Wie gesagt, damit man von einem Dissens sprechen kann, ist nach meinem Verständnis Positionalität vorausgesetzt. Die genannten "Entwicklungsgesetzesmäßigkeiten" mag es geben oder auch nicht, für die Frage, ob ein Dissens vorliegt, ist das erst einmal völlig irrelevant. Wenn eine "Ableitung" vorliegt, dann liegt schon eher Positionalität vor. Dann können sich die Leute darüber streiten, ob diese Ableitung etwas taugt oder auch nicht.Timberlake hat geschrieben : ↑Mo 20. Apr 2026, 23:21Punkt 3
Du findest das Beispiel unpassend.
In dem wie es hier heißt ".. zur Ableitung von Entwicklungsgesetzmäßigkeiten in Natur und Gesellschaft" .. so passt das Beispiel mit dem Kohlekraftwerk und dem Warmen und Kaltem, weil die Natur betreffend, sehr wohl, zum dialektischer Materialismus.wirtschaftslexikon.gabler.de hat geschrieben : dialektischer Materialismus
allgemein-philosophische Grundlage des Marxismus zur Ableitung von Entwicklungsgesetzmäßigkeiten in Natur und Gesellschaft. Dialektik als Methode bedeutet Denken in Widersprüchen.
Bei dem Beispiel mit dem Kohlekraftwerk sind keine Positionen erkennbar. Warm und Kalt mögen verschiedene Materiezustände sein, aber das sind noch keine Positionen. Man könnte eventuell diese Materiezustände an Raum-Zeit-Positionen verorten, z.B. in dem Ort x ist es warm, in dem Ort y ist es kalt. Aber auch da sind noch keine Widersprüche erkennbar. Wenn es an dem einen Ort x warm ist, kann es gleichzeitig an dem anderen Ort y kalt sein. Und das gleiche gilt auch innerhalb eines Kohlekraftwerks. Wenn sich im Zuflussrohr Nummer 1 kalte Gase befinden, während sich im Zuflussrohr Nummer 2 warme Gase befinden, dann sind beide Zuflussrohre räumlich voneinander getrennt, also kein Widerspruch. Und wo kein Widerspruch, da kein Dissens.