Warum sind Blumen schön?

Im Zuge der philosophischen und Debatten der letzten 30 Jahre sind Theorien des Schönen und philosophisch inspirierte Theorien medialer Erfahrungen zunehmend in den Vordergrund gerückt.
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Quk
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Di 11. Jun 2024, 10:11

Wieso "aber", wenn sie nicht inkompatibel sind?

Wie kommst Du auf den Eindruck des Disrespekts? Ich habe ausführlich geantwortet. Das darf ich von Dir auch verlangen.




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Jörn Budesheim
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Di 11. Jun 2024, 10:21

Ich weiß jetzt, wie du es meinst, aber mit meinen Antennen ist das eher nicht kompatibel. Daher "aber".




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Quk
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Di 11. Jun 2024, 10:31

In meiner Frage stand "inkompatibel". Dies zu verneinen bedeutete "kompatibel". Daher meine Rückfrage.

Übrigens: Sir Bertrand Russell schätze ich auch sehr; ein philosophischer Großmeister, in meinen Augen. Der gute alte Bertrand.

Noch ein letztes Mal möchte ich hartnäckig nachfragen: Wie kommt man auf die Idee, Vornamen zu verwenden klänge despektierlich?

Die Frage ist auch eine Schönheitsfrage, und damit beim Thema.




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Jörn Budesheim
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Di 11. Jun 2024, 10:36

Das hat sich spontan so eingestellt. Wahrscheinlich beeinflusst dadurch, dass deine Aufnahme der Sichtweisen von Bertrand Russell und David Deutsch ja nicht gerade positiv ist, du scheinst mir das alles abzulehnen.




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Quk
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Di 11. Jun 2024, 10:48

Ich habe gestern die unten zitierte Analyse erstellt; sie ist nur eine Etappe entlang meines fortdauernden Lernvorganges. Ich finde in meiner Analyse hier keine Ablehnung meinerseits. Im Gegenteil, ich finde sie interessant:
Quk hat geschrieben :
Di 11. Jun 2024, 01:00
Ein interessanter Vergleich:

Davids Vermischung von Mathematik und Mathematiker. Bertrands Vermischung von Tisch und Tischwahrnehmer.

Die Tischbedeutung inkludiere nicht nur den objektiven Tisch an sich, sondern auch alle subjektiven, diversen, tischhaften Wahrnehmungen, welche das Tischding mitauslöst. Durch diese Bedeutungs-Inklusion weite sich die Objektivität des Tischdings aus auf jene tischhaften Wahrnehmungen, deren Subjektivität somit von der bedeutungserweiterten Objektivität assimiliert werde. Das Subjektive werde durch seine Berührung mit der Objektivität selber objektiv. Wie bei einer Ansteckung.

Die Mathematikbedeutung inkludiere nicht nur die objektive Mathematik an sich, sondern auch alles subjektive, diverse, mathematische Denken, welche die Mathematik mitauslöst. Durch diese Bedeutungs-Inklusion weite sich die Objektivität der Mathematik aus auf jenes mathematische Denken, dessen Subjektivität somit von der bedeutungserweiterten Objektivität assimiliert werde. Das Subjektive werde durch seine Berührung mit der Objektivität selber objektiv. Wie bei einer Ansteckung.
Schade, dass Du darauf nicht eingehst. Vielleicht hattest Du den Text nicht ganz gelesen, weil Du bei den Vornamen schon abbrachst?




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Jörn Budesheim
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Di 11. Jun 2024, 11:11

Ich hab den Text gelesen und ihn als Ablehnung gedeutet. "Vermischung" ... Das heißt doch, dass du denkst, dort werden Dinge vermischt, die eigentlich getrennt sind. Das lese ich als Zurückweisung. Hinzukommt, dass ich selbst überhaupt keine Vermischung sehen kann. Du sprichst zudem von Wahrnehmungen, aber davon ist in dem Text, auf den du damit antwortest, gar nicht wirklich die Rede, finde ich. Stattdessen geht es da beispielsweise um "Arten des Gegebenseins" als Eigenschaften der Dinge selbst.




