Doch es ist strittig: Du behauptest es (ohne Begründung), ich behaupte das Gegenteil (mit Begründung). Was mehr braucht es für Strittigkeit?
Können wir abstrakte Gegenstände sehen?
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Die Bestimmung, genauer: den Akt der Bestimmung, führe ich durch (oder wer auch immer), richtig. Aber der Umstand, dass die Tomate bestimmte Eigenschaften hat, die ihr Sosein bestimmen, liegt unabhängig von meiner Bestimmung vor. Die Tomate hat eine bestimmte Form, eine bestimmte Masse, bestimmte Oberflächeneigenschaften, besteht zu großen Teilen aus Wasser etc. – das heißt, dass sie in sich selbst so und so bestimmt ist.
Bleiben wir bei der Tomate. Stell dir vor, du willst einen Tomatensalat machen. Dazu brauchst du in der Regel mehr als eine Tomate. Du legst also ein paar Tomaten auf das Küchenbrett, um sie in Teile zu schneiden. Die Tomaten sind sich offensichtlich ähnlich. Du kannst ihre Ähnlichkeit offensichtlich sehen. Ähnlichkeit ist allerdings selbst etwas Abstraktes. Also haben wir hier einen glasklaren Fall, wo wir etwas Abstraktes sehen können. Und zudem sehen wir natürlich (neben anderem) Ihre Rotheit, also, dass sie rot ist.
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Timberlake hat im Grunde – cum grano salis – recht. Auch wenn der Begriff heute überwiegend anders verwendet wird (als „wie es ist“), wurden Qualia in der Philosophie ursprünglich verstanden als qualitative Universalien: wiederholbare und abstrakte Qualitäten. Und das ist auch vollkommen plausibel. Entscheidend ist dabei die Wiederholbarkeit, die sich dem gemeinsamen qualitativen Gehalt verdankt, beispielsweise der „Rotheit“, die sich in verschiedenen Einzelfällen zeigt und nicht auf einzelne konkrete Vorkommnisse reduzierbar ist. Nicht nur die Tomate kann rot sein, sondern auch die Paprika. Was wir sehen, ist der abstrakte Gegenstand „Rotheit“, ein „sinnlicher Begriff“, über den wir verfügen, noch bevor wir ihn sprachlich artikulieren können.
Das zeigt, dass auch dieser Aspekt unserer Sinnlichkeit etwas Begriffliches und damit Abstraktes hat – allerdings nicht im Sinne sprachlich fixierter Begriffe, sondern in einem feineren, sinnlichen Sinn. Beim Betrachten der Tomate sehen wir ja sehr viele Rotnuancen, sicher viel mehr, als sprachliche Begriffe zur Verfügung stehen.
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(a) Können wir abstrakte Gegenstände sehen? (b) Können wir alle abstrakten Gegenstände sehen?
Die Antwort auf (a) ist „ja“. Beispiele sind die Ähnlichkeit zweier Tomaten ebenso wie Qualia im oben erläuterten Sinne. Darüber hinaus ist unsere Wahrnehmung durchwoben von Begriffen verschiedenster Art; sie steht auch im Raum der Gründe und nicht nur im Raum der Natur. Wahrnehmung ist demnach kein bloß kausaler Reiz-Reaktions-Mechanismus, sondern begrifflich strukturiert und kann Gründe für Denken und Handeln liefern.
Die Antwort auf (b) lautet hingegen „nein“. Wir können nicht die siebenmillionste Stelle hinter dem Komma von π sehen, so wie wir eine Fliege sehen können. Solche abstrakten Gegenstände sind nicht sichtbar, sondern nur denkend zugänglich, etwa durch symbolische Repräsentation.
Die Antwort auf (a) ist „ja“. Beispiele sind die Ähnlichkeit zweier Tomaten ebenso wie Qualia im oben erläuterten Sinne. Darüber hinaus ist unsere Wahrnehmung durchwoben von Begriffen verschiedenster Art; sie steht auch im Raum der Gründe und nicht nur im Raum der Natur. Wahrnehmung ist demnach kein bloß kausaler Reiz-Reaktions-Mechanismus, sondern begrifflich strukturiert und kann Gründe für Denken und Handeln liefern.
Die Antwort auf (b) lautet hingegen „nein“. Wir können nicht die siebenmillionste Stelle hinter dem Komma von π sehen, so wie wir eine Fliege sehen können. Solche abstrakten Gegenstände sind nicht sichtbar, sondern nur denkend zugänglich, etwa durch symbolische Repräsentation.
