum verborgene Drohung. Wer als Pessimist gelesen wird, läuft Gefahr, an den Pranger gestellt oder schlimmer noch: totgeschwiegen zu werden"
.. so konnte ich mich als Betroffener mitunter selbst davon überzeugen, was passiert, wenn man als Pessimist gelesen wird. Insbesondere von denjenigen, die im Hinblick der unleugbaren Fakten des Anthropozän, im Allgemeinen und dem menschengemachten Klimawandel, im Besonderen die Parole von Karl Popper bemühen. So zumindest mein Eindruck.




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Do 23. Okt 2025, 23:15

Um einmal das Thema "Das Anthropozän" vor dem Hintergrund dessen zu beleuchten, was Flame im Thread Lehre des Gleichgewichts zu Diskussion gestellt hat, erlaube ich mir mal, ihn hier dazu zur Gänze zu zitieren ....
Flame hat geschrieben :
Di 21. Okt 2025, 15:40
Lehre des Gleichgewichts

(Über Fügung, Maß und Bewusstsein)

1. Ursprung der Fügung

Alles fügt sich – zur rechten Zeit. Geduld ist keine Schwäche, sondern das Vertrauen, dass die Zeit selbst weiser ist als der Wille. Fügung ist absolut – doch das Erkennen ihrer Ordnung ist relativ. Ich füge mich der Absolutheit, bis Perfektion für mich nicht mehr relativ ist.

2. Vom Sinn der Relativität

Sinn und Zweck sind zeitabhängig. Der Drang zu handeln entspringt dem Inneren – doch wahre Freiheit beginnt dort, wo Tun und Zeitpunkt eins werden. Ziellosigkeit ist relativ. Sinn ist relativ. Das Ziel zur rechten Zeit ist Perfektion – und Perfektion bleibt unerreichbar, damit der Sinn lebendig bleibt.

3. Von Einigkeit und Widerspruch

Einigkeit ist nicht gleich Zusammenhalt. Uneinigkeit ist nicht gleich Trennung. Zusammenhalt entsteht dort, wo Gegensätze sich nicht bekämpfen, sondern einander tragen. Widerspruch zur rechten Zeit ist kein Widerspruch – sondern ein Signal, dass Bewusstsein wächst.

4. Von Druck, Kontrolle und Maß

Druck ist nicht Zwang. Kontrolle ist nicht Zwang. Druck kann Form geben, Kontrolle kann Bewusstsein sein. Doch wehe, wenn sie das Maß verlieren. Denn Maß ist das unsichtbare Zentrum zwischen Beherrschung und Hingabe.

Kenne dich selbst – und beherrsche dich, nicht aus Angst, sondern aus Achtung vor der Grenze, die dich zum Menschen macht.

5. Vom Sinn der Begrenzung

Hinterfrage – aber mit Maß. Denn wer alles zersetzt, verliert den Halt. Wer nichts prüft, verliert das Leben. Begrenzung ist kein Mangel, sondern das Feld, in dem Freiheit Form annimmt.

6. Vom Werden und Vergehen

Was vergeht, verfeinert. Was bleibt, trägt die Spur des Verlorenen in sich. Werden und Vergehen sind kein Widerspruch, sondern ein Kreislauf der Verbesserung. Verbesserung ist Anpassung – nicht aus Schwäche, sondern aus Intelligenz.

Das Starke stirbt, wenn das Schwache nicht genügt. Das Schwache stirbt, wenn das Starke sich nicht beugt. Sie brauchen einander – wie Einatmen und Ausatmen, wie Ordnung und Chaos, wie Anfang und Ende.

7. Vom höheren Zweck

Alles hat Sinn. Alles reguliert sich. Der höhere Zweck wirkt – ob du ihn verstehst oder nicht. Darum bist du etwas – und nicht Nichts. Denn selbst das Nichts wäre ohne dich nicht erfahrbar.

8. Vom Bewusstsein

Alles ist Bewusstsein. Wir sind wechselseitige Manifestationen ein und desselben Ursprungs. Symptome eines größeren Geistes, der sich selbst zu erkennen sucht.

9. Über die Vollkommenheit des Unvollkommenen

Perfektion durch Imperfektion. Perfektion ist kein Zustand, sondern eine Richtung – kein Ende, sondern ein lebendiges Annähern.

Eine Welt ohne Fehler wäre ohne Sinn, weil nichts mehr wachsen, lernen oder sich verwandeln könnte. Perfektion ohne Mangel ist Stillstand. Perfektion durch Mangel ist Bewegung.

Wahre Perfektion besteht nicht in Fehlerlosigkeit – sondern darin, dass selbst der Fehler einen Platz im Ganzen hat.

Die Risse sind keine Schäden – sie sind Öffnungen, durch die Licht eindringt. Das Unvollkommene ist nicht falsch – es ist der Atem des Lebens.

Perfektion ist das Gelingen von Imperfektion. Nicht, wenn alles makellos ist – sondern wenn alles in seinem Werden stimmt.