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Quk
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Di 11. Jun 2024, 12:11

Ich vermische gerne Salz und Pfeffer, höre gerne Cello und Violine in einem Guss, sehe gerne Hautfarben in verschiedenen Brauntönen, die dank der Vermischung von scharzen und weißen Eltern zustande kommen. Vermischung braucht übrigens verschiedenes, sonst gäbe es nichts zu vermischen. Also: Vermischung ist für mich erst einmal wertfrei, und wenn es zu einer Wertung kommt, so ist diese nicht notwendig ablehnend.

Die "Wahrnehmung" habe ich bei Sir Bertrand Russell gelesen:
Jörn Budesheim hat geschrieben :
Mo 10. Jun 2024, 19:56
[...]
Bertrand Russell in "Die Analyse des Geistes" hat geschrieben : Anstatt hinter den verschiedenen Empfindungen derer, von denen wir sagen, daß sie den Tisch ansehen, eine unbekannte Ursache anzunehmen, können wir die Gesamtheit dieser Empfindungen (möglicherweise zusammen mit irgendwelchen anderen Elementen) als das ansehen, was der Tisch wirklich ist. Das will sagen, daß der Tisch, der sich ja den verschiedenen Beobachtern (wirklichen und möglichen) gegenüber neutral verhält, die Gesamtheit derjenigen Elemente ist, die man nach der bisherigen Auffassung als die verschiedenen »Ansichten« des Tisches von verschiedenen Standpunkten bezeichnen würde ...




Wolfgang Endemann
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Di 11. Jun 2024, 12:41

Zum Du.
Es gibt die moralisierte und die strukturale Bedeutung des Übergangs zum "Du". Kontextuell sollte man das in der Regel unterscheiden können. Die erste ist die abwertende, despektierliche. Ich bin ein "Sie", der andere ist ein "Du". So duzt man Kinder, weil man sie nicht für voll nimmt, und Erwachsene quittieren das "du" mit "wir haben doch nicht zusammen die Schweine gehütet". In der bürgerlichen Gesellschaft, in der sich die Menschen vorgängig als Fremde gegenübertreten, ist das "Sie" die Norm, die dem "Du" weichen kann, entweder aus Mangel an Respekt, wie vorher gesagt, oder, und das ist die zweite, strukturale Bedeutung, aus Vertrautheit oder aus der Betonung der Beziehungssymmetrie. Dabei kann man sogar einen Meinungsgegner im freundlichen Sinn duzen, weil man vertraut geworden ist, auch Streit verbindet. Die tiefste Bedeutung der 68er Bewegung war mE das der bürgerlichen Gesellschaft entgegengestellte Gemeinschaftsgefühl einer Jugend, die gemeinsam eine bessere Welt bauen wollte. Das Du war eine Befreiung. Natürlich war es auch eine Täuschung, denn die Jugend war keineswegs komplett links, es gab nur eine linke Hegemonie.
Ich wollte bei Teddy studieren, leider ist Adorno vorher verstorben. Unter Freunden nannten wir ihn Teddy, das war ein Zeichen höchsten Respekts, selbstverständlich hätte ich nie gewagt, ihn persönlich Teddy zu nennen. Ich bin relativ neu in diesem Forum, was mir von Anfang an gefiel, war der familiäre Ton, hier war es üblich, sich sofort zu duzen.




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Jörn Budesheim
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Di 11. Jun 2024, 12:45

Quk hat geschrieben :
Di 11. Jun 2024, 12:11
Die "Wahrnehmung" habe ich bei Sir Bertrand Russell gelesen:
Aber die Sequenz bestand eben nicht nur aus diesem Teil. Und zu Bertrand Russell gab es eigens eine Einleitung von Gabriel, die besonders wichtig war: Russell vertritt in seiner Analyse des Geistes ein ganz ähnliches Modell, wobei er von »Empfindungen« spricht, was seiner Intention entgegen subjektivistisch klingt, aber nicht sein soll ... [Wichtig für den Zusammenhang ist] seine Rede von objektiven »Perspektiven«, »Aspekten« und »Erscheinungen« von Gegenständen, die nicht daraus resultieren, dass es auffassende Subjekte gibt.
Quk hat geschrieben :
Di 11. Jun 2024, 12:11
Vermischung braucht übrigens verschiedenes, sonst gäbe es nichts zu vermischen.
Aber darum geht es nach meinem Verständnis in der ganzen Sequenz nicht. Angefangen habe ich - ich wiederhole es - mit "verschiedenen Arten des Gegebenseins". Und dann folgen gleichsam "Variationen" darauf, da sehe ich nichts, was vermischt wird.