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Mit der Behauptung, es gäbe sinnlich wahrnehmbare Abstrakta, verwendest du einen sonderbaren Begriff von Abstrakta, der von dem in der zeitgenössischen Ontologie gebräuchlichen Begriff wesentlich abweicht, sodass man nicht mehr vom selben Begriff sprechen kann.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Fr 30. Jan 2026, 07:21Doch es ist strittig: Du behauptest es (ohne Begründung), ich behaupte das Gegenteil (mit Begründung). Was mehr braucht es für Strittigkeit?
"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding
Selbst wenn sekundäre oder phänomenale Qualitäten (Qualia) Universalien und keine Partikularien wären, könnten sie wohl kaum abstrakte, transzendente, platonische Universalien sein, da unbegreiflich ist, wie konkrete Subjekte in Raum & Zeit diese erleben und ihrer introspektiv gewahr werden könnten.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Fr 30. Jan 2026, 09:45Timberlake hat im Grunde – cum grano salis – recht. Auch wenn der Begriff heute überwiegend anders verwendet wird (als „wie es ist“), wurden Qualia in der Philosophie ursprünglich verstanden als qualitative Universalien: wiederholbare und abstrakte Qualitäten. Und das ist auch vollkommen plausibel. Entscheidend ist dabei die Wiederholbarkeit, die sich dem gemeinsamen qualitativen Gehalt verdankt, beispielsweise der „Rotheit“, die sich in verschiedenen Einzelfällen zeigt und nicht auf einzelne konkrete Vorkommnisse reduzierbar ist. Nicht nur die Tomate kann rot sein, sondern auch die Paprika. Was wir sehen, ist der abstrakte Gegenstand „Rotheit“, ein „sinnlicher Begriff“, über den wir verfügen, noch bevor wir ihn sprachlich artikulieren können.
Das zeigt, dass auch dieser Aspekt unserer Sinnlichkeit etwas Begriffliches und damit Abstraktes hat – allerdings nicht im Sinne sprachlich fixierter Begriffe, sondern in einem feineren, sinnlichen Sinn. Beim Betrachten der Tomate sehen wir ja sehr viele Rotnuancen, sicher viel mehr, als sprachliche Begriffe zur Verfügung stehen.
Einige Philosophen nennen Qualitäten im Allgemeinen "abstrakte Partikularien" ("abstract particulars"); aber damit ist nicht gemeint, dass es sich um abstrakte Entitäten im ontologisch-platonististischen Sinn handelt. Im Gegenteil, denn die qualitativen Partikularien (im Fachjargon oft "Tropen"/"tropes" genannt) im Sinn von Donald Williams & Keith Campbell sind ontologisch konkrete Entitäten.
"Konzentrieren wir uns auf die einzelnen Fälle, die Exemplare (tokens) der in einer Erbsenschote vorhandenen Qualitäten: das Grün dieser Erbse, die Gestalt jener. Es sind Fälle von Arten oder Instanzen von Eigenschaften, um bekannte ontologische Begriffe zu verwenden. Sie sind, wie Donald Williams so eloquent betonte, abstrakte Partikularien (Einzeldinge).
Die Farbe dieser Erbse, die Temperatur jenes Drahtes, die Festigkeit jener Glocke sind nur im folgenden Sinne abstrakt: dass sie (normalerweise) in Verbindung mit vielen anderen Instanzen von Qualitäten auftreten (allen anderen Merkmalen der Erbse, des Drahtstücks oder der Glocke), und dass sie daher nur durch einen Prozess der Selektion, des systematischen Ausblendens dieser anderen Qualitäten, deren wir gewahr sind, geistig erfasst werden können. Ein solches selektives Ignorieren ist ein Akt der Abstraktion. Sein Ergebnis ist, dass wir ein Element vor Augen haben, das (tatsächlich im Allgemeinen) zusammen mit anderen auftritt.
Aber die Farbe der Erbse, die Temperatur des Drahtes, die Festigkeit der Glocke sind in keiner Weise Produkte des differenzierenden Geistes. Sie existieren da draußen und warten darauf, als die unabhängigen, individuellen Dinge erkannt zu werden, die sie schon immer waren. Für Williams und für uns, die wir seinem Sprachgebrauch folgen, bedeutet abstrakt nicht unbestimmt [indefinite] oder rein theoretisch. Vor allem bedeutet es nicht, dass das Abstrakte nicht raumzeitlich ist. Die Festigkeit dieser Glocke, hier und jetzt, ist eine bestimmte, erfahrbare und lokalisierbare Realität. Sie ist derart bestimmt, erfahrbar und lokalisierbar, dass sie einem den Kopf abreißen kann, wenn man nicht aufpasst.