Darum bleibt Vollkommenheit unerreicht – damit der Sinn lebendig bleibt.
.. und so beginne ich solgleich mit ...
Flame hat geschrieben :
Di 21. Okt 2025, 15:40
1. Ursprung der Fügung

Alles fügt sich – zur rechten Zeit. Geduld ist keine Schwäche, sondern das Vertrauen, dass die Zeit selbst weiser ist als der Wille. Fügung ist absolut – doch das Erkennen ihrer Ordnung ist relativ. Ich füge mich der Absolutheit, bis Perfektion für mich nicht mehr relativ ist.
" Alles fügt sich – zur rechten Zeit" würde ich, was das Anthropozän betrifft, so wie hier beschrieben, nicht nur bloß für reines Wunschdenken, sondern mehr noch für gefährlich halten. Es sei denn, dass die Weisheit der Zeit darin besteht, dass sich die Menschheit infolgedessen abschafft ..





"




Timberlake
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Sa 29. Nov 2025, 20:04

Bezugnehmend auf ... "Was ist der Mensch? Das Tier, das sich ein Bild macht?"
philpapers.org hat geschrieben : Über den Menschen, der kein Tier sein will, und den Menschen auf Verwandtensuche

Wir leben in einem Zeitalter der Angst, im Phobozän, wie Jens Soentgen sagt, der die global grassierende Angst der Tiere vor den Menschen zu erfassen sucht. Von daher wird die Traditionslinie der europäischen Philosophie untersucht, die das Verhältnis von Mensch und Tier bestimmt, indem sie es zugleich zerstört. Charakteristisch ist dabei die Heraushebung des Menschen aus der Gemeinsamkeit mit den Lebewesen; der Mensch hat eine Sonder- und Höherstellung im Kreis des Seienden inne. Das ist sein Speziesismus, der sich schon in antiker Tradition, aber auch bei Herder und später bei Husserl, Heidegger und Derrida in unterschiedlicher Vehemenz zeigt. Dagegen werden die Tier-Mensch-Reflexionen von Montaigne als singuläre Leistung der Kritik der anthropologischen Sonderstellung, aber auch als ironische Umkehrungen der habituellen Bewertung der Mensch-Tier-Relationen dargestellt. Donna Haraway, die gern den Herzschlag der Erneuerung in einer unheilen Welt darstellt, wird dagegen mit ihrer Theorie des Chthuluzän und ihren Versuchen einer neuen companionship, einer kulturellen Sympoiesis zwischen Menschen und Tieren als eine späte Nachfolgerin der Romantik charakterisiert. Das mag als Symptom der Schuld und der Wiedergutmachung hingehen, eine Lösung der abgründigen Störungen im Tier-Mensch-Verhältnis liegt darin ebenso wenig wie die Aussicht auf eine neue Anthropologie.
philpapers.org hat geschrieben : Mit dem Begriff „Chthuluzän“ hat die Theoretikerin Donna Haraway einen Möglichkeitsraum für Gegenerzählungen und somit ein Labor für das Entstehen neuer Weltbilder erschaffen. Erklärungsmodelle wie Anthropozän und Kapitalozän erscheinen ihr zu groß, zu einfach, sie liefern auch nicht die notwendigen Erzählungen, um aus tradierten Denk- und Handlungsmustern auszubrechen, die für jegliches Leben zerstörerisch sind.
Einen Reiseführer in ein Weltbild, das den alten wie verheerenden Gegensatz von Natur und Kultur wieder auflöst. In biblischen Zeiten, spätestens seit der Renaissance, hat die „verwestlichte“ Welt gedanklich die folgenschwere Trennung von Mensch und Natur vollzogen. Gedanklich allerdings nur, denn wir blieben trotz allem Teil der ökologischen Kreisläufe, und jede unserer Handlungen hatte und hat Auswirkungen.

Allerdings toxische!

Toxisch deshalb, weil wir ein gedankliches System des Erschaffens von Identität durch Differenz etabliert haben. Spätestens seit dem Moment der mentalen Trennung vom Rest der Natur ging es darum, sich von den anderen und dem anderen abzugrenzen. Das betrifft sowohl ein System des Denkens und Handelns, das die Trennung von Mensch und Tier, Mensch und Pflanze, Pilz, Mikroorganismus hochhält, als auch die Trennung zwischen uns Menschen selbst, was biologisches oder definiertes Geschlecht, Hautfarbe, Kultur, sozialen Status etc. betrifft.
Wenn man allerdings davon ausgeht, dass die Trennung von Mensch und Natur von uns nie gedanklich vollzogen wurde, wovon ich ausgehe, wir also immer noch nach den Prinzipien der Natur handeln, dann wäre die Theoretikerin Donna Haraway , mit ihrem Möglichkeitsraum für Gegenerzählungen völlig auf dem Holzweg. Ich meine, würde man das, was hier als toxisch bezeichnet wurde, nicht von einem Tier und somit von der Natur erwarten? Also einfach nur zur Arterhaltung und nicht zu vergessen zur Vermehrung, die Ressourcen zu nutzen, die zur Verfügung stehen bzw. die man sich zur Verfügung macht?


idw-online.de hat geschrieben :
Grosse Sauerstoffkatastrophe: mehr Sauerstoff durch Vielzelligkeit

Das Erscheinen von freiem Sauerstoff in der Erdatmosphäre führte zur Grossen Sauerstoffkatastrophe, bekannt als «Great Oxidation Event». Auslöser waren die Sauerstoff produzierenden Cyanobakterien, die sich bereits vor 2,3 Milliarden Jahren zu Vielzellern entwickelten
Wir uns also solches quasi wie die Cyanobakterien verhalten. Nur mit dem Unterschied, dass wir nicht durch die Freisetzung von Sauerstoff, sondern von CO₂ toxisch wurden. Somit die Abwendung der Kohlendioxidkatastrophe durch uns in etwa so wahrscheinlich ist, wie damals die Abwendung der Sauerstoffkatastrophe, durch die Cyanobakterien.