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Quk
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Di 11. Jun 2024, 13:04

Wolfgang Endemann hat geschrieben :
Di 11. Jun 2024, 12:41
Ich bin relativ neu in diesem Forum, was mir von Anfang an gefiel, war der familiäre Ton, hier war es üblich, sich sofort zu duzen.
Ja, das ist in den meisten Foren üblich. -- Ich möchte anfügen, dass der Gebrauch des Vornamens nicht automatisch mit dem Duzen einhergehen muss.




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Jörn Budesheim
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Di 11. Jun 2024, 13:08

Das war bei uns für eine Zeit in der Schule "in": Vorname und "Sie" - ist lange her und war auch nur eine kurze Zeit üblich, hing an einer bestimmten Lehrerin.




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Quk
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Di 11. Jun 2024, 13:28

Jörn Budesheim hat geschrieben :
Di 11. Jun 2024, 12:45
Quk hat geschrieben :
Di 11. Jun 2024, 12:11
Die "Wahrnehmung" habe ich bei Sir Bertrand Russell gelesen:
Aber die Sequenz bestand eben nicht nur aus diesem Teil. Und zu Bertrand Russell gab es eigens eine Einleitung von Gabriel, die besonders wichtig war: Russell vertritt in seiner Analyse des Geistes ein ganz ähnliches Modell, wobei er von »Empfindungen« spricht, was seiner Intention entgegen subjektivistisch klingt, aber nicht sein soll ... [Wichtig für den Zusammenhang ist] seine Rede von objektiven »Perspektiven«, »Aspekten« und »Erscheinungen« von Gegenständen, die nicht daraus resultieren, dass es auffassende Subjekte gibt.
Quk hat geschrieben :
Di 11. Jun 2024, 12:11
Vermischung braucht übrigens verschiedenes, sonst gäbe es nichts zu vermischen.
Aber darum geht es nach meinem Verständnis in der ganzen Sequenz nicht. Angefangen habe ich - ich wiederhole es - mit "verschiedenen Arten des Gegebenseins". Und dann folgen gleichsam "Variationen" darauf, da sehe ich nichts, was vermischt wird.

Den Sachverhalt namens "objektive Perspektive" verstehe ich nicht, weil ich bisher annahm, dass eine Betrachtungsweise (Perspektive) immer einen Betrachter benötigt.

Dass es Dir und Deutsch und Russell nicht um Vermischung geht, mag sein. Den Begriff habe ich eingeführt in meiner Beschreibung darüber, wie die Texte bei mir ankommen. Ich bestehe nicht auf ihn. Ich möchte nur darauf hinweisen, wie die Texte bei mir ankommen, mit der Hoffnung, dass jemand mein Verständnisproblem erkennt und mich entsprechend aufklärt. Mein Hinweis lautet: Die Texte klingen für mich so, als gäbe es eine Verbindung, eine Brücke, über welche Subjektivität und Objektivität zusammenkommen und dabei die Objektivität die Subjektivität quasi einschließt.




Wolfgang Endemann
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Di 11. Jun 2024, 13:31

Ja, das ist eine zusätzliche Differenzierungsmöglichkeit, wobei die Frage auf der Hand liegt: was ist der Unterschied von "Vorname und Sie" und "Nachname und Du"?




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Quk
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Di 11. Jun 2024, 13:42

Nachnamen allein zu nennen, finde ich nur angebracht in analytischen Kontexten, wie etwa in Sportreportagen oder Geschichtsbüchern. Aber im Alltag unter Freunden und Bekannten -- also geduzt -- empfinde ich den Nachnamen allein als unhöflich und abwertend. Vorname und Sie klingen für mich hingegen höflich und aufwertend. Das ist der Unterschied :-)




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Jörn Budesheim
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Di 11. Jun 2024, 18:18

Die einzige korrekte Ansprache ist "Digga".




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