Abstrakt steht hier im Gegensatz zu konkret: Ein konkretes Wesen ist die Gesamtheit desjenigen Seienden, das sich dort befindet, wo unsere Farben, Temperaturen oder Festigkeiten sind. Die Erbse ist konkret; sie monopolisiert ihren Ort. Alle Qualitäten, die sich dort befinden, wo die Erbse ist, sind Qualitäten dieser Erbse. Aber die Qualitätsinstanzen der Erbse sind selbst nicht so exklusiv. Jede von ihnen teilt ihren Platz mit vielen anderen. Unsere gewöhnlichen Substantive – „Messer“ und „Gabel“, „Apfel“ und „Birne“, „Walross“ und „Zimmermann“ – bezeichnen zumeist Klassen konkreter Einzeldinge. Dafür gibt es pragmatische Gründe, die mit unseren Lebensweisen zusammenhängen. Doch diese Gründe schmälern in keiner Weise die Realität und Bedeutung der abstrakten Einzeldinge, der Einzelfälle von Eigenschaften. Sie beweisen auch nicht, dass abstrakte Qualitäten nicht als eigenständige Entitäten existieren können.
Und unsere abstrakten Einzeldinge sind Einzeldinge, weil sie eine örtliche Wohnstätte haben, selbst wenn sie keinen Namen tragen. Sie existieren als Individuen an einzigartigen Orten und zu einzigartigen Zeiten. Der Einzelfall einer Farbe, die zu dieser Erbse gehört, ist die Farbe dieser Erbse und keiner anderen." [übersetzt von Google & Consul]
(Campbell, Keith. Abstract Particulars. Oxford: Blackwell, 1990. pp. 2-3)
"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding
Wenn du zwei einander ähnelnde Dinge siehst, dann siehst du nicht deren Ähnlichkeit als eine zusätzliche (relationale) Entität.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Fr 30. Jan 2026, 10:29(a) Können wir abstrakte Gegenstände sehen? (b) Können wir alle abstrakten Gegenstände sehen?
Die Antwort auf (a) ist „ja“. Beispiele sind die Ähnlichkeit zweier Tomaten ebenso wie Qualia im oben erläuterten Sinne. Darüber hinaus ist unsere Wahrnehmung durchwoben von Begriffen verschiedenster Art; sie steht auch im Raum der Gründe und nicht nur im Raum der Natur. Wahrnehmung ist demnach kein bloß kausaler Reiz-Reaktions-Mechanismus, sondern begrifflich strukturiert und kann Gründe für Denken und Handeln liefern.…
Das liegt meiner Ansicht nach schon daran, dass es Ähnlichkeit(en) als besondere Entität(en) gar nicht gibt; und was nicht existiert, kann man auch nicht sehen. Was existiert, sind wahre Aussagen über Ähnlichkeiten, die von den jeweiligen Eigenschaften der einander ähnelnden Dinge ohne Beteiligung einer existierenden Ähnlichkeitsbeziehung wahr gemacht werden.
Und selbst wenn es Ähnlichkeit oder Ähnlichkeiten als relationale Entitäten wirklich gäbe, müssten sie keine abstrakten Entitäten sein, weil es sich dabei um eine konkrete Universalie bzw. viele konkrete Partikularien handeln könnte.
"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding
Aus Sicht der kognitiven Psychologie können in Wahrnehmungen einbezogene Begriffe nur mentale/neurale Repräsentationen sein, die als solche zu den konkreten Entitäten gehören. (Mit "Repräsentationen" sind wohlgemerkt keine abstrakten Typen, sondern konkrete Exemplare von Repräsentationen in einzelnen Gehirnen gemeint.)Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Fr 30. Jan 2026, 10:29…Darüber hinaus ist unsere Wahrnehmung durchwoben von Begriffen verschiedenster Art; sie steht auch im Raum der Gründe und nicht nur im Raum der Natur. Wahrnehmung ist demnach kein bloß kausaler Reiz-Reaktions-Mechanismus, sondern begrifflich strukturiert und kann Gründe für Denken und Handeln liefern.