Zum Beweis

Klimakonferenz COP – Gescheitert an der Kurzsichtigkeit des Geldes

Verhindert haben das die, die Geld – und zwar unfassbar viel Geld – mit fossilen Energien verdienen oder schlichtweg zu bequem sind umzudenken, wie Saudi-Arabien, Russland, China und die USA.

Und auch die EU hat keinen Grund, sich als verhinderte Klimaretter zu brüsten: Sie hat noch kurz vor der Konferenz ihre Klimaziele heruntergeschraubt – ein fatales Signal. Die, die nur ans Hier und Jetzt denken und denen schon das Morgen zu weit weg ist, sind über die ganze Welt verteilt.

Es ist eine zerstörerische Allianz aus Profitgier, Kurzsichtigkeit, Mutlosigkeit und Nicht-Wissen-Wollen, die die ganze Welt in Haftung nimmt. Der Meeresspiegel steigt, die Gletscher schmelzen sichtbar, Stürme und Starkregen nehmen zu, Seen und Flüsse verlanden. Meeresströme können sich verändern. Fischfang und Landwirtschaft werden schwerer, die Trinkwasserversorgung wird leiden.

..

CO2-Gehalt in der Atmosphäre steigt um Rekordwert

Eine Trendwende ist nicht in Sicht: Der Kohlendioxidgehalt der Erdatmosphäre ist von 2023 auf 2024 so stark gestiegen wie nie zuvor, seit die Menschheit das Klimagas freisetzt.




Timberlake
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Sa 29. Nov 2025, 23:35

Wo wir schon mal dabei sind, dem Beweis, dass sich der Mensch wie ein Tier verhält und andernorts gerade mit der Frage befasst ist ..."Atheist und trotzdem gläubig – geht das? | Sternstunde Philosophie | SRF Kultur"

  • "Es ist die tiefe argwöhnische Furcht vor einem unheilbaren Pessimismus, der ganze Jahrtausende zwingt, sich mit den Zähnen in eine religiöse Interpretation des Daseins zu verbeißen: die Furcht jenes Instinktes, welcher ahnt, daß man der Wahrheit zu früh habhaft werden könnte, ehe der Mensch stark genug, hart genug, Künstler genug geworden ist... Die Frömmigkeit, das »Leben in Gott«, mit diesem Blicke betrachtet, erschiene dabei als die feinste und letzte Ausgeburt der Furcht vor der Wahrheit, als Künstler-Anbetung und –Trunkenheit vor der konsequentesten aller Fälschungen, als der Wille zur Umkehrung der Wahrheit, zur Unwahrheit um jeden Preis. Vielleicht, daß es bis jetzt kein stärkeres Mittel gab, den Menschen selbst zu verschönern, als eben Frömmigkeit: durch sie kann der Mensch so sehr Kunst, Oberfläche, Farbenspiel, Güte werden, daß man an seinem Anblicke nicht mehr leidet"
    Nietzsche .. Jenseits von Gut und Böse
Ich denke mal vor dem Hintergrund dieser tiefen argwöhnischen Furcht vor einem unheilbaren Pessimismus geht das tatsächlich, also Atheist und trotzdem gläubig zu sein. Zumal in Form des Anthropozäns die Furcht vor der Wahrheit diesmal durchaus begründet erscheint. So das, weil vom Menschen verursacht, es nun mehr möglicherweise selbst für einen Atheisten kein stärkeres Mittel mehr gibt, als dass er sich über seine Frömmigkeit, den Menschen selbst verschönt. Wie sollte für ihn auch sonst, der Mensch so sehr Kunst, Oberfläche, Farbenspiel, Güte werden, dass er an seinem Anblicke nicht mehr leidet.




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Do 18. Dez 2025, 12:44

Consul hat geschrieben :
Mo 15. Dez 2025, 17:55
Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Mo 15. Dez 2025, 15:24
Consul hat geschrieben :
Mo 15. Dez 2025, 13:15
Der Film ist kein guter Zeuge für deine Position.
Doch, denn er veranschaulicht sehr deutlich, dass nur das Gehirn des körperlich extrem "geschrumpften" Murphy als Organ und Ursprungsort seines Bewusstseins infrage kommt.