"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding
Fußnote: Lies "außerhalb" als "nicht innerhalb", da es freilich keinen weiteren Raum außerhalb des Raumes gibt."Given that abstract entities are usually taken to be imperceptible entities existing outside of spacetime…"
———
"Da abstrakte Entitäten üblicherweise als unwahrnehmbare Entitäten betrachtet werden, die außerhalb der Raumzeit existieren…" [übersetzt von Google]
(Cowling, Sam. Abstract Entities. New York: Routledge, 2017. p. 1)
Frege ist einer der Väter des modernen ontologischen Abstraktismus/Platonismus. Sein "drittes Reich" ist das Reich der abstrakten Entitäten (wie fregeschen Gedanken = Propositionen), das laut ihm neben dem Reich der psychischen Entitäten und dem Reich der physischen Entitäten existiert.
Für ihn ist es ein Wesensmerkmal eines ontologischen Abstraktums, "dass es nicht mit den Sinnen wahrgenommen werden kann."
Fußnote: Unter "Vorstellungen" fasst Frege alle Arten von Bewusstseinsinhalten zusammen."Die Gedanken sind weder Dinge der Außenwelt noch Vorstellungen. Ein drittes Reich muss anerkannt werden. Was zu diesem gehört, stimmt mit den Vorstellungen darin überein, dass es nicht mit den Sinnen wahrgenommen werden kann, mit den Dingen aber darin, dass es keines Trägers bedarf, zu dessen Bewusstseinsinhalt es gehört. So ist z.B. der Gedanke, den wir im pythagoreischen Lehrsatz aussprachen, zeitlos wahr, unabhängig davon wahr, ob irgendjemand ihn für wahr hält. Er bedarf keines Trägers. Er ist wahr nicht erst, seitdem er entdeckt worden ist, wie ein Planet, schon bevor jemand ihn gesehen hat, mit anderen Planeten in Wechselwirkung gewesen ist."
(Frege, Gottlob. "Der Gedanke: Eine Logische Untersuchung." Beiträge zur Philosophie des deutschen Idealismus I (1918/1919): 58-77. Nachdr. in Gottlob Frege: Logische Untersuchungen, hsrg. v. Günther Patzig, 30-53. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 1966 [u.ö.]. S. 43-4)
Künne kommt nach seiner Kritik an Louxs Behauptung zu folgendem Schluss:"Können wir uns den »Freunden der Ideen« wenigstens insofern anschließen, daß wir Abstraktheit durch Nicht-Wahrnehmbarkeit definieren? Wie viele andere Philosophen hat sich auch Husserl diesen Platonischen Abgrenzungsvorschlag zu eigen gemacht. Die Disjunktion »idealer/realer Gegenstand« soll erschöpfend sein, und über den realen Gegenstand schreibt Husserl: »Wir definieren ihn geradezu als möglichen Gegenstand einer schlichten (i.e. sinnlichen) Wahrnehmung.«
Beginnen wir die Diskussion wieder mit einer Teilfrage:
(2A) Gilt von allen abstrakten Gegenständen, daß sie nicht wahrnehmbar sind? Ist Nicht-Wahrnehmbarkeit eine notwendige Bedingung der Abstraktheit?
In einem neueren Traktat zum Universalienstreit wird diese Frage verneint: »Plato was wrong ... In a perfectly straightforward sense, at least some universals can be said to be perceived. Thus we see colors, hear sounds, and feel textures of different sorts«. [Michael Loux]
Zumindest in ihrer Kürze dürfte diese Plato-Kritik kaum zu übertreffen sein. Ist sie auch überzeugend?"
(Künne, Wolfgang. Abstrakte Gegenstände: Semantik und Ontologie. 2. Aufl. Frankfurt/Main: Klostermann, 2007. S. 60)
"Wir können daher getrost an Platos affirmativer Antwort auf Frage (2A) festhalten: Kein abstrakter Gegenstand ist wahrnehmbar."
(Künne, Wolfgang. Abstrakte Gegenstände: Semantik und Ontologie. 2. Aufl. Frankfurt/Main: Klostermann, 2007. S. 63)
Es folgt meine Kritik an Louxs Glauben:"Plato insists that we can apprehend universals only by the intellect and never by the sense…. …I believe that in a perfectly straightforward sense, at least some universals can be said to be perceived. Thus, we see colors, hear sounds, and feel textures of different sorts."