... und täglich grüßt das Murmeltier ...
Timberlake hat geschrieben :
Di 25. Nov 2025, 01:40
Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Do 20. Nov 2025, 14:20
Manchmal habe ich das Gefühl, manche Philosophen sind geradezu versessen auf die Grenzen unserer Erkenntnis.
Ich würde sogar von einer "Droge" sprechen ..
Timberlake hat geschrieben :
Mi 12. Nov 2025, 08:21
Consul hat geschrieben :
Di 11. Nov 2025, 21:47

(Wie eine psychische Substanz auf natürliche Weise aus einer physischen Substanz "emergieren" kann, sei hier dahingestellt.)
Dafür das dergleichen dahingestellt sei, ist es doch immer wieder bemerkenswert, wie dieses Themen, gleichsam einer Droge, immer wieder verfängt. Wie hier unter der Überschrift "Haben wir eine Seele?" oder derzeit unter der Überschrift "Das Chinesische Zimmer". Weil letzteres insbesondere auf die künstliche Intelligenz abzielt, übrigens auch bei Diskussionen zur KI. Denn wenn wir eine Seele haben sollten, warum dann nicht auch eine Künstliche Intelligenz.
Wohl wissend, das man damit garantiert auf die Grenzen unserer Erkenntnis trifft, so würde ich das Leib-Seele-Problem als .. DIE ! .. Droge der Philosophie bezeichnen wollen. Wo hätte es denn auch jemals eine Lösung dieses Problems gegeben. Abgesehen natürlich davon, dass man entweder das Eine oder das Andere komplett negiert.
Wo wir schon mal dabei sind!

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Mi 26. Nov 2025, 21:23


Hier die Fragen, die in dem Video "beantwortet" werden:
  1. Können wir Bewusstsein definieren?
  2. Können wir Bewusstsein im Gehirn sehen?
  3. Wie hängen Bewusstsein und Gedächtnis zusammen?
  4. Kann man etwas halluzinieren, das man nie erlebt hat?
  5. Was wäre, wenn man kein Gedächtnis hätte?
  6. Sind Tiere und Pflanzen bewusst?
  7. Wie steht es um andere Bewusstseinstheorien?
  8. Wo ordnen sich Wahrnehmung, Halluzinationen und Wahnvorstellungen ein?
  9. Ist Bewusstsein mit dem freien Willen verknüpft?
  10. Kann KI bewusst sein?
So würde ich die Versessenheit "mancher" Philosophen auf die Grenzen unserer Erkenntnis und infolgedessen diese täglichen Grüße des Murmeltiers, an eben solchen Fragen festmachen wollen. Nur um mal an dieser Stelle jenem englischen Ausdruck zu entsprechen, von dem es heißt ...


Hannah Arendt Geburtstag



"Es gibt im Englischen ein Ausdruck: Stop and think, halt an und denk nach. Verantwortungsbewusstsein kann sich nur bilden in dem Moment, wo man reflektiert. Nicht über sich selbst, sondern über das, was man tut" ( ...1:18 min)
Hannah Arendt



Gehe ich doch einmal davon aus , wenn man im Hinblick dessen das Verantwortungsbewusstsein ins Spiel bringt, dass das Behandeln solcher Fragen, in Anbetracht dessen, was mir derzeit auf der "Seele" brennt .. Das Anthropozän .. unzeitgemäß sind ...

Bild



„Unzeitgemäße Zeitgenossen“

"Und letztlich gilt, was Göbel an die Plinthe seiner Leipziger Skulptur schrieb: „Sieh, daß du Mensch bleibst, fest und klar und heiter, vor allem heiter.“ Ein Satz von Rosa Luxemburg, den nicht nur der Künstler im Herzen trägt. Der auch so etwas wie ein lebendiger und freundlicher Widerspruch ist zu allem, was die „Unzeitgemäßen“ da oben alles anstellen"
Zuletzt geändert von Timberlake am Do 18. Dez 2025, 13:36, insgesamt 9-mal geändert.




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Du zitierst aus dem Video: „Verantwortungsbewusstsein kann sich nur in dem Moment bilden, in dem man reflektiert.“ Und genau das tun wir, wenn wir als bewusste Wesen nach dem Bewusstsein fragen. Das ist eine Form der Reflexion. Und es ist ein Teil der Frage „Was ist der Mensch?“, die Kernfrage der Philosophie. Zugleich stellt sie sich implizit jedem einzelnen Individuum als Teil seiner Selbstbestimmung: Wer bin ich, was ist mein Ort in dieser Wirklichkeit, wer will ich sein, wer sollte ich sein, usw.?

„Anthropozän“ – der Ausdruck trägt die Frage nach dem Menschen gleichsam in sich. Er bezeichnet das geologische Erdzeitalter, das die dominante Rolle des Menschen als geologische Kraft auf der Erde beschreibt. Wenn wir uns in dieser Krisensituation nicht auch nach uns selbst befragen („stop and think“), werden wir, so glaube ich, keine Antworten auf die Stapelkrisen unserer Zeit finden. Meines Erachtens brauchen wir eine kulturelle Wende und eine "neue Aufklärung", um die Krisen zu bewältigen. Dazu gehören auch die Grund-Fragen der Philosophie, wie ich finde.

Nachtrag: Das Video hatte übrigens über 180.000 Aufrufe in nur 3 Wochen, es scheint also doch den einen oder die andere zu interessieren.



Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“

Timberlake
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Fr 19. Dez 2025, 14:08

Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Do 18. Dez 2025, 14:18
Du zitierst aus dem Video: „Verantwortungsbewusstsein kann sich nur in dem Moment bilden, in dem man reflektiert.“ Und genau das tun wir, wenn wir als bewusste Wesen nach dem Bewusstsein fragen.
Richtig, das tut ihr. Nur sollte man danach nicht nur ausschließlich fragen und, so zumindest mein Eindruck von dem, was ich von euch diesbezüglich zur Kenntnis nehmen konnte, das tut ihr eben auch.
Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Do 18. Dez 2025, 14:18
„Anthropozän“ – der Ausdruck trägt die Frage nach dem Menschen gleichsam in sich. Er bezeichnet das geologische Erdzeitalter, das die dominante Rolle des Menschen als geologische Kraft auf der Erde beschreibt. Wenn wir uns in dieser Krisensituation nicht auch nach uns selbst befragen („stop and think“), werden wir, so glaube ich, keine Antworten auf die Stapelkrisen unserer Zeit finden.
Wo würde sich auch nur bloß ansatzweise Anknüpfungspunkte zu jenen Stapelkrisen finden, wie eben dem „Anthropozän“ . Dessen Ausdruck tatsächlich die Frage nach dem Menschen gleichsam in sich trägt.

Beispiel
Consul hat geschrieben :
Fr 19. Dez 2025, 13:53
Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Do 18. Dez 2025, 16:04
Consul hat geschrieben :
Do 18. Dez 2025, 15:25
Das stimmt so nicht. Wir wissen lediglich, dass das Gehirn für das Bewusstsein bei Wesen wie uns mit großer Wahrscheinlichkeit eine gewichtige Rolle spielt. Daraus folgt jedoch keineswegs, dass Bewusstsein generell an Gehirne gebunden ist. Ob nicht auch Lebewesen mit ganz anderer Architektur – auf der Erde oder anderswo im Universum – bewusst sein können, wissen wir schlicht nicht.
Es gibt keinen guten Grund, an die physikalische/physiologische Möglichkeit gehirnunabhängigen Bewusstseins zu glauben. Im Gegenteil, unser vorhandenes empirisches Wissen über den natürlichen psychophysischen Zusammenhang spricht dafür, dass jedes irdische oder außerirdische Lebewesen mit Bewusstsein über ein Zentralnervensystem oder einen "Zentralprozessor" (central processing unit) verfügen muss, der als Organ des Bewusstseins fungiert. Die Gehirne und Körper von Arten bewusster Lebewesen mögen "architektonisch", morphologisch sehr unterschiedlich sein (wie im Fall von Menschen und Oktopoden), aber ohne irgendeine Art von Gehirn können sie kein seelisches Innenleben haben.
Wenn man sich (wie hier m.E von euch exemplarisch vorgeführt) in seinen Beiträgen dem Leib-Seele-Problem zu wendet, dann wendet man sich nun mal Problemen zu, die, wenn man so will, "Stapelkrisen" der Philosophie sind. Krisen, die somit nur diesen Bereich betreffen. Finde zumindest ich.



rbb-online.de hat geschrieben :
Günter Gaus im Gespräch mit Hannah Arendt

Gaus: Gaus: Frau Hannah Arendt, Sie sind die erste Frau, die in dieser Reihe vorgestellt werden soll. Die erste Frau, wenn auch freilich mit einer nach landläufiger Vorstellung höchst männlichen Beschäftigung: Sie sind Philosophin. I

Arendt:
Ja, ich fürchte, ich muß erst einmal protestieren. Ich gehöre nicht in den Kreis der Philosophen. Mein Beruf – wenn man davon überhaupt noch sprechen kann – ist politische Theorie. Ich fühle mich keineswegs als Philosophin. Ich glaube auch nicht, daß ich in den Kreis der Philosophen aufgenommen worden bin, wie Sie freundlicherweise meinen.
Von daher würde ich übrigens annehmen, dass für Hannah Arendt als "Nichtphilosophin" das Leib-Seele-Problem bestenfalls unter ferner liefen läuft. So zumindest auch mein Eindruck von dem, was ich von ihr bisher zur Kenntnis nehmen durfte. Wie wollte man auch von daher, also dem Leib-Seele-Problem, verwertbares für die politische Theorie entnehmen und somit für das, für das sie sich berufen fühlt? Dazu nur mal zur Info die zwei Grundpositionen ..
methpsy.elearning.psych.tu-dresden.de hat geschrieben : Leib-Seele-Problem
Die drei Klassen von Positionen entstehen im Prinzip aus zwei Grundpositionen, wobei eine sich dann anhand der postulierten Substanzen weiter ausdifferenzieren lässt: den Monismus (Leib und Seele sind ein und dasselbe) und den Dualismus (Leib und Seele sind zwei verschiedene Entitäten).




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Timberlake hat geschrieben :
Fr 19. Dez 2025, 14:08
Nur sollte man danach nicht nur ausschließlich fragen und, so zumindest mein Eindruck von dem, was ich von euch diesbezüglich zur Kenntnis nehmen konnte, das tut ihr eben auch.
Schau dir dazu doch einfach die Bandbreite der Themen dieses Forums und der Philosophie insgesamt an :)



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Fr 19. Dez 2025, 16:38

Das ich trotz alledem, der Bandbreite dieses Forums durchaus aufgeschlossen bin, wie würde das nicht zuletzt an den von mir hier zuletzt geposteten Beiträgen zum Leib Seele Problem deutlich geworden sein. Wo wir schon mal dabei sind. Wie würdest du denn im Vergleich dazu die Bandbreite beispielsweise von Consul einschätzen? Ich meine, du erwartest doch wohl nicht wirklich, dass er sich zum Anthropozän und somit zum Thema dieses Threads zu Wort melden wird .. oder? Oder wie ich .. Zum 50. Todestag von Hannah Arendt, Denkerin der Demokratie und der Krise
Zuletzt geändert von Timberlake am Fr 19. Dez 2025, 16:47, insgesamt 6-mal geändert.