———
"Platon beharrt darauf, dass wir Universalien nur mit dem Intellekt und niemals mit den Sinnen erfassen können…. …Ich glaube, dass man in einem ganz direkten Sinne zumindest einige Universalien als wahrnehmbar bezeichnen kann. So sehen wir Farben, hören Töne und fühlen verschiedene Arten von Texturen." [übersetzt von Google]
(Loux, Michael J. Substance and Attribute. Dordrecht: Reidel, 1978. p. 99)
1. Aus der Wahrheit des letzten Satzes folgt nicht, dass die sinnlich wahrgenommenen Qualitäten Universalien (und keine Partikularien) sind.
2. Auch wenn die sinnlich wahrgenommenen Qualitäten Universalien sind (was ich selbst nicht glaube), müssen sie keine abstrakten, transzendenten Universalien sein; denn sie können stattdessen konkrete, immanente Universalien sein – was sie, denke ich, auch sein müssen, um als Universalien überhaupt der Sinneswahrnehmung zugänglich zu sein. Sinnlich wahrnehmbare Universalien können grundsätzlich keine abstrakten Universalien sein, sodass Loux unrecht hat, wenn er behauptet, dass einige abstrakte Universalien wahrnehmbar seien.
Allgemein ausgedrückt: Sinnlich wahrnehmbare Entitäten gleich welcher Art können keine abstrakten Entitäten sein.
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Meines Erachtens ist mein Gebrauch des Begriffs durchaus üblich. ‚Abstrakt‘ heißt keineswegs per se: sinnlich unzugänglich. Zwar gibt es selbstverständlich auch abstrakte Gegenstände, die nicht wahrnehmbar sind, etwa Zahlen; Röte ist jedoch abstrakt nicht, weil sie unsichtbar wäre – das wäre schließlich absurd –, sondern weil sie ohne einen Träger-Gegenstand nicht erscheint und in dieser Hinsicht abstrakt ist.Consul hat geschrieben : ↑Fr 30. Jan 2026, 23:58Mit der Behauptung, es gäbe sinnlich wahrnehmbare Abstrakta, verwendest du einen sonderbaren Begriff von Abstrakta, der von dem in der zeitgenössischen Ontologie gebräuchlichen Begriff wesentlich abweicht, sodass man nicht mehr vom selben Begriff sprechen kann.
Selbst in nominalistischen Positionen der zeitgenössischen Ontologie wird von solchen Eigenschaften als "abstrakten Partikularien" gesprochen. Mit anderen Worten: Man muss nicht einmal im Universalienstreit Position beziehen, um anzuerkennen, dass es sinnlich wahrnehmbares Abstraktes gibt.
Das Thema interessiert dich? Was meinst du dazu? Wir freuen uns auf deine Meinung – melde dich an und diskutiere mit uns.“
Das "Sehen der Tomate" nicht, weil die Tomate nicht als solche dort erkannt wird.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Do 29. Jan 2026, 10:29Das Sehen der Tomate findet aber gar nicht allein im Auge statt.
Das Auge ist aber absolute Voraussetzung für das Sehen; was man alles noch mit einbezieht nach Aufnahme der optischen Reize, kann man unterschiedlich "sehen".
Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.
Falls jemanden eine KI-Meinung interessiert, eben habe ich eine mal gefragt: "Was heißt "abstrakt"? Kann man z.B. einige abstrakte Dinge sehen?"
Sie antwortete das Folgende.
"„Abstrakt“ bedeutet im Kern etwas, das vom Konkreten, Greifbaren oder Sinnlich-Wahrnehmbaren losgelöst ist – oft rein gedanklich, theoretisch oder verallgemeinert. Es beschreibt Konzepte wie „Gerechtigkeit“, „Freiheit“ oder einen idealen Kreis, die man sich vorstellen, aber nicht direkt anfassen kann.
Sichtbare Beispiele
Ja, man kann abstrakte Dinge sehen, vor allem in der Kunst: Abstrakte Gemälde (z. B. von Wassily Kandinsky) zeigen keine realen Objekte, sondern Formen, Farben und Linien, die Gefühle oder Ideen evozieren – der Betrachter interpretiert sie individuell. Auch Diagramme oder Symbole wie ein Mathe-Integral sind visuell, repräsentieren aber abstrakte Prinzipien.
Philosophische Nuance
In der Philosophie entsteht Abstraktion durch Weglassen von Details, um das Wesentliche zu erfassen – z. B. „Tier“ statt „mein goldener Hamster“. Konkretes ist immer hier und jetzt erfahrbar; Abstraktes lebt im Kopf."
Sie antwortete das Folgende.