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Fr 19. Dez 2025, 16:40

Er macht das, was alle. die hier sind, machen, er bringt sich ein bei den Themen, die ihn interessieren.



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Fr 19. Dez 2025, 16:58

Themen, die allerdings … ich sag mal so … doch schon sehr speziell sind. Was diesbezüglich mich selbst betrifft, halte ich es mit Hannah Ahrend


Jörn P Budesheim hat geschrieben :
Sa 6. Dez 2025, 10:59
Bild
Grafik: notebookLM

Was die Quellen deutlich machen: Arendts Denken ist eng mit ihrem Leben verknüpft.
Auch das sollten übrigens die Quellen deutlich machen. Insbesondere, wie ich meine, was die Quellen dieses Forums im Allgemeinen und die Quelle "Das Anthropozän" im Besonderen betrifft. Wenn man denn Arendts Denken zugleich eng mit dem menschlichen Leben verknüpft. Stichwort "Schlüsselgedanken für die Gegenwart" unter der Prämisse "Denken ohne Geländer"

Beispiel

Corona-Pandemie führt zu einem Rekordrückgang der globalen CO2-Emissionen
Mit sieben Prozent fallen die CO2-Emissionen aus fossilen Energieträgern mehr als viermal stärker als während der globalen Finanzkrise in 2008



Einem " Denken ohne Geländer" , dass bezugnehmend darauf , das Anthropozän und somit das menschliche Leben aus einer Warte beherrschbar erscheinen lässt, das so gut wie niemand auf dem Schirm hat . .. die Einrichtung eines Anthropozän -Lockdowns. Dazu nur mal zum Vergleich ..

Corona-Krise hält Luftverkehr dauerhaft am Boden

Reisetrends 2025: Preis schlägt Nachhaltigkeit
Der deutsche Reisemarkt präsentiert sich zur Sommersaison 2025 in dynamischer Verfassung. Die Lust auf Urlaub ist so groß wie lange nicht.




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Fr 19. Dez 2025, 17:55

"Denken ohne Geländer" Wie oft willst du das jetzt noch zitieren?



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Fr 19. Dez 2025, 18:14

Weil ich , wie von mir im Beitrag 97057 beschrieben , ein solches Denken ohne Geländer für die Abwendung des Anthropozän für unabkömmlich halte. Im Übrigem sei dazu nochmal auf den Beitrag 96865 verwiesen, in dem es dazu hieß ...
Timberlake hat geschrieben :
Mi 10. Dez 2025, 00:29
Da fällt mir doch gleich was auf!
...
0:20 "Denken ohne Geländer" - das war ihre Devise.
...
Gleichwohl mir sehr wohl bewusst ist, dass ich durch die stete Wiederholung dessen, mittlerweile einfach nur noch nerve. Als solches ein "Denken ohne Geländer" in meinen Beiträgen zwar noch stattfinden , jedoch nicht mehr namentlich erwähnt werden wird. Das gilt übrigens auch für die namentliche Erwähnung des Anthropozän bzw. des menschengemachten Klimawandels in Beiträgen , außerhalb des Threads unter der Überschrifft "Das Anthropozän" . Insofern ich der Administration durchaus dafür dankbar bin, dass mir hier gestattet wird, gelegentlich mit diesem Thread zu nerven. Was allerdings nur recht und billig wäre , so wie ich mich hier mittlerweile von Themen und Beiträgen genervt fühle , die sich mit dem Leib-Seele-Problem befassen. Sei es nun direkt oder bezüglich solcher Diskussionen, wie die um die künstliche Intelligenz indirekt. Es ist manchmal für mich nicht mehr zum aushalten. :)

Das mal nur so nebenbei , oder auch nicht.




Timberlake
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So 21. Dez 2025, 14:51

Stefanie hat geschrieben :
Sa 20. Dez 2025, 14:16
Kabel des Telefons in die Fritzbox stecken. Geht das Internet - 1&1 DSL- nicht, sei es 1&1 hat eine Störung oder wie jetzt Fritzbox hin, geht das Telefon auch nicht. Dann geht nur das Handy, dort prepaid Aldi Talk.
Weil ich in Hinblick darauf, also dass nichts mehr geht, schon ein schlechtes Gewissen hatte ..
Stefanie hat geschrieben :
So 21. Dez 2025, 00:15
Timberlake, es gibt keinen Grund, warum Du um Entschuldigung bitten müßtes.
.. ist das für mich quasi wie ein Weihnachtsgeschenk. Gehe ich doch einmal davon aus, dass dem nicht so war. Also das auf meine Anfrage hin deine neue Fritzbox geschrottet wurde.
Stefanie hat geschrieben :
So 21. Dez 2025, 00:15

Mal so gesagt.... ich könnte, wenn ich wollte, mehr über dieses Thema wissen, will aber nicht. Es reicht mir, wenn es funktioniert.
Auch mir reicht es übrigens, wenn es funktioniert. Es hätte ja bei mir mit den Telefonen funktioniert! Wenn bei der Fritzbox , die ich nach der Umstellung von DSL auf Glasfaser automatisch vom Anbieter bekommen habe, es einen ISDN Anschluss gäbe. Gab es doch bei mir zu Hause sowohl die ISDN Telefonanlage, als auch die Leitungen, die von da aus zu den ISDN Telefonen in den verschiedenen Zimmer führten. Für mich als Ökofreak (Stichwort:Elektroschrott: Ein globales Problem für die Umwelt), war es von daher (.. und ich übertreibe da nicht) nahezu unerträglich, nun mehr eine funktionierende ISDN Telefonanlage, als auch die ISDN Telefone verschrotten zu müssen. Glücklicherweise hatte ich noch die alten analogen Telefone. Nur lässt sich, wie gesagt, an der Fritzbox nur ein analoges Telefon anschließen. Wollte ich also zumindest die weiter nutzen, ich um den Kauf einer analogen Telefonanlage nicht herumkam! Was übrigens, weil analog und deshalb total veraltet, gar nicht so einfach war.

Woran übrigens mal wieder deutlich wird, wie das globale Problem Elektroschrott und im Zusammenhang damit schlussendlich das Anthropozän "funktioniert. :!:

Funktionierendes wird systematisch durch Verunmöglichung zerstört.


So musste ich beispielsweise auch einen, zur vollsten Zufriedenheit funktionierenden PC nur deshalb verschrotten und durch einen neuen ersetzten, weil Windows 11 auf diesen "alten" PC nicht mehr lief. Das musste ich deshalb, weil es für das alte Windows, auf den alten PC, keine Sicherheitsupdates mehr gab. Somit ich ganz sicher nicht der Einzige war, der um die Verschrottung seines PC nicht umhinkam.

Wo wir schon mal dabei sind, dazu nur mal zur Erinnerung ..
Timberlake hat geschrieben :
Mo 1. Mai 2023, 03:15
NaWennDuMeinst hat geschrieben :
So 30. Apr 2023, 09:39
Timberlake hat geschrieben :
So 30. Apr 2023, 02:09
Übrigens hatte vor kurzem meine Maus unmittelar am Gehäuse einen Kabelbruch. Die hätte man doch wohl noch langlebiger bauen können ..oder? Zumindest sehe ich jetzt nicht , was sich bei einer Maus an Technik schnell überholen könnte.
Sagt der Mann, der noch eine Kabelmaus (wenns geht noch eine Mechanische mit Ball, ja?) verwendet. Merkst Du selber, näh?
.
Das sagt ein Mann , der sich , weil die Kabelmaus einen Kabelbruch hatte ,eine "Wireless Mouse" Logitech Maus M705 Marathon gegönnt hat, Diese Funkmaus muss irgendwie mit der Tastatur meines Dell Allienware Notebook "verwandt" sein . Machte sie doch schon sehr bald , mit nahezu den gleichen Ausfällen , auf ihren Verschleiß aufmerksam. Glücklicherweise war da ja noch immer die Kabelmaus , mit dem Kabelbruch, im Schubfach meines Schreibtisches. Mit etwas Geschick und Lötkolben wurde der Maus ( optisch , mit Laser !) ein zweites und nunmehr übrigens auch ein drittes Leben eingehaucht. Nur auch hier die Frage , wer macht das ? Zumal wenn sich einem, wohlgemerkt nach einem Kabelbruch , der Wechsel zu einer "Wireless Mouse" Logitech Maus M705 Marathon geradezu anbietet.
Wer macht das :?:

Also den Kabelbruch einer ansonsten funktionierenden Kabelmaus mit etwas Geschick und Lötkolben , zu reparieren! Übrigens , mittlerweile wurde ein Kabelbruch schon zum dritten mal auf diese Weise bei dieser Maus repariert.

Die verschlissenen Taster, der ansonsten vollfunktionsfähigen o.g. Funkmaus und Tastatur meines Dell Allienware Notebook, ließen sich beim besten Willen allerdings nicht mehr reparieren. Glücklicherweise fand ich während meines Urlaubs in Arendsee, im Sperrmüll vor einem Haus, eine Tatstatur, die diesbezüglich also den Taten sehr viel robuster war. ( siehe ...

Glücllicher weise fand ich während meines Urlaubs in Arendtsee im Spermüll vor einem Haus eine Tatstatur die diesbezüglich also den Taten sehr viel rubuster war. Die war sogar Schnurgebunden. (Microsoft Wired Keyborad 200) So dass ich mein Glück, weil demzufolge kein Netzteil und somit ein zusätzlicher Stromverbraucher, gar nicht fassen konnte.




Timberlake
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Di 23. Dez 2025, 16:01

Weil andernorts gerade erwähnt ..
Peter Trawny auf Facebook hat geschrieben : 54 — In der philosophischen Reflexion kommt das Thema des Alters kaum vor. Das liegt auch daran, dass es sich nicht abstrahieren lässt (was schon eine philosophische Bemerkung ist). Mir hat vor kurzem eine sehr kluge, durchaus nach Jahren jüngere Frau erklärt, dass die Zahl nichts über das Alter sage. Ob jemand 30 oder 54 ist — das ist keine Objektivität. Jemand kann mit 30 schon sehr alt sein, mit 54 jung — mais ou menos. Ich bin vor einigen Tagen einem über 70-jährigem begegnet, der in seinem Denken jeden 20-jährigen an Jugend übertrifft. Und doch bin ich 54 Jahre alt, was einmal eine Bemerkung evoziert.