"„Abstrakt“ bedeutet im Kern etwas, das vom Konkreten, Greifbaren oder Sinnlich-Wahrnehmbaren losgelöst ist – oft rein gedanklich, theoretisch oder verallgemeinert. Es beschreibt Konzepte wie „Gerechtigkeit“, „Freiheit“ oder einen idealen Kreis, die man sich vorstellen, aber nicht direkt anfassen kann.
Sichtbare Beispiele
Ja, man kann abstrakte Dinge sehen, vor allem in der Kunst: Abstrakte Gemälde (z. B. von Wassily Kandinsky) zeigen keine realen Objekte, sondern Formen, Farben und Linien, die Gefühle oder Ideen evozieren – der Betrachter interpretiert sie individuell. Auch Diagramme oder Symbole wie ein Mathe-Integral sind visuell, repräsentieren aber abstrakte Prinzipien.
Philosophische Nuance
In der Philosophie entsteht Abstraktion durch Weglassen von Details, um das Wesentliche zu erfassen – z. B. „Tier“ statt „mein goldener Hamster“. Konkretes ist immer hier und jetzt erfahrbar; Abstraktes lebt im Kopf."
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Ich habe bereits klargestellt, dass jene sogenannten abstrakten Partikularien nur im psychologischen Sinn abstrakt, d.h. kognitiv/perzeptiv abstrahiert sind; denn im ontologischen Sinn sind Qualitäten als "abstrakte" Partikularien konkrete Entitäten. Und wenn ich sage, dass Abstrakta grundsätzlich nicht sinnlich wahrnehmbar sind, dann meine ich Abstrakta im ontologischen, platonistischen Sinn.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑Sa 31. Jan 2026, 07:22Selbst in nominalistischen Positionen der zeitgenössischen Ontologie wird von solchen Eigenschaften als "abstrakten Partikularien" gesprochen. Mit anderen Worten: Man muss nicht einmal im Universalienstreit Position beziehen, um anzuerkennen, dass es sinnlich wahrnehmbares Abstraktes gibt.
"Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, du denkst." – Juliane Werding
Es gibt sowohl einen ontologischen (platonistischen) Abstraktheitsbegriff als auch einen psychologischen Abstraktheitsbegriff, der sich um kognitive/perzeptive Abstrahierungen und deren Ergebnisse dreht. Wenn ich sage, dass abstrakte Dinge per definitionem nicht sinnlich wahrnehmbar sind, dann gehe ich von Ersterem aus! (In diesem ontologischen/platonistischen Sinn ist ein abstraktes Gemälde ein konkreter Gegenstand.)Burkart hat geschrieben : ↑Sa 31. Jan 2026, 23:32Falls jemanden eine KI-Meinung interessiert, eben habe ich eine mal gefragt: "Was heißt "abstrakt"? Kann man z.B. einige abstrakte Dinge sehen?"
Sie antwortete das Folgende.
"„Abstrakt“ bedeutet im Kern etwas, das vom Konkreten, Greifbaren oder Sinnlich-Wahrnehmbaren losgelöst ist – oft rein gedanklich, theoretisch oder verallgemeinert. Es beschreibt Konzepte wie „Gerechtigkeit“, „Freiheit“ oder einen idealen Kreis, die man sich vorstellen, aber nicht direkt anfassen kann.
Sichtbare Beispiele
Ja, man kann abstrakte Dinge sehen, vor allem in der Kunst: Abstrakte Gemälde (z. B. von Wassily Kandinsky) zeigen keine realen Objekte, sondern Formen, Farben und Linien, die Gefühle oder Ideen evozieren – der Betrachter interpretiert sie individuell. Auch Diagramme oder Symbole wie ein Mathe-Integral sind visuell, repräsentieren aber abstrakte Prinzipien.
Philosophische Nuance
In der Philosophie entsteht Abstraktion durch Weglassen von Details, um das Wesentliche zu erfassen – z. B. „Tier“ statt „mein goldener Hamster“. Konkretes ist immer hier und jetzt erfahrbar; Abstraktes lebt im Kopf."
"Der Weg der Abstraktion: Abstrakte Entitäten sind Abstraktionen von konkreten Entitäten. Sie entstehen durch eine Art Subtraktion von Spezifität, sodass eine unvollständige Beschreibung der ursprünglichen konkreten Entität eine vollständige Beschreibung der Abstraktion wäre. Ich nehme an, dass dies die historisch und etymologisch korrekte Bedeutung ist, wenn wir von „abstrakten Entitäten” sprechen. Aber es ist keineswegs die vorherrschende Bedeutung in der zeitgenössischen Philosophie." [übersetzt von DeepL]
(Lewis, David. On the Plurality of Worlds. Oxford: Blackwell, 1986. pp. 84-5)
"In Anlehnung an Lewis' Terminologie bezeichnen wir diese Darstellungen der Unterscheidung zwischen abstrakt und konkret als „Wege“.
…
Einer davon ist das, was [David] Lewis (1986 [On the Plurality of Worlds]: 84) als den Weg der Abstraktion bezeichnet, wonach abstrakte Entitäten „durch eine Art Subtraktion von Spezifität entstehen, sodass eine unvollständige Beschreibung der ursprünglichen konkreten Entität eine vollständige Beschreibung der Abstraktion wäre“. So beschrieben lässt der Weg der Abstraktion mehrere sehr unterschiedliche Interpretationen zu. Die am wenigsten plausible davon betrachtet abstrakte Entitäten als „Abstraktionen“, die so etwas wie „abstrakte Ideen“ sind und somit beispielsweise unseren geistigen Begriffen oder Vorstellungen von Rotheit oder Kugelförmigkeit entsprechen, die wir kognitiv aus Erfahrungen „subtrahieren“. So interpretiert, erfordert der Weg der Abstraktion unplausiblerweise, dass alle abstrakten Entitäten geistabhängige mentale Entitäten sind, und widerspricht damit jeder gängigen Auffassung des Platonismus." [übersetzt von DeepL & Consul]
(Cowling, Sam. Abstract Entities. New York: Routledge, 2017. pp. 75-6)
"Eine weitere Methodik ist das, was Lewis als den Weg der Abstraktion bezeichnet. Gemäß einer lange währenden Tradition in der philosophischen Psychologie ist Abstraktion ein charakteristischer mentaler Prozess, bei dem neue Ideen oder Begriffe gebildet werden, indem man die gemeinsamen Merkmale mehrerer Objekte oder Ideen betrachtet und die irrelevanten Merkmale, die diese Objekte unterscheiden, ignoriert. Wenn man beispielsweise eine Reihe weißer Gegenstände unterschiedlicher Form und Größe vor sich hat, ignoriert oder abstrahiert man die Unterschiede zwischen ihnen und gelangt so zu der abstrakten Idee der Weißheit. Nichts in dieser Tradition verlangt, dass auf diese Weise entstandene Ideen eine bestimmte Art von Objekt repräsentieren oder ihr entsprechen. Man könnte jedoch argumentieren, dass die Unterscheidung zwischen abstrakten und konkreten Objekten durch Bezugnahme auf den psychologischen Prozess der Abstraktion oder etwas Ähnliches erklärt werden sollte. Die einfachste Version dieser Strategie wäre zu sagen, dass ein Objekt abstrakt ist, wenn es der Referent einer abstrakten Idee ist (oder sein könnte), d.h. einer durch Abstraktion gebildeten Idee. So verstanden ist der Weg der Abstraktion mit einer überholten Philosophie des Geistes verbunden." [übersetzt von DeepL & Consul]
SEP: Abstract Objects
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Das ist nicht richtig, denn das Rot der roten Tomate ist keine konkrete Entität, sondern eben etwas abstraktes, weil (für die oben von mir zitierte Sichtweise) Rot ohne Trägergegenstand nicht existiert.
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Das ist lustig :) ich versuche, mir gerade vorzustellen, wie im nicht-vorhandenen Kopf der KI Tiere leben :)) vermutlich so eine Art KI-Zoo.KI hat geschrieben : In der Philosophie entsteht Abstraktion durch Weglassen von Details, um das Wesentliche zu erfassen – z. B. „Tier“ statt „mein goldener Hamster“. Konkretes ist immer hier und jetzt erfahrbar; Abstraktes lebt im Kopf."
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Ich habe eine KI, mit der ich arbeite, nämlich Notebook LM mit der Antwort, welche Burkarts KI gegeben hat, gefüttert. Hier ist ihre Einschätzung.
NotebookLM hat geschrieben : Der von dir zitierte KI-Text beschreibt den Begriff „abstrakt“ primär als eine gedankliche Loslösung vom Sinnlichen, was in den vorliegenden Quellen in verschiedenen ontologischen Kontexten sowohl bestätigt als auch differenziert wird.
Hier ist eine vertiefende Einordnung basierend auf den Quellen:
1. Abstrakt als ontologische Unvollständigkeit und Abhängigkeit
In der Philosophie, insbesondere bei Denkern wie Roman Ingarden oder Edmund Husserl, wird „abstrakt“ oft präziser als „seinsunselbständig“ oder „ontisch unvollständig“ definiert. Während ein konkreter Gegenstand (wie ein goldener Hamster) seinsselbständig existieren kann, ist ein abstrakter Teil (wie seine Farbe oder Masse) ergänzungsbedürftig. Eine Entität gilt nach diesem Verständnis dann als abstrakt, wenn sie mit mindestens einer anderen Entität an genau derselben Position zur selben Zeit existieren kann – wie etwa die Dichte und die Temperatur eines Apfels.
2. Der Prozess der Abstraktion
Der KI-Text beschreibt Abstraktion als das „Weglassen von Details“. Die Quellen stützen dies als einen mentalen Akt der „selektiven Ignoranz“: Man richtet die Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Moment eines Dinges und sieht von den anderen Momenten ab. Durch diesen Prozess werden Eigenschaften als „abstrakte Teile“ (Momente) fassbar, die zwar individuell am Gegenstand lokalisiert sind, aber im Denken isoliert werden können.
3. Wo „lebt“ das Abstrakte? (Realismus vs. Nominalismus)
Die Behauptung des KI-Textes, Abstraktes „lebt im Kopf“, entspricht der Position des Nominalismus oder Konzeptualismus.
– Nominalisten betrachten Universalien (Allgemeinbegriffe) lediglich als sprachliche Konstrukte oder geistige Zusammenfassungen ohne eigene Realität außerhalb des Geistes.
– Die Quellen zeigen jedoch, dass der Universalienrealismus dem widerspricht: Realisten wie David Armstrong argumentieren, dass Eigenschaften (Universalien) „immanent“ in den Dingen selbst existieren und somit überall dort in Raum und Zeit präsent sind, wo sie instantiiert werden.
– Der Platonismus hingegen siedelt abstrakte Ideen tatsächlich in einer eigenen, nicht-materiellen Welt an, die zeitlos und unveränderlich ist.
4. Abstraktion in der Wissenschaft und Mathematik
Der KI-Text nennt den „idealen Kreis“ oder mathematische Symbole als Beispiele. Die Quellen unterstreichen, dass mathematische Entitäten (wie Zahlen) oft als Prototypen abstrakter Dinge gelten, da sie in der raum-zeitlichen Welt nicht leicht unterzubringen sind. In der Mathematik ist der Realismus (Platonismus) die klassische Auffassung, nach der mathematische Gegenstände entdeckt und nicht erfunden werden. Kurt Gödel etwa glaubte an eine objektive Welt der Begriffe, die durch „rationale Wahrnehmung“ analog zur Sinneswahrnehmung erkannt werden kann.
5. Zusammenfassung der philosophischen Nuance
Während der KI-Hamster-Vergleich die Verallgemeinerung betont, heben die Quellen hervor, dass das Abstrakte oft das Wesen (die essentia) betrifft. Metaphysik sucht nach den ersten Ursachen und dem wirklichen Wesen der Dinge, das jenseits der bloßen sinnlichen Erfahrung liegen kann. Insofern ist das Abstrakte nicht nur ein „Gedankenspiel“, sondern für viele Philosophen die Grundlage für Wissenschaft und rationales Weltverstehen überhaupt.
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Rot ist als Abstraktes nur etwas, weil wir Menschen es als solches ansehen (Denken!) bzw. bezeichnen; solange wie etwas Rotes sehen, ist es nur unser optischer Eindruck von Farbfrequenzen.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑So 1. Feb 2026, 07:03Das ist nicht richtig, denn das Rot der roten Tomate ist keine konkrete Entität, sondern eben etwas abstraktes, weil (für die oben von mir zitierte Sichtweise) Rot ohne Trägergegenstand nicht existiert.
Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.
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Selbst wenn das stimmen würde, wäre es ja ein Argument dafür, dass man Abstraktes tatsächlich sehen kann.
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Aus meiner Sicht nicht, weil Rot erst durch unser Denken zu etwas Abstraktem wird.Jörn P Budesheim hat geschrieben : ↑So 1. Feb 2026, 09:33Selbst wenn das stimmen würde, wäre es ja ein Argument dafür, dass man Abstraktes tatsächlich sehen kann.
Der Mensch als Philosophierender ist Ausgangspunkt aller Philosophie.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.
Die Philosophie eines Menschen kann durch Andere fahrlässig missverstanden oder gezielt diskreditiert oder gar ganz ignoriert werden, u.a. um eine eigene Meinung durchsetzen zu wollen.