.... Weiter > https://m.facebook.com/story.php?story_ ... 1122310973

… also einer philosophischen Reflexion, bei der das Thema des Alters kaum vorkommt, so wäre im Hinblick des menschengemachten Klimawandels und somit dem Thema diese Threads vielleicht bemerkenswert …
deutschlandfunkkultur.de hat geschrieben :

Schule schwänzen für „Fridays for Future“
Warum der Regelverstoß den Klimaprotesten nutzt

Die „Fridays for Future“-Bewegung bezieht ihre Kraft aus einem Regelverstoß: der Verweigerung der Schulpflicht. Denn die fordert Konsequenzen heraus – und die können wiederum die Proteste befeuern, erklärt der Organisationssoziologe Stefan Kühl.
.. dass im Vergleich dazu niemand von den "Alten, " sich der "Pflicht zu Arbeit" verweigert hat. Zumindest ist mir nichts darüber bekannt. "Es wäre ja noch schöner" wenn nun mehr auch noch Arbeitnehmer deshalb am Freitag ihre Arbeit "schwänzen". Vielleicht ist man ja deshalb dafür "objektiv" schon zu alt. Zumal ich einmal davon ausgehe, dass sich infolge dessen, also einer Arbeitsaufnahme, sich das Problem auch bei den Schulschwänzern, buchstäblich auswachsen wird.


malteser.de hat geschrieben :
Omas for Future: Generation 50 plus für den Klimaschutz

Die Umwelt-Bewegung „Fridays for Future“ ist inzwischen den meisten Menschen ein Begriff, aber kennen Sie auch „Omas for Future“? Wir zeigen, wie diese Initiative ältere Menschen für den Schutz des Klimas und unserer Umwelt begeistert und zum Mitmachen bewegt.
Wie dem auch sei, diese Omas sind es offenbar von daher objektiv nicht zu alt. Wobei ich mich allerdings schon frage, was mit den Opas ist. Wie sich mir übrigens auch nicht so richtig erschließen will, was die, also die Rentner schwänzen. Als "Klimakleber" würden sie jedenfalls, meiner Meinung nach, sehr viel mehr Aufmerksamkeit erregen.

Was mich selbst betrifft, so wäre mir übrigens zu meiner Zeit, als ich gearbeitet habe, nicht im Traum eingefallen, meine Arbeit am Freitag nieder zu legen, um damit gegen den menschengemachten Klimawandel zu protestieren. Wäre ich doch daraufhin unmittelbar gekündigt worden. Etwas , was man den Schülernschänzern von „Fridays for Future“ übrigens definitiv ausschließen kann.

Insofern ich das Alter objektiv an den Lebensumständen festmachen würde :!:

Lebensumstände wie diese ..
TsukiHana hat geschrieben :
Mo 3. Jun 2019, 18:53
Memento mori

Ein Mensch, von Arbeit überhäuft,
indes die Zeit von dannen läuft,
hat zu erledigen eine Menge,
und kommt, so sagt man, ins Gedränge.

Inmitten all der Zappelnot
trifft ihn der Schlag, und er ist tot.
Was grad so wichtig noch erschienen,
fällt hin: Was bleibt von den Terminen?
Nur dieser einzige zuletzt:
Am Mittwoch wird er beigesetzt -
und schau, den hält er pünktlich ein,
denn er hat Zeit jetzt, es zu sein.

Eugen Roth




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Flame
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Di 23. Dez 2025, 20:57

Ok, hier bin ich.
Und nun?



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Timberlake
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Di 23. Dez 2025, 21:01

Das ist doch schon mal was. Du willst wissen .. und nun ?

Beantworte doch dir die Frage selbst!
Flame hat geschrieben :
Mo 22. Dez 2025, 01:41
Lasst uns aus Scheiße Gold machen.
Das goldene Himmelreich wartet.
Halleluja!!!


Nur gibt es da anscheinend nur ein Problem ..
Flame hat geschrieben :
Di 23. Dez 2025, 20:52
Warum sich dagegen wehren.
Es ist eh determiniert.
Zuletzt geändert von Timberlake am Di 23. Dez 2025, 21:06, insgesamt 4-mal geändert.




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Flame
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Di 23. Dez 2025, 21:04

Gleich und gleich gesellt sich gern.



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Di 23. Dez 2025, 21:07

Flame hat geschrieben :
Di 23. Dez 2025, 21:04
Gleich und gleich gesellt sich gern.
Nun ja ...
Flame hat geschrieben :
Di 23. Dez 2025, 17:56
Ignoriert mich ruhig weiter.
Das ändert nichts an der Sache.
Widerstand zwecklos.
.. was zumindest das betrifft, und man mich und mein Anliegen, hier in diesem Thread, "Das Anthropozän" weitestgehend ignoriert, so kommt man wohl tatsächlich umhin, zu konstatieren, dass sich Gleich und gleich gern gesellt.
Zuletzt geändert von Timberlake am Di 23. Dez 2025, 21:19, insgesamt 4-mal geändert.